Der Iran will ein Kopfgeld auf Trump aussetzen. Bundeskanzler Friedrich Merz hat sich zum Krieg geäußert. Alle Entwicklungen im Newsblog. Dienstag, 19. Mai Iran will wohl Kopfgeld auf Trump aussetzen Nach Angaben des Vorsitzenden des Sicherheitsausschusses im iranischen Parlament, Ebrahim Azizi, beraten Abgeordnete derzeit über einen Gesetzentwurf, der eine Belohnung von 50 Millionen Euro für die Tötung von US-Präsident Donald Trump vorsieht. Die Maßnahme wird als Vergeltung für die Tötung des iranischen Generals Qassem Soleimani im Jahr 2020 dargestellt. Azizi erklärte im Staatsfernsehen, Trump sowie weitere US- und israelische Vertreter müssten "zur Rechenschaft gezogen" werden. Bereits im März war laut oppositionellen Medienberichten eine SMS-Kampagne im Iran verbreitet worden, die zur Unterstützung einer internationalen Aktion gegen Trump aufrief. Nutzer sollten sich demnach über eine Website registrieren. Nach Angaben des in Teheran ansässigen Portals "Didban Iran" sollen sich rund 290.000 Menschen beteiligt und insgesamt etwa 25 Millionen Dollar zugesagt haben. Eine unabhängige Überprüfung der Zahlen liegt bislang nicht vor. Die US-Justiz hatte bereits im November 2024 Anklage wegen eines mutmaßlich von den iranischen Revolutionsgarden unterstützten Attentatsplans auf Trump erhoben. Trump gilt seit der Tötung Soleimanis während seiner ersten Amtszeit als Ziel iranischer Vergeltungsdrohungen. Ermittlungen gegen Israels Finanzminister Der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag hat nach Angaben des israelischen Finanzministers Bezalel Smotrich Haftbefehl gegen ihn beantragt. Der rechtsextreme Politiker sagte am Dienstag auf einer Pressekonferenz, er sei am Montagabend darüber informiert worden. Wer ihm dies mitgeteilt habe und welche Gründe das Gericht anführe, ließ er offen. Der IStGH und die zuständige Anklagebehörde äußerten sich zunächst nicht dazu. Das Verfahren für solche Anträge ist vertraulich: Die Anklagebehörde kann sich an die Richter wenden, die dem Antrag zustimmen müssen, sofern ein hinreichender Verdacht auf Verbrechen vorliegt, die in die Zuständigkeit des Gerichts fallen. Großbritannien und vier weitere Staaten hatten im vergangenen Jahr Sanktionen gegen Smotrich und den ebenfalls rechtsextremen israelischen Minister Itamar Ben-Gvir verhängt. Sie warfen ihnen vor, wiederholt zur Gewalt gegen Palästinenser im Westjordanland angestiftet zu haben. Merz: Iran darf nicht länger auf Zeit spielen Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die Führung in Teheran aufgefordert, sich in den Verhandlungen mit den USA über ein Ende des Iran-Krieges zu bewegen. Der Iran müsse "aufhören, auf Zeit zu spielen", sagte Merz am Dienstag bei einer Pressekonferenz mit dem Schweizer Bundespräsidenten Guy Parmelin in Berlin . "Er darf nicht länger die Region und die ganze Welt zur Geisel nehmen. Und vor allem das militärische Nuklearprogramm muss beendet werden." Angesichts der vom Iran blockierten wichtigen Schifffahrtsstraße von Hormus verwies Merz auf die Abhängigkeit Deutschlands und der Schweiz von Exporten. Beide Länder lebten daher "von offenen Handelswegen und niedrigen Zöllen auf der Welt". Die iranische Blockade der Straße von Hormus sei deswegen für beide Länder "ein großer Schaden", sagte Merz. Die Durchfahrt der Seewege müsse "so schnell wie möglich" wiederhergestellt werden. Wenn die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt seien, werde Deutschland auch bereitstehen, "sich mit militärischen Fähigkeiten dafür zu engagieren". Dafür müsse aber der Iran "an den Verhandlungstisch kommen". Iran kritisiert USA: Ernsthaftes Hindernis für die Diplomatie Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat das Verhalten der USA als "widersprüchlich und übertrieben" bezeichnet. Es sei ein ernsthaftes Hindernis für die Diplomatie, zitiert "Al Jazeera" die iranische Nachrichtenagentur ISNA. In einem Treffen mit dem pakistanischen Innenminister Mohsin Naqvi nannte Araghtschi frühere Wortbrüche demnach als Grund für Irans tiefes Misstrauen gegenüber den Führungspersonen der USA. Teherans Eintritt in diplomatische Gespräche zur Beendigung des Konflikts beruhe ausschließlich auf einer "verantwortungsvollen Haltung". Montag, 18. Mai Trump: Habe für morgen geplanten Angriff auf Iran abgesagt Donald Trump behauptet, einen für morgen geplanten Militärangriff auf den Iran vorerst abgesagt zu haben. