Donald Trump hat sich in einer Rede an die Nation zum Iran-Krieg geäußert. Der US-Präsident lobte vor allem die eigenen Erfolge. Donald Trump hat in einer Rede an die Nation am Mittwochabend über die Lage im Iran-Krieg informiert. Die Mission "Epic Fury" sei wichtig für die Sicherheit in der Welt, so der US-Präsident. Er habe schon in seiner ersten Amtszeit gesagt, dass der Iran niemals eine Atomwaffe haben dürfe. Jetzt stünden die USA vor der Vollendung der Mission, so Trump. "Wir werden den Job erledigen, und werden das schnell tun", sagte Trump und dankte den Verbündeten in der Region, wie Bahrain und Saudi-Arabien . Einen genauen Zeitplan nannte er aber nicht. Krieg im Nahen Osten: Alle aktuellen Meldungen Nach Trump-Drohungen: Republikaner äußert sich zu Nato Eine iranische Atombombe würde laut Trump die Region und die Welt gefährden. "Das werde ich nicht zulassen", sagte Trump. Doch Luftangriffe hätten bislang nicht ausgereicht, die iranischen Urananlagen vollständig zu zerstören. Das Uran, mit dem der Iran Atombomben bauen könnte, liege tief unter der Erde verborgen, und seine Bergung würde einen aufwendigen Einsatz vor Ort erfordern. Trump sagte, es würde Monate dauern, dorthin zu kommen. Man beobachte die bekannten Urananlagen per Satelliten und wolle bei verdächtigen Bewegungen zuschlagen. Trump: "Wir werden sie in die Steinzeit zurückversetzen Trump stellte den Krieg gegen den Iran als großen Erfolg dar. Die Marine des Iran und die Luftwaffe sowie die Anlagen zur Militärproduktion seien zerstört worden, ebenso Raketenstellungen und Abwehrsysteme, so Trump. Die strategischen Ziele der USA seien damit so gut wie erfüllt worden. Man werde den Iran aber noch "zwei bis drei Wochen extrem hart angreifen", sagte der US-Präsident. "Wir werden sie in die Steinzeit zurückversetzen, wo sie hingehören", fügte er hinzu und drohte erneut mit Angriffen auf iranische Energieanlagen. Die USA haben seit Beginn der Kampfhandlungen diverse Angaben zu ihren Kriegszielen gemacht. Kritiker warfen Trump daher vor, keinen klaren Plan zu haben und einen Schlingerkurs zu verfolgen. Zu den häufig genannten Zielen zählt etwa die Zerstörung der Luftwaffe, Marine und des Raketenarsenals des Irans. Trump behauptete teils schon kurz nach Kriegsbeginn, dass diese Ziele beinahe erreicht seien. Der Iran wies dies zurück. Teheran beteuert auch seit Langem, mit seinem Atomprogramm nicht nach Atomwaffen zu streben. Der US-Präsident hatte seit Beginn des Kriegs vor mehr als einem Monat auch schon mehrfach erklärt, dass der Krieg fast vorbei sei – die Militärpräsenz der USA in der Region baute er zuletzt aber weiter aus. Zuletzt sagte Trump, er rechne mit einem Ende der Angriffe seines Landes auf den Iran in zwei bis drei Wochen. Trump: Länder können Öl von uns kaufen Trump wies darauf hin, dass die amerikanische Ölproduktion dank Fracking und mehr Bohrungen fast autark sei und man kaum Öl durch die Straße von Hormus bekomme. Sein Vorschlag: Andere Länder können den Rohstoff jetzt von den USA abkaufen. "Kauft Öl von den Vereinigten Staaten. Wir haben reichlich. Wir haben so viel", sagte Trump An einer militärischen Operation der USA in der Straße von Hormus hat Trump offenbar kein Interesse. Er forderte Länder, die die wichtige Handelsstraße nutzen, sich selbst um die Sicherheit der Schiffe dort zu kümmern. Seit Kriegsbeginn liegt die Straße weitgehend lahm, Hunderte Tanker stauen sich davor, weil sie Angriffe befürchten. Der Welthandel ist dadurch stark beeinträchtigt. Trump kündigte seine Hilfe bei der Auflösung der Blockade an, wolle die eigentliche Arbeit aber anderen Staaten überlassen. "Die Straße von Hormus wird dann von selbst wieder öffnen", sagte der US-Präsident. Zuletzt hatte Großbritannien einen möglichen Einsatz angekündigt. Der US-Präsident hatte im Iran-Krieg Länder, die Öl über den Transport durch die Straße von Hormus beziehen, aufgefordert, bei der Sicherung zu helfen. Hilfe blieb allerdings aus, was Trump harsch kritisierte. Dabei zeigte er sich auch enttäuscht von Nato-Verbündeten und hatte sie als "Feiglinge" bezeichnet. Der zweite Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran wurde Ende Februar durch massive Luftangriffe der USA und Israels auf iranische Militär- und Nuklearanlagen begonnen. Seitdem kommt es zu gegenseitigen Attacken: Iran feuert Raketen und Drohnen auf US-Stützpunkte und Verbündete in der Region, während Washington und Israel tausende Ziele im Iran bombardiert hat.