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Israel-Gaza-News | Katar: Waffenruhe wird um zwei Tage verlängert

Die Hamas soll Geiseln in Krankenwagen transportiert haben. Saudi-Arabien und Jordanien fordern einen Waffenstillstand. Alle Infos im Newsblog.Hamas-Terroristen haben am 7. Oktober die Grenze zu Israel überquert und Massaker angerichtet. Israel greift seither Ziele im von der Hamas kontrollierten Gazastreifen an. Dieser Liveblog informiert Sie über die aktuellen Entwicklungen:Katar: Waffenruhe wird zwei Tage verlängert17.15 Uhr: Wenige Stunden vor Ablauf der zunächst auf vier Tage angelegten Feuerpause im Gaza-Krieg haben Israel und die islamistische Hamas sich nach Darstellung Katars auf eine Verlängerung geeinigt. Die seit Freitagmorgen geltende Feuerpause werde um zwei Tage verlängert, teilt Madschid al-Ansari mit, er ist der Sprecher des katarischen Außenministeriums.Israel: Hamas transportierte Geiseln in Krankenwagen16.43 Uhr: Terroristen der islamistischen Hamas haben nach israelischen Angaben bei dem Überraschungsangriff am 7. Oktober Geiseln mit einem Rettungswagen von Israel aus in das größte Krankenhaus im Gazastreifen gebracht. Zwei Terroristen seien sowohl auf Überwachungskameras des Kibbuz Alumim zu sehen gewesen, als auch auf Kameras im Schifa-Krankenhaus, teilt der Inlandsgeheimdienst Schin Bet mit. In Verhören hätten sie beschrieben, wie sie zwei thailändische und eine nepalesische Geisel in die Klinik verschleppt hätten.Unklar war zunächst, woher die Terroristen den Krankenwagen hatten. Zudem teilt der Schin Bet nicht mit, wann und wo die beiden festgenommen wurden.Eine der Geiseln sei verletzt auf einer Trage ins Krankenhaus gebracht worden, heißt es in der Mitteilung des Schin Bet. In der Klinik seien Mitglieder der Kassam-Brigaden gewesen, des bewaffneten Arms der Hamas. Ein Bewaffneter habe sich auch im Zimmer einer der Geiseln aufgehalten. Anschließend sei ein Mann mit einem Jeep weggebracht worden. Vorher habe man ihm nach Angaben eines der Terroristen eine Maske übergezogen, damit ihn niemand erkennen könne, teilt der Schin Bet weiter mit. Die Angaben lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.US-Regierung: Nicht alle Geiseln in Gaza in Händen der Hamas14.56 Uhr: Die US-Regierung geht davon aus, dass nicht alle der in den Gazastreifen verschleppten Geiseln von der islamistischen Hamas festgehalten werden. "Wir glauben, dass nicht alle Geiseln in den Händen der Hamas sind", sagt der Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrats, John Kirby, im US-Fernsehen. Es sei davon auszugehen, dass es andere Gruppen gebe, die einige der Geiseln festhalten.Mit Blick auf eine mögliche Verlängerung der Feuerpause, um mehr Geiseln gegen palästinensische Häftlinge aus Israel freizubekommen, sagte Kirby, dass die Hamas-Terroristen dafür auch diese Geiseln finden und holen müssten.Kirby nannte keine Zahl von Geiseln, die möglicherweise in der Hand anderer Gruppen sind. Der Sender CNN berichtete unter Berufung auf nicht namentlich genannte diplomatische Quellen von schätzungsweise 40 Geiseln. Diese könnten demnach in den Händen der Terrororganisation Islamischer Dschihad oder von Einzelpersonen sein. Der Sprecher der israelischen Regierung, Eilon Levi, sagte am Montag, es würden noch 184 Geiseln im Gazastreifen festgehalten. Davon seien 14 Ausländer sowie 80 Israelis mit einem Zweitpass.Saudi-Arabien und Jordanien fordern Waffenstillstand14.46 Uhr: Im Hinblick auf ein nahendes Ende der Feuerpause im Gaza-Krieg fordert der saudi-arabische Außenminister Faisal bin Farhan einen dauerhaften Waffenstillstand. Die aktuelle Waffenpause sei nur von begrenztem Wert, sagt er beim Treffen der Union für den Mittelmeerraum im spanischen Barcelona. "Es sei denn, es folgt eine umfassende und dauerhafte Einstellung der Militäroperationen." Sollten sie fortgesetzt werden, gebe es nur ein sicheres Ergebnis: "Mehr Zerstörung, Radikalisierung, ein