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb der US-Präsident, der Emir von Katar sowie die Staatschefs Saudi-Arabiens und der Vereinigten Arabischen Emirate hätten ihn gebeten, den Angriff auszusetzen. Der Grund seien ernsthafte Verhandlungen über ein Abkommen, das den Iran am Besitz von Atomwaffen hindern solle. Trumps Darstellung ließ sich zunächst nicht unabhängig belegen. Der Präsident hatte in den vergangenen Wochen wiederholt erklärt, es gebe Gespräche und Fortschritte im Konflikt mit Teheran. Iranische Vertreter wiesen solche Aussagen mehrfach zurück und bestritten, dass es entsprechende Verhandlungen mit den USA gab. Zugleich drohte Trump erneut mit militärischer Gewalt. Das US-Militär solle bereitstehen, Iran bei einem Scheitern der Gespräche "binnen kürzester Zeit" großflächig anzugreifen. Damit bleibt unklar, ob Trumps Ankündigung tatsächliche Diplomatie beschreibt – oder vor allem Teil seiner öffentlichen Drohkulisse ist. Iranische Revolutionsgarden wollen Internet-Gebühren erheben Die iranischen Revolutionsgarden haben damit gedroht, künftig auch Gebühren für die durch die Straße von Hormus verlaufenden Internet-Unterwasserkabel zu erheben. Durch die Meerenge verlaufen mindestens sieben große internationale Glasfaserkabel. Jede Unterbrechung des Datenflusses würde die Weltwirtschaft bis zu "hunderte Millionen Dollar pro Tag" kosten, warnten sie am Montag im Onlinedienst Telegram. Der Iran habe "absolute Souveränität über den Meeresboden" der Straße von Hormus und könnte "unter Berufung auf seine absolute Souveränität über den Meeresboden und den Grund seines Territorialgewässers erklären, dass alle durch die Wasserstraße verlaufenden Glasfaserkabel genehmigungspflichtig sind und Gebühren unterliegen", so die Revolutionsgarden weiter. Sie haben die Straße von Hormus bereits für den Schifffahrtsverkehr de facto gesperrt. Vor dem Iran-Krieg konnten Schiffe die Meerenge kostenfrei passieren. Dies soll nach Angaben Teherans nicht so bleiben. Im April gab Iran an, erste Mautgebühren für das Befahren der Straße von Hormus erhalten zu haben. Berichten zufolge kommen seitdem vereinzelt Schiffe durch die für die Weltwirtschaft wichtige Meerenge, wenn diese vorher eine Maut an Teheran zahlen. Iran gibt Einrichtung von Behörde zur Kontrolle der Straße von Hormus bekannt Der Iran hat offiziell bestätigt, dass er eine eigene Behörde zur Kontrolle der Schifffahrt in der Straße von Hormus gegründet hat. Die "Behörde für die Straße des Persischen Golfs" (PGSA) verfüge über einen offiziellen Account, über den sie "Echtzeit-Updates zu den Operationen" in der Meerenge bereitstellen werde, erklärten der Nationale Sicherheitsrat und die Marine der iranischen Revolutionsgarden am Montag. Details wurden nicht genannt. Das Fachblatt "Lloyd's List" hatte Anfang Mai berichtet, die Behörde werde dafür zuständig sein, Durchfahrtsgenehmigungen zu erteilen und Mautgebühren zu erheben. Schiffe, welche die Straße von Hormus befahren wollen, müssten "detaillierte Aufzeichnungen über Eigentümer, Versicherung, Besatzung und die geplante Transitroute" machen. Zuvor hatte bereits der iranische Fernsehsender Press TV über die geplante Behörde berichtet. Merz verurteilt iranische Angriffe auf Emirate Bundeskanzler Friedrich Merz verurteilt die jüngsten iranischen Luftangriffe auf die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) und andere Länder der Region scharf. "Angriffe auf Nuklearanlagen sind eine Bedrohung für die Sicherheit der Menschen in der gesamten Region", schreibt Merz auf X. "Es darf zu keiner weiteren Gewalteskalation kommen." Nach einem Drohnenangriff war in den Emiraten Behördenangaben zufolge am Wochenende