Donald Trump wittert Betrug von Staatsgeldern vor allem in Staaten, die von Demokraten regiert werden. Er schickt seinen Vize als Ermittler. US-Präsident Donald Trump hat seinen Vizepräsidenten JD Vance mit einer neuen Aufgabe betraut. Er soll sein neuer "Betrugs-Zar" werden. "Dieser ist massiv und weit verbreitet, und die Aufgabe, die er gemeinsam mit vielen großartigen Menschen innerhalb der Trump-Regierung übernehmen wird, wird ein entscheidender Faktor dafür sein, wie erfolgreich die Zukunft unseres Landes sein wird", schrieb Trump auf seinem Netzwerk Truth Social . Vance und sein Team sollen vorwiegend in den von Demokraten regierten US-Staaten nach Betrugsfällen suchen, gab Trump vor. Er nannte Kalifornien , Illinois, Minnesota, Maine und New York und sprach von "korrupten demokratischen Politikern", die "bei der beispiellosen Veruntreuung von Steuergeldern freie Hand" hätten. Laut Trump seien die veruntreuten Mittel so groß, dass man damit den Staatshaushalt ausgleichen könne. Das amerikanische Haushaltsdefizit lag 2025 bei etwa zwei Billionen US-Dollar . Details über die angeblichen Betrugsfälle oder Namen von Politikern nannte Trump nicht. USA-Newsblog: Alle aktuellen Meldungen Warnung vor "unmoralischen Befehlen": US-Militärbischof kritisiert Hegseth Erste Razzien hat es in Los Angeles gegeben. Trump hatte im März eine Taskforce gegen Betrugsbekämpfung per Dekret gegründet. Diese soll sich auch um acht Personen kümmern, denen in Kalifornien Betrug gegen das Gesundheitssystem in Höhe von 50 Millionen US-Dollar vorgeworfen wird. Hospiz-Anbieter in Kalifornien im Fokus Die von Vizepräsident JD Vance geleitete Task Force zur Betrugsbekämpfung hat nach Angaben von Fox News Digital in Los Angeles bislang insgesamt 221 Anbieter wegen Betrugsverdachts suspendiert. Darunter ist auch eine Reihe von Anbietern, bei denen die Bundesbehörden am frühen Donnerstagmorgen Razzien durchgeführt haben. Die aktuelle Zahl der Suspendierungen entspreche laut Bericht einem Anstieg von mehr als 215 Prozent gegenüber den 70 Anbietern, die vergangene Woche in Los Angeles infolge der Maßnahmen der Task Force zunächst suspendiert worden waren. Die meisten der Beschuldigten, darunter medizinisches Fachpersonal wie Krankenschwestern und ein Psychologe, sollen "Schein"-Hospize betrieben haben, in denen sie Menschen, die nicht unheilbar krank waren, als Leistungsempfänger einsetzten, teilte das US-Justizministerium in einer Erklärung mit. Vance beschuldigte Minnesota Im Februar hatte JD Vance angekündigt, dass die Trump-Regierung Mittel der US-Krankenversicherung Medicaid in Höhe von mehr als einer Viertelmilliarde Dollar für Minnesota "vorübergehend einfrieren" werde, um sicherzustellen, dass der Bundesstaat "verantwortungsvoll mit den Steuergeldern der amerikanischen Bevölkerung umgeht". Minnesotas demokratischer Gouverneur Tim Walz wehrte sich damals mit den Worten: "Das hat nichts mit Betrug zu tun." Er fügte hinzu: "Die Beamten, die Trump angeblich zur Untersuchung von Betrugsfällen entsandt hat, schießen auf Demonstranten und verhaften Kinder. Sein Justizministerium schwächt die US-Staatsanwaltschaft aus und beeinträchtigt deren Fähigkeit, Betrugsfälle strafrechtlich zu verfolgen. Und jede Woche begnadigt Trump einen weiteren Betrüger."