weiteres Blutbad auf Kosten palästinensischer Leben sowie der regionalen Sicherheit, einschließlich der Israels."Israel müsste für die "begangenen Gräueltaten" zur Verantwortung gezogen werden: "Wenn nicht durch Sanktionen, dann indem man Druck ausübt, damit Israel seinen Kurs ändert", sagt Bin Farhan.Der jordanische Außenminister Aiman Safadi äußert sich in Barcelona ähnlich: "Wir alle müssen daran arbeiten, dass der derzeitige Waffenstillstand, der heute enden soll, unweigerlich und sofort zu einem dauerhaften Waffenstillstand wird." Israel dürfe keinen weiteren "Bevölkerungstransfer" der Palästinenser erzwingen.Deutschland unterstützt Kibbuz-Wiederaufbau finanziell14.22 Uhr: Deutschland wird den Wiederaufbau der von der Hamas zerstörten Kommunen in Israel finanziell unterstützen. Bei einem Besuch des am 7. Oktober von den Terroristen überfallenen Kibbuz Beeri kündigt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier an, dass der Bundestag auf seine Initiative hin für 2024 einen Betrag von sieben Millionen Euro für diesen Ort bereitstellen werde. Damit solle in Beeri der Wiederaufbau eines Kulturzentrums und eines Begegnungszentrums für Senioren finanziert werden."Es ist viel zu früh, jetzt über Wiederaufbau nachzudenken", sagt Steinmeier. Viele Menschen dächten jedoch schon über eine Rückkehr nach. "Beeri und die vielen anderen Kibuzzim haben es verdient, dass sie nicht nur Teil der israelischen Geschichte sind, sondern vor allen Dingen auch Teil der Zukunft Israels sein werden." Deshalb habe Deutschland den festen Willen, beim Wiederaufbau zu helfen, damit eine Perspektive für die Bewohnerinnen und Bewohner von Beeri entstehe. Auch junge Menschen aus Deutschland, Auszubildende im Handwerk zum Beispiel, sollten sich daran beteiligen.Israel habe den Traum, den Kibbuz und die ganze Gegend wieder aufzubauen, sagt Israels Staatspräsident Izchak Herzog. "Wir kommen zurück. Wir bauen diese Orte wieder auf. Sie werden blühen." Der von deutschen Juden mitgegründete Kibbuz Beeri liegt in unmittelbarer Nähe zum Gazastreifen. Die Hamas-Terroristen zerstörten ihn fast vollständig. Mehr als 130 der etwa 1300 Bewohner wurden getötet, mehr als 50 verschleppt.UN fordert Untersuchung von Kriegsverbrechen in Gaza14.15 Uhr: Zwei unabhängige UN-Experten fordern im Zusammenhang mit dem Gaza-Krieg eine Untersuchung über mögliche Kriegsverbrechen und mögliche Verbrechen gegen die Menschlichkeit. "Unabhängige Ermittler müssen die nötigen Mittel, die Unterstützung und den Zugang erhalten, um rasche, gründliche und unparteiische Untersuchungen von Verbrechen durchzuführen, die von allen Konfliktparteien begangen worden sein sollen", teilen sie in Genf mit.Die Expertin und der Experte nennen selbst keine Beispiele. Menschenrechtler haben in den vergangenen Wochen mehrere Punkte genannt, die Verbrechen darstellen könnten: Die Verschleppung von mehr als 200 Menschen beim Terrorüberfall auf Israel am 7. Oktober in den Gazastreifen und Militante im Gazastreifen, die Zivilisten als menschliche Schilde missbrauchen sowie die israelische Abriegelung des Gazastreifens als kollektive Bestrafung und die Zerstörung ziviler Infrastruktur bei israelischen Bombardierungen mit tausenden Toten.Die Experten erinnern daran, dass Gerichte in jedem Land Ermittlungen und Prozesse gegen Verantwortliche solcher Verbrechen durchführen können. Sie begrüßen die Arbeit des Internationalen Strafgerichtshofs und der UN-Untersuchungskommission zu Israel und den besetzten Gebieten, die Beweise im Gazastreifen, in Israel und dem besetzten Westjordanland sammelten.Israel und Hamas wohl unzufrieden mit Listen der Freizulassenden13.52 Uhr: Israel und die islamistische Hamas im Gazastreifen sind laut Medienberichten unzufrieden mit den Namenslisten für einen am Montag geplanten Austausch von israelischen Geiseln und palästinensischen Häftlingen. Ein israelischer Regierungssprecher will sich zu den Medienberichten