ein Feuer im Bereich eines Atomkraftwerks ausgebrochen. Merz mahnt zudem beim Iran Schritte zur Beendigung des Krieges und zur Entspannung der Lage in der Golfregion an. "Iran muss in ernsthafte Verhandlungen mit den USA einsteigen, aufhören, seine Nachbarn zu bedrohen und die Straße von Hormus ohne Einschränkungen öffnen", schreibt er. Iran: Weitere Verhandlungsvorschläge mit USA ausgetauscht Inmitten festgefahrener Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA hat Teheran nach eigenen Angaben wieder neue Vorschläge nach Washington geschickt. Außenamtssprecher Ismail Baghai sagte vor Reportern, der Iran habe am Sonntag über den Vermittler Pakistan seine Standpunkte übermittelt. Über die Inhalte ist noch nichts bekannt. Zuvor hätten die USA Antworten auf den vorangegangenen iranischen Vorschlag übermittelt, sagte Baghai weiter. US-Präsident Donald Trump hatte diesen öffentlich als "dämlich" abgetan. Israel geht erneut gegen Gaza-Hilfsflotte vor Die israelische Marine ist erneut gegen die internationale Gaza-Hilfsflotte vorgegangen. Auf einer Live-Videoübertragung der "Global Sumud Flotilla" war zu sehen, wie Soldaten der israelischen Marine ein Boot mit Aktivisten enterten. Laut ihrem eigenen Tracker war die Flotte westlich von Zypern unterwegs. Die Veranstalter sprachen von einer "Attacke" Israels auf ihre Boote, die sich etwa 250 Seemeilen von Gaza entfernt ereignet habe. Das israelische Nachrichtenportal "ynet" berichtete, die Marine habe die Kontrolle über Boote der Hilfsflotte übernommen. Die Aktivisten an Bord sollten festgenommen und auf ein Schiff der Marine gebracht werden, auf dem sich ein "schwimmendes Gefängnis" befinde. Von dort sollten sie in die israelische Hafenstadt Aschdod gebracht werden. In der Vergangenheit waren internationale Aktivisten stets nach einer Weile wieder in ihre Heimatländer abgeschoben worden. Insider: Pakistan übermittelt USA neuen iranischen Vorschlag Pakistan hat den USA einem Insider zufolge einen überarbeiteten Vorschlag des Iran zur Beendigung des Krieges übermittelt. Dies teilt eine mit dem Vorgang vertraute Person aus pakistanischen Vermittlerkreisen der Nachrichtenagentur Reuters vor dem Hintergrund der stockenden Friedensgespräche mit. "Wir haben nicht viel Zeit", sagt der Insider auf die Frage zu den Möglichkeiten, die bestehenden Differenzen zu überwinden. Beide Seiten würden ihre Bedingungen zudem immer wieder ändern. Saudi-Arabien fängt erneut Drohnen ab Saudi-Arabien hat erneut Drohnenangriffe gemeldet. Drei unbemannte Flugobjekte seien am Sonntagmorgen abgefangen und zerstört worden, nachdem sie aus dem irakischen Luftraum eingedrungen seien, hieß es in einer Mitteilung des Verteidigungsministeriums auf der Plattform X. Man behalte sich das Recht vor, zu einem geeigneten Zeitpunkt und an einem geeigneten Ort zu reagieren, hieß es weiter. Am Sonntag hatten bereits die Vereinigten Arabischen Emirate drei Angriffe von aus dem Westen einfliegenden Drohnen gemeldet. Zwei wurden nach Angaben des Verteidigungsministeriums abgefangen, eine traf einen Stromgenerator außerhalb des inneren Sicherheitsbereichs des Atomkraftwerks Baraka. Woher die Drohnen stammten, werde noch untersucht, hieß es. Trump: "Für den Iran tickt die Uhr" US-Präsident Donald Trump droht mit einer Wiederaufnahme des Krieges gegen den Iran. "Für den Iran tickt die Uhr, und sie sollten sich besser SCHNELL bewegen, sonst wird von ihnen nichts mehr übrig bleiben", schrieb er auf der Plattform Truth Social. "DIE ZEIT DRÄNGT!" Der US-Verbündete Israel stellt sich bereits auf einen möglichen Neubeginn der gemeinsamen Angriffe im Iran ein. Ein iranischer Militärsprecher warnte laut Nachrichtenagentur Tasnim, jede neue "Torheit" der USA werde "noch vernichtendere und schwerere Schläge" zur Folge haben. Das US-Nachrichtenportal "Axios" zitierte Trump nach einem Telefoninterview mit der Aussage, dass der Iran "viel härter" als zuvor getroffen werde, sollte die Führung des Landes in den Bemühungen um ein Kriegsende keinen besseren Vorschlag vorlegen. "Wir