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News zum Coronavirus: Nationalspieler Ilkay Gündogan positiv auf Corona getestet

Stern 

Spahn strebt flächendeckende Einrichtung von "Fieberambulanzen" an +++ Argentinien verlängert Corona-Maßnahmen +++ News zur Coronavirus-Pandemie.

Regierungsstudie zeigt vor Corona Zweifel am Zusammenhalt

Vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie haben fast 60 Prozent der Menschen in Deutschland den Zusammenhalt in der Gesellschaft als schwach eingeschätzt. Das teilte das Bundesforschungsministerium unter Berufung auf eine von ihm in Auftrag gegebene Studie in Berlin mit. Mögliche Veränderungen bei den Einstellungen unter anderem durch die Pandemie soll laut Ministerium eine Aktualisierung der Studie im Frühjahr 2021 zeigen. 23 Prozent sahen den Zusammenhalt im vergangenen Jahr als stark und nur 4 Prozent als stärker als zuvor an.

47 Prozent der Menschen waren laut der Studie 2019 der Meinung, dass die meisten gesellschaftlichen Veränderungen der vergangenen Jahre negativ waren. Gleichzeitig sagten aber 52 Prozent, im eigenen Umfeld hätten die positiven Entwicklungen überwogen. 69 Prozent wünschten sich weniger Egoismus in der Gesellschaft in Zukunft, 68 Prozent eine Verringerung des Unterschieds zwischen arm und reich und 67 Prozent mehr Solidarität und Zusammenhalt. 

Nationalspieler Ilkay Gündogan positiv auf Corona getestet 

Der deutsche Fußball-Nationalspieler Ilkay Gündogan von Manchester City ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte der englische Vizemeister mit. Der 29-Jährige befolgt nach Angaben des Vereins nun die Corona-Richtlinien der Premier League und der britischen Regierung und befindet sich in einer zehntägigen Selbstisolation. "Jeder im Club wünscht Ilkay eine schnelle Genesung", hieß es in der Mitteilung. Weitere Angaben machte der Verein von Trainer Pep Guardiola nicht. Gündogan fehlte City damit auch am Montagabend im Gastspiel bei den Wolverhampton Wanderers.

Strengere Corona-Regeln in München: Private Kontakte werden eingeschränkt 

Dieter Reiter (SPD), Oberbürgermeister von München, hat drei weitere Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus angekündigt, die ab kommenden Donnerstag gelten sollen, wie er bei einer Pressekonferenz in München sagte.

Am Mittwoch werde eine entsprechende Allgemeinverfügung verabschiedet, die ab Donnerstag in Kraft treten solle. Demnach müssten die persönlichen Kontakte "drastisch" eingeschränkt werden, erklärte Reiter mit Blick auf das Infektionsgeschehen in der bayerischen Landeshauptstadt. Ab Donnerstag sollen demnach nur noch fünf Personen – etwa Bekannte oder Freunde – im privaten Bereich, der Gastronomie und im öffentlichen Raum – zusammenkommen dürfen. Erlaubt seien auch Treffen zweier Haushalte oder von Verwandten "in direkter Linie", so Reiter.

Dieter Reiter, Oberbürgermeister von Müchen (SPD)
© Sven Hoppe

Bei anlassbezogenen Feiern – etwa Hochzeiten, Geburtstagen und Beerdigungen – sollen nur noch 25 (Indoor) oder 50 (Outdoor) Personen zusammenkommen können. Diese Regelung gelte noch nicht für Veranstaltungen, dort sollen die aktuell geltenden Regeln unverändert bleiben.

Darüber hinaus werde eine Maskenpflicht auf bestimmten öffentlichen Plätzen und Straßen der Innenstadt beschlossen, darunter die Innenstadt und der Marienplatz. Das Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen soll verlängert werden. Die Geltungsdauer der Regeln gelte sieben Tage.

Am Sonntag hatten die Corona-Zahlen in München den Wert von 55,6 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner in einer Woche erreicht. Damit ist ein wichtiger Grenzwert für nachgewiesene Corona-Neuinfektionen überschritten worden.

