Bundesoffene Sichtung der U15
Backnang, 14. und 15. März 2026
Backnang war an diesem Wochenende der Mittelpunkt des deutschen Judo-Nachwuchses. Mehr als 360 der besten Judokas der U15 aus ganz Deutschland reisten zu einem der wichtigsten Turniere des Jahres an – der bundesoffene Pokal gilt als erste große Standortbestimmung der Saison, und genau deshalb steht er seit unseren Erfolgen im Vorjahr fest auf dem Wettkampfplan des Judoclubs Samurai München.
Samstag: Pech und Pech
Am ersten Tag gingen Etienne (bis 34 kg) und Stanislav (bis 50 kg) für Samurai München auf die Matte – und beide erlebten einen Tag, an dem das Glück auf keiner ihrer Seiten stand.
Etienne traf es schon bei der Auslosung hart: Sein erster Gegner war Alexander Rodionov vom TSV Großhadern – ein alter Bekannter von unzähligen Turnieren, ein Duell mit gegenseitigem Respekt und gegenseitigem Wissen um jede Schwäche. Was Technik, Taktik und Kampfwille angeht, nehmen sich die beiden nichts. Einzig das Gewicht ist noch ein Thema: Mit knapp 30 Kilo ist Etienne selbst in der 34-Kg-Klasse der Leichteste im Feld. Dass er diesmal nur mit einem Yuko verlor, ist ein klares Zeichen, dass die harte Arbeit der vergangenen Wochen Früchte trägt. Am Ende stand Platz 7 – ein Ergebnis, das schmerzt, aber Mut macht.
Stanislav zeigte sich in Topform – bis das Turnier für ihn brutal abrupt endete. Seinen ersten Kampf gewann er souverän. Doch dabei verletzte er sich am Fuß und musste das Turnier vorzeitig abbrechen. Bitterer hätte der Tag kaum enden können.
Sonntag: Hannah kämpft sich ans Limit
Am zweiten Tag war es Hannah, die Samurai München auf der Matte vertrat – und sie lieferte ab. Mit konsequentem Griffkampf machte sie deutlich, dass körperliche Überlegenheit allein kein Argument ist. Gegnerinnen, die ihr in Statur und Gewicht überlagen, bekam sie in den Griff – im wahrsten Sinne.
Doch an Eleyna Hesse von Jahn Nürnberg 2012 biss sie sich die Zähne aus. Knapp verpasste Hannah das Podest. Der dritte Platz war zum Greifen nah – und blieb es. Mit dem fünften Platz aber waren alle zufrieden.
Fazit
Ein Wochenende voller Lehren, voller Willen und mit einem Funken Pech zu viel. Die Motivation für die nächste Bewährungsprobe ist jedenfalls da.