Matthias Schwab stemmt als einziger des heimischen Trios bei der Italian Challenge Open den Cut und startet im Golf Nazionale aus dem Mittelfeld ins Wochenende.
Nachdem Matthias Schwab nunmehr seit Jahren der Form regelrecht hinterherläuft, könnte sich Italien womöglich als die Destination des Turnarounds des Rohrmoosers herausstellen. Zuletzt sogar bei der Pro Golf Tour in Haugschlag am Cut gescheitert, lief es für den Schladming-Pro am Donnerstag in Viterbo wie geschmiert. Am Ende leuchtete sogar eine knallrote 66 (-6) auf, die ihn als einer der ersten Verfolger von Spitzenreiter Jhared Hack (USA) in den Freitag starten lässt. Lukas Nemecz ist nach einer 71 (-1) noch an der Cutmarke dran, Christoph Bleier muss sich nach der 73 (+1) deutlich steigern.
Den Schwung der starken Auftaktrunde kann Matthias Schwab sichtlich nicht so richtig in den Freitag mitnehmen, denn bereits auf der 2 und der 4 leuchten die ersten Bogeys auf, womit er bei generell sehr guten Scores, rasch deutlich abrutscht. In Folge fängt sich der Rohrmooser dann aber, krallt sich am Par 5 der 7 auch das erste Birdie und gleicht sein Tagesergebnis dank eines weiteren Erfolgserlebnisses am Par 3 der 9 noch vor dem Turn wieder aus. Mitnehmen kann er den Schwung auf die hinteren Neun jedoch nicht, denn mit Fehlern auf der 13 und der 15 rutscht er sogar wieder bedrohlich bis an die erwartete Cutmarke ab. Am Schlussloch beendet er dann aber mit einem sehenswerten Eagle alle Diskussionen und cuttet schließlich mit der 72 (Par) und als 27. souverän ins Wochenende.
Nemecz mit kostspieligem Bogey am Schlussloch
Mit einem Bogey am anfänglichen Par 5 beginnt die zweite Umrundung für Lukas Nemecz alles andere als nach Maß. Zwar kann der Steirer sein Score postwendend wieder ausgleichen, in Folge entwickelt sich aber ein regelrechtes Geduldsspiel. Erst die 8 hält dann wieder etwas Zählbares bereits, womit er zumindest einigermaßen an der gezogenen Linie dran bleibt. Zu Beginn der hinteren Neun drückt der Routinier dann aber so richtig aufs Tempo, schnürt zunächst auf der 10 und der 11 einen roten Doppelpack und quetscht danach auch aus dem Par 5 der 14 einen Schlag. Bei einem Zwischenstand von -4 nach 14 liegt er so auch komfortabel auf Kurs, allerdings geht der Schwung im Finish dann völlig verloren. Sowohl auf der 16 als auch am Par 5 der 18 leuchten noch Bogeys auf, was mit der 70 (-2) am Ende nicht reicht um auch am Wochenende noch mitmischen zu können.
Christoph Bleier legt einen kunterbunten Start hin, denn mit zwei anfänglichen Birdies spielt er sich zwar rasch nach vor, radiert sich mit darauffolgendem Doppelbogey jedoch beide roten Einträge sofort wieder aus. Erneut drückt er die Runde dann unter Par, findet sich aber nach dem nächsten Fehler erneut am Ausgangspunkt wieder. Fast schon trotzig stopft er dann sofort wieder zum Birdie und steht nach weiterem Erfolgserlebnis schließlich sogar bei 2 unter Par in der 1. Teebox. Lange Zeit verlaufen die Frontnine dann völlig konträr mit Pars, bis er im Finish das Risiko erhöhen muss und sich so gleich noch drei Bogeys einfängt. Am Ende unterschreibt er lediglich die 73 (+1) und scheitert damit doch recht deutlich am Cut.
Jhared Hack (USA) diktiert bei gesamt 16 unter Par und mit bereits vier Schlägen Vorsprung auf Chris Wood (ENG) überlegen das Tempo.
Leaderboard Italian Challenge Open