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Neuer zweiwöchiger Lockdown in Teilen Madrids in Kraft getreten

In Teilen der spanischen Hauptstadt Madrid sind neue strenge Corona-Beschränkungen in Kraft getreten. Die Maßnahmen gelten für zwei Wochen und betreffen rund 850.000 Menschen in überwiegend ärmeren Stadtteilen im Süden der Stadt sowie in südlichen Vororten. Die Einwohner dürfen die Bezirke nicht mehr verlassen. Ausnahmen gelten nur für den Weg zur Arbeit, zum Arzt und um Kinder zur Schule zu bringen.    

Die Behörden haben die Menschen in den betroffenen Stadtteilen darum gebeten, die meiste Zeit zu Hause zu bleiben. Parks wurden geschlossen. Geschäfte, Bars und Restaurants dürfen zwar geöffnet bleiben, müssen die Zahl der Kunden und Gäste aber halbieren. Die Obergrenze für Treffen wurde in der gesamten Region von zehn auf sechs Menschen gesenkt.    

Da die Maßnahmen vor allem dicht besiedelte und einkommensschwache Viertel betreffen, war es am Sonntag in einigen der betroffenen Bezirke zu heftigen Protesten gekommen. Die Menschen hielten Plakate hoch, auf denen zu lesen war: "Nein zu einer Ausgangssperre nach sozialen Klassen" und "Sie zerstören unsere Viertel und jetzt sperren sie uns ein". Einige der nun abgeriegelten Bezirke im Süden der Metropole hatten zuletzt mehr als 1000 Corona-Fälle je 100.000 Einwohner gemeldet - das ist etwa das Fünffache des landesweiten Durchschnitts.

Drosten: Eher gezielte Einschränkungen als Lockdown-Neuauflage

Im Fall einer Verschärfung der Corona-Lage in Deutschland ist aus Sicht des Virologen Christian Drosten künftig nicht zwangsläufig mit einer Neuauflage des Lockdowns vom Frühjahr zu rechnen. "Es ist natürlich so, dass man nicht immer gleich einen deutschlandweiten oder regionalen Lockdown braucht, weil man jetzt schon ein paar Sachen besser weiß", sagte der Charité-Professor der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Er glaube, dass in Zukunft eher bestimmte Sparten des Alltags- und Berufslebens von Einschränkungen betroffen sein könnten. Damit verbunden sei aber auch die Frage nach Kompensation, wenn es wirtschaftliche Auswirkungen gebe.

Zum verbesserten Wissensstand im Vergleich zu Februar und März erklärte Drosten, es gebe bestimmte Situationen, bei denen inzwischen klar sei, dass dabei nur einzelne Fälle entstünden, aber "eigentlich wenig neu hochkocht". Drosten nannte etwa "Eins-zu-eins-Situationen" im Berufsleben, in denen sich zum Beispiel nur zwei Menschen gegenübersitzen. Das könne man weiterdenken für kleine Gruppen. "Und insofern werden wir, glaube ich, nicht wieder so schnell so einen Lockdown haben", bilanzierte der Virologe. Einen solchen Schritt gehe man nur, "weil man nicht die Orientierung hat in den Maßnahmen". Das sei nun anders.

Söder schlägt Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen in München vor

Wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen in Bayern plädiert Ministerpräsident Markus Söder (CSU) für eine Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen in München. "Ich bin sehr dafür, dass wir auch auf öffentlichen Plätzen, wo kein Abstand halten möglich oder gewollt ist, eine Maskenpflicht einführen", sagte Söder im Bayerischen Rundfunk. Dann könnten auch die Ordnungskräfte entsprechend eingreifen. Söders Forderungen bezog sich zunächst auf die bayerische Landeshauptstadt. Vor dem Hintergrund der Wiesnpartys am Wochenende in München werde die Staatsregierung mit der Stadt über entsprechende Maßnahmen beraten, kündigte er an.    

