Prozesse: Sturmgewehrschuss auf Zeitungsboten: Angeklagter schweigt
In Hattingen wird mit einer Kalaschnikow auf einen Zeitungsboten geschossen. Jetzt steht der mutmaßliche Täter vor Gericht.
Nach Schüssen mit einer Kalaschnikow auf einen Zeitungsboten muss sich ein Mann aus Oberhausen seit Mittwoch vor Gericht verantworten. Der Angeklagte soll in der Nacht auf den 11. März dieses Jahres in Hattingen (Ennepe-Ruhr-Kreis) mehrere Schüsse auf das Auto des Zeitungsboten abgegeben haben. Das damals 33 Jahre alte Opfer wurde an der Hand und am Arm getroffen. Zum Prozessauftakt am Essener Landgericht äußerte sich der 32-jährige Deutsche noch nicht zu den Vorwürfen. Die Anklage lautet auf Mordversuch und Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz.
Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Angeklagte mit einem Sturmgewehr auf einer Wiese Schießübungen gemacht hat. Als der Zeitungsbote aufgetaucht sei, habe er befürchtet, entdeckt zu werden. "Der Angeklagte handelte in der Absicht, den Geschädigten tödlich zu verletzen, um seinen vorherigen Waffenverstoß zu verdecken", heißt es in der Anklage.