nicht äußern. Ein Vertreter der Hamas im libanesischen Beirut teilt mit, dass Anmerkungen an die katarischen und ägyptischen Vermittler weitergeleitet worden seien.Es wäre die vierte Gruppe an Geiseln, die seit Beginn der Feuerpause am Freitag im Gegenzug für die Freilassung palästinensischer Gefangener aus israelischen Gefängnissen freikommen würde. Bisher kamen 58 Geiseln frei, unter ihnen acht deutsche Doppelstaatsbürger. Im Gegenzug für die freigelassenen Geiseln wurden 177 Palästinenser aus der Haft entlassen.Der Sprecher der israelischen Regierung, Eilon Levi, sagt, es würden noch 184 Geiseln im Gazastreifen festgehalten. Davon seien 14 Ausländer sowie 80 Israelis mit einem Zweitpass.Geisel kam zwischenzeitlich frei – und wurde erneut gefangen genommen13.49 Uhr: Ron Krivoi wurde beim Re'im-Musikfestival-Massaker in Israel entführt. Er soll vor seiner Freilassung geflohen und wieder verhaftet worden sein. Mehr dazu lesen Sie hier.Israel mit Starlink-Einsatz im Gazastreifen einverstanden11.50 Uhr: Israel kündigt eine Grundsatzeinigung mit dem Unternehmer Elon Musk über den Einsatz seines Satelliten-Internetdienstes Starlink im Gazastreifen an. Voraussetzung sei allerdings eine offizielle Bewilligung. Das teilt Kommunikationsminister Schlomo Karhi mit. Vergangenen Monat hatte Karhi noch den Vorschlag des Tesla-Chefs abgelehnt, internationale Hilfsorganisationen in dem von der Hamas kontrollierten Palästinensergebiet mit Starlink zu unterstützen.Musk hatte Ende Oktober angekündigt, er wolle mithilfe des Satelliten-Kommunikationssystems seiner Firma SpaceX dabei helfen, die unterbrochene Kommunikation zu international anerkannten Hilfsorganisationen im Gazastreifen wiederherzustellen. Israel hatte daraufhin erklärt, dies mit allen Mitteln verhindern zu wollen. Grund sei, dass die islamistische Hamas das System für Terrorzwecke missbrauchen würde.Jordanien pocht auf Zweistaatenlösung10.07 Uhr: Jordanien pocht auf eine umfassende Friedenslösung im Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern. Es könne nicht nur für den Gazastreifen ein Nachkriegs-Konzept gesucht werden, sagt Außenminister Ayman Safadi in Barcelona.Die Arbeit an einer Zweistaatenlösung mit einem palästinensischen Staat neben Israel müsse jetzt beginnen. Er warnt Israel vor einer Vertreibung der Bevölkerung im Gazastreifen.Insider: Probleme mit Liste der freizulassenden Geiseln8.30 Uhr: Israel und die radikalislamische Hamas äußern einem Insider zufolge Bedenken über die Liste der Geiseln und Häftlinge, die an diesem Montag im Austausch freigelassen werden sollen. Die katarischen Vermittler arbeiteten daran, die Bedenken auszuräumen, sagt eine in den Vorgang eingeweihte Person. Bei den vorherigen Freilassungen hatten Israel und die Hamas die Liste der Geiseln und palästinensischen Häftlinge mindestens zwölf Stunden vor deren Freilassung ausgetauscht.Elf Geiseln könnten an diesem Montag freikommen7.31 Uhr: Israel hat eine Liste mit den Namen weiterer Geiseln erhalten, die demnach an diesem Montag freikommen sollen. Das teilte das Büro des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu am frühen Morgen mit. Die über Nacht eingegangene Liste werde überprüft. Wie viele Geiseln am vorerst letzten Tag der vereinbarten viertägigen Feuerpause im Gazastreifen freikommen könnten, wurde nicht mitgeteilt.Unbestätigten Medienberichten zufolge soll es sich um elf Personen handeln. Auch die islamistische Hamas in Gaza bestätigt, dass sie Vertretern Katars und Ägyptens eine Liste der am Montag freizulassenden Geiseln übergeben habe. Beide Staaten vermitteln in dem Konflikt zwischen Israel und der Hamas.Es wäre die vierte Gruppe an Geiseln, die seit Beginn der Feuerpause am Freitag im Gegenzug für die Freilassung palästinensischer Gefangener aus israelischen Gefängnissen freikommen würde. Bisher kamen 58 Geiseln frei, unter ihnen acht deutsche Doppelstaatsbürger. Im Gegenzug für die freigelassenen