Seine Sorge angesichts der hohen Infektionszahlen in Städten wie München oder Würzburg gelte nicht in erster Linie den professionell organisierten Veranstaltungen, sondern den privaten Zusammenkünften, sagte der CSU-Chef weiter. "Wenn die Vernunft nichts hilft, dann muss gesteuert werden", sagte er. "Freude und Vernunft sollten besser zusammenkommen." Ein zweiter Lockdown müsse verhindert werden, mahnte Söder.

Hohe Corona-Zahlen in NRW-Städten – Hamm kurz vor kritischer Marke

In mehreren Städten in Nordrhein-Westfalen wollen die Behörden beraten, ob wegen gestiegener Infektionszahlen wieder striktere Corona-Maßnahmen eingeführt werden. Hamm steht mit 46,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen kurz vor der wichtigen Marke von 50. Die Stadt in Westfalen stand NRW-weit an der Spitze der Liste der sogenannten 7-Tage-Inzidenz und überholte mit einem Anstieg von fast vier Punkten zum Vortag Gelsenkirchen.

Auch in anderen Städten liegt der entsprechende Wert weiter über der Zahl 35, ab der bereits erste Maßnahmen ziehen: Gelsenkirchen lag - zum Vortag unverändert - bei 44,1. Remscheid bei 37,8, wobei der Wert laut Robert Koch-Institut (RKI) am Vortag noch bei 36,9 lag. Für Köln betrug der Wert am Montag 33,2 (Vortag: 34,2). Der Oberbergische Kreis stagnierte bei 33,0. Heute wollen die Behörden entscheiden, ob in Hamm, Gelsenkirchen und Remscheid wieder striktere Beschränkungen eingeführt werden. In Köln solle am Dienstag der Krisenstab zusammentreten, teilte ein Sprecher mit.

Spahn: Bei regional steigenden Infektionszahlen keine Fans im Stadion

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die Entscheidung, die Bundesliga-Auftaktpartie in München ohne Zuschauer auszutragen, gelobt und ähnliche kurzfristige Schritte auch künftig nicht ausgeschlossen. "So bitter das für den einzelnen und die Stimmung beim Fußball sein mag: Wenn regional die Infektionszahlen steigen, sollten keine Fans ins Stadion. Die Stadt München hat das genau richtig gemacht", sagte der CDU-Politiker der "Rheinischen Post".

Wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen in München waren zu der Begegnung gegen den FC Schalke 04 (8:0) am Freitagabend entgegen der ursprünglichen Planung doch keine Fans zugelassen. Zunächst sollten 7500 Fans im Stadion erlaubt sein. Die Entscheidung, dass das Risiko zu groß ist, fiel erst am Donnerstag. "Entscheidend sind gute Konzepte, die dann auch konsequent angewandt werden", sagte Spahn.

RKI: 922 Corona-Neuinfektionen in Deutschland registriert

Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hat die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen mit 272.337 angegeben – ein Plus von 922 seit dem Vortag. Die in der US-Stadt Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität (JHU) meldete 273.965 Infizierte. Das RKI, das nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern berücksichtigt und seine Aufstellung einmal täglich aktualisiert, registrierte weiterhin 9386 Todesfälle. Die JHU zählte unverändert 9390 Tote. Die Zahl der Genesenen lag laut RKI bei etwa 242.200.

Spahn strebt flächendeckende Einrichtung von "Fieberambulanzen" an

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) strebt zur Vorbereitung auf einen möglichen weiteren deutlichen Anstieg der Coronavirus-Infektionsraten im Herbst die Einrichtung von zahlreichen sogenannten Fieberambulanzen an. Er setze darauf, dass die Kassenärztlichen Vereinigungen solche zentralen Anlaufstellen für Patienten mit Atemwegssymptomen anbieten, sagte Spahn der Düsseldorfer "Rheinischen Post". Diese Ambulanzen sollten im Herbst "idealerweise flächendeckend zugänglich sein".

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Der Gesundheitsminister kündigte ferner an, dass er bis Mitte Oktober in Abstimmung mit den Bundesländern die Strategie für die Corona-Tests fortentwickelt haben will. Die Neuaufstellung der Teststrategie sei bereits im Gange, auch seien die Testkapazitäten enorm hochgefahren worden. Allein in den vergangenen vier Wochen sei etwa ein Drittel aller Tests in Deutschland seit Beginn der Pandemie gemacht worden.

