Nach Brand im Bergwald: Saurüsselkopf bleibt wegen verborgener Glutnester gesperrt
Der April war so trocken, dass am Saurüsselkopf in den Chiemgauer Alpen ein Waldbrand ausbrach. Der ist zwar mittlerweile gelöscht - aber im Verborgenen glimmt und glüht es weiter.
Der Saurüsselkopf in den Chiemgauer Bergen bleibt nach wochenlangem Waldbrand wegen verborgener Glutnester weiter gesperrt. Die Hubschrauber der Polizei entdeckten in den vergangenen Tagen mit Hilfe von Wärmekameras verborgene Glutnester, wie die Gemeinde Ruhpolding mitteilte. Die Anzahl der täglich entdeckten Glutnester geht zwar demnach mittlerweile leicht zurück. Nach Einschätzung der Gemeinde ist die Brandgefahr aber nicht gebannt.
Die neu entdeckten Glutnester befinden sich demnach im Verborgenen im Inneren dicker Bäume oder Wurzelstöcke, teils auch unter der Erde. Deswegen können Wärmebildkameras die betreffenden Stellen laut Gemeinde auch nicht sofort erkennen, wenn die Hitze noch nicht bis an die Oberfläche gedrungen ist. Auch der Regen der vergangenen Tage habe nicht alle Glutnester gelöscht.
Betretungsverbot wird überwacht
Die Polizei kontrolliert weiter das Betretungsverbot an dem 1.270 Meter hohen Berg. Die Gemeinde warnte nicht nur vor der Brandgefahr, sondern auch vor dem Risiko abbrechender Äste und umstürzender Bäume.
Das Feuer in dem schwer zugänglichen Gebiet war Anfang Mai entdeckt worden. Wenig später wurde der Katastrophenfall ausgerufen, der seit vergangenem Dienstag beendet ist. Nach Angaben von Forstministerin Michaela Kaniber (CSU) handelte es sich um einen der größten Waldbrände der vergangenen Jahrzehnte in Bayern.