Geiseln wurden 177 Palästinenser aus der Haft entlassen.Katars Regierungschef: Vernichtung der Hamas kaum möglich5.50 Uhr: Das im Gaza-Krieg vermittelnde Golfemirat Katar hält die von Israel als Kriegsziel genannte Vernichtung der Terrororganisation Hamas für kaum realisierbar. "Man wird die Hamas nicht so einfach vernichten können. Ob wir mit ihr übereinstimmen oder nicht, sie ist Teil der Gesellschaft in Gaza und auch im Westjordanland", sagte der katarische Ministerpräsident und Außenminister, Mohammed bin Abdulrahman Al Thani, der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Katar habe die Beziehung zur Hamas aufgebaut, "um Ruhe und Stabilität in der Region zu bewahren". Wenn sein Land sehe, dass ein Krieg ausbricht, dann würden diese Kommunikationskanäle – wie bereits in der Vergangenheit – genutzt.Auf die Frage, ob Katar Sympathien für die Hamas hege, antwortete Al Thani: "Wir sympathisieren mit der palästinensischen Bevölkerung und der palästinensischen Sache. Wir haben Sympathie für die Menschen, die seit Jahrzehnten leiden. Und wir werden alles tun, was dem palästinensischen Volk hilft. Unsere Unterstützung gilt nicht politischen Parteien oder politischen Ideologien."Eine Verlängerung der am Dienstag auslaufenden Feuerpause hält Al Thani für möglich. Mit der Einigung zwischen Israel und der Hamas über die Freilassung von Geiseln aus dem Gazastreifen und der Kampfpause sei es "zumindest gelungen, eine positive Dynamik zu erzeugen". Er hoffe, jetzt darauf aufbauen zu können. "Jetzt, wo Geiseln freigelassen werden und es Pausen bei den Kämpfen gibt, gelingt es uns vielleicht, eine Lösung zu finden."Nach Antisemitismus-Vorwürfen: Elon Musk reist nach Israel3 Uhr: Der US-Technologieunternehmer Elon Musk wird bei einem Besuch in Israel am Montag Präsident Izchak Herzog und Angehörige der in den Gazastreifen verschleppten Geiseln treffen. Wie Herzogs Büro am Sonntagabend mitteilte, will der israelische Präsident bei dem Gespräch mit Musk die Notwendigkeit unterstreichen, den "zunehmenden Antisemitismus im Internet zu bekämpfen".An dem Treffen sollen auch Angehörige der von der radikalislamischen Hamas verschleppten Geiseln teilnehmen, "die über die Schrecken des Terrorangriffs der Hamas am 7. Oktober und den anhaltenden Schmerz und die Ungewissheit für die Gefangenen sprechen werden", wie Herzogs Büro mitteilte.Musks Onlinedienst X (vormals Twitter) steht seit dem brutalen Angriff der Hamas auf Israel und dem Beginn des Gaza-Kriegs verstärkt in der Kritik, zu wenig gegen Antisemitismus und andere problematische Inhalte auf der Plattform zu tun. Im Zusammenhang mit dem Gaza-Krieg war es auf X zu einer Zunahme von Falschinformationen und Hassbotschaften gekommen. In der Kritik steht aber auch Musk persönlich: Vor zehn Tagen hatte das Weiße Haus dem Chef des Elektroautobauers Tesla und des Raumfahrtunternehmens SpaceX wegen einer umstrittenen Botschaft auf X die Verbreitung von Antisemitismus vorgeworfen und den Multimilliardär scharf kritisiert.Thailands Ministerpräsident: Entlassene Geiseln sind gesund2.20 Uhr: Die drei kürzlich freigelassenen thailändischen Geiseln sind nach Angaben von Thailands Regierung bei guter Gesundheit. Dies teilt der thailändische Ministerpräsident Srettha Thavisin auf der Social-Media-Plattform X mit. Er sei glücklich, dass die drei Personen gesund seien und keine dringende medizinische Behandlung bräuchten, schreibt Thavisin.Thailands Außenministerium zufolge sollen die insgesamt 17 freigelassenen Geiseln so bald wie möglich nach Thailand zurückgebracht werden. "Für die verbleibenden 15 thailändischen Geiseln unternimmt die königliche thailändische Regierung weiterhin alle Anstrengungen, um ihre sichere Freilassung zum frühestmöglichen Zeitpunkt zu erreichen", heißt es in der Erklärung des Ministeriums weiter.Ältere Nachrichten zum Krieg im Nahen Osten lesen Sie hier.

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