Argentinien verlängert Corona-Maßnahmen bis Mitte Oktober

Die vor sechs Monaten wegen der Corona-Pandemie in Argentinien verhängten Ausgangsbeschränkungen sind verlängert worden. Sie gelten nun bis zum 11. Oktober, wie aus einem Dekret der Regierung des südamerikanischen Landes vom Sonntag hervorgeht. Im Großraum der Hauptstadt Buenos Aires sowie in anderen besonders betroffenen Gegenden dürfen die Menschen nur für bestimmte Zwecke ihr Zuhause verlassen.

Argentinien hatte am 20. März strenge Ausgangsbeschränkungen verhängt, den Wirtschaftsbetrieb weitgehend heruntergefahren und die Grenzen geschlossen. Dadurch gelang es zunächst, die Verbreitung des Virus zu bremsen - deutlich besser als etwa im Nachbarland Brasilien. Zuletzt ließ die Disziplin der Bevölkerung allerdings nach. Es gab auch Demonstrationen gegen die Anti-Corona-Maßnahmen. Inzwischen ist Argentinien mit mehr als 630.000 bestätigten Infektionen nach Statistiken der Johns-Hopkins-Universität das Land mit den zehntmeisten Coronavirus-Fällen weltweit.

Stimmen für Öffnung von Weihnachtsmärkten mehren sich

Nach dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) haben auch andere Länderchefs trotz der derzeit steigenden Coronavirus-Infektionsraten die Öffnung von Weihnachtsmärkten in Aussicht gestellt. Es werde eine "abgespeckte Version" geben, die wie eine Aneinanderreihung von Wochenmärkten gestaltet sei, sagte Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) der Zeitung "Die Welt". Bei den Menschen gebe es ein "seelisches Bedürfnis nach dieser Normalität".München feiert Wirtshaus Wiesn 12-40

Allerdings sei nicht vorstellbar, dass es in diesem Jahr einen Weihnachtsmarkt wie bisher in Erfurt mit zwei Millionen Gästen gebe, betonte Ramelow. Auch der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) hält ein Abhalten der Weihnachtsmärkte für möglich, doch denkt er wie Söder über Einschränkungen beim Alkoholkonsum nach.

Weihnachtsmärkte in althergebrachter Tradition "mit dichtem Gedränge, engen Hütten und viel Alkohol" könne er sich derzeit nicht vorstellen, sagte Hans der "Welt". Doch mit "sorgfältig ausgearbeiteten, gründlich durchdachten Hygieneplänen und Abstandskonzepten" könnten die Märkte durchaus zugelassen werden. Da sie im Freien stattfinden, sei das Infektionsrisiko gering.

Prinz Charles: Klima-Krise wird Corona-Pandemie in den Schatten stellen

Prinz Charles sieht in der Erderwärmung eine weitaus größere Gefahr als in der gegenwärtigen Corona-Pandemie. Obwohl dies vielfach geleugnet werde, verschlimmere sich die Klima-Krise bereits "seit zu vielen Jahren", sagte der britische Thronfolger am Sonntag in einer Botschaft, die bei der Eröffnung der Klimawoche am Montag in New York vorgespielt werden soll.     

Der Klimawandel entwickele sich derzeit "schnell zu einer umfassenden Katastrophe, welche die Folgen der Coronavirus-Pandemie in den Schatten stellen wird", fügte der 71-Jährige hinzu. "Ohne schnelles und sofortiges Handel in beispiellosem Tempo und Ausmaß werden wir den Zeitraum der Gelegenheit verpassen," eine bessere Zukunft zu gestalten. Prinz Charles setzt sich schon seit vielen Jahren für Umweltbelange ein. Allerdings ernteten andere Mitglieder der britischen Königsfamilie Kritik wegen klimaschädlichen Verhaltens wie etwa Flügen in Privatjets.

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