wollen ein Abkommen schließen. Sie sind noch nicht da, wo wir sie haben wollen. Sie müssen dorthin gelangen, sonst werden sie hart getroffen, und das wollen sie nicht", betonte der US-Präsident demnach. Der von Tasnim zitierte iranische Militärsprecher drohte seinerseits, Washington werde mit "neuen offensiven und überraschenden Szenarien" konfrontiert, sollte es seine Drohungen in die Tat umsetzen. "Axios" zitierte US-Beamte, wonach erwartet wird, dass Trump am Dienstag mit seinem nationalen Sicherheitsteam im "Situation Room", dem streng gesicherten Lagezentrum der US-Regierungszentrale zusammenkommen wird. Dort sollten Optionen für militärische Maßnahmen erörtert werden. Optionen lägen wieder auf dem Tisch. Vor G7-Treffen: Klingbeil warnt vor Folgen des Iran-Kriegs Vor dem Treffen der G7-Gruppe der führenden westlichen Industriestaaten hat Bundesfinanzminister Lars Klingbeil vor den wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs und einer Sperrung der Straße von Hormus gewarnt. Der SPD-Politiker sprach von einer "ernsthaften Bedrohung für die Weltwirtschaft". Der Krieg schade der wirtschaftlichen Entwicklung massiv, teilte er vor seiner Abreise nach Paris mit. Klingbeil sagte, deshalb müsse alles getan werden, um den Krieg "dauerhaft zu beenden", die Region zu stabilisieren und freie Seewege zu gewährleisten. "Dabei bleibt unser Weg als Europäer klar: Wir setzen auf Kooperation statt Konfrontation", so der Bundesfinanzminister. Kommandeur des Islamischen Dschihad bei Angriff getötet Bei israelischen Angriffen im Libanon sind am Sonntag nach libanesischen Angaben sieben Menschen getötet worden, darunter ein Kommandeur der Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad. Nach einer zunächst vom Gesundheitsministerium veröffentlichten vorläufigen Bilanz wurden bei Angriffen im Süden des Landes fünf Menschen getötet. Später meldete die staatliche Nachrichtenagentur NNA zwei weitere Tote bei einem israelischen Angriff im Osten des Libanon. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden in der Ortschaft Tayr Felsay drei Menschen getötet, darunter ein Kind. Zwei Tote, unter ihnen ein weiteres Kind, gab es demnach in Tayr Debba. Bei den Angriffen wurden nach Angaben des Ministeriums elf Menschen verletzt; vier weitere Menschen wurden bei Angriffen auf zwei andere Orte im Süden verletzt. Die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA berichtete später, ein israelischer Raketenangriff habe eine Wohnung am Rand der ostlibanesischen Stadt Baalbek getroffen. Dabei wurden demnach ein Kommandeur des Islamischen Dschihad, Wael Abdel Halim, und seine 17-jährige Tochter getötet. Rettungskräfte suchten in den Trümmern nach Überlebenden, hieß es weiter. Netanjahu: Israel "sehr nah" an Tötung aller Verantwortlichen für 7. Oktober Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu sieht das Ziel, alle Verantwortlichen für den Hamas-Angriff vom 7. Oktober 2023 zu töten, nach eigenen Angaben nahezu erreicht. "Ich habe versprochen, dass jeder einzelne Architekt des Massakers und der Geiselnahme bis zum Letzten ausgeschaltet wird, und wir sind sehr nah daran, diese Mission abzuschließen", sagte Netanjahu am Sonntag bei der wöchentlichen Kabinettssitzung. Am Freitag hatte die israelische Armee mitgeteilt, der Kommandeur des bewaffneten Arms der Hamas, Essedin al-Haddad, sei bei einem Luftangriff im Gazastreifen getötet worden. Netanjahu bezeichnete Haddad nun als "verabscheuungswürdigen Terroristen". Nach dem Angriff der Hamas auf Israel im Oktober 2023 hatten die israelische Armee und die Geheimdienste eine Militärkampagne gegen führende politische und militärische Vertreter der Hamas im Gazastreifen und in der Region begonnen. Das israelische Militär tötete unter anderem Jahja Sinwar, der als einer der wichtigsten Drahtzieher des Angriffs vom 7. Oktober galt. Auch der langjährige Kommandeur des bewaffneten Hamas-Arms, Mohammed Deif, wurde im Krieg getötet, der frühere politische Hamas-Chef Ismail Hanija während eines Aufenthalts im Iran. Sonntag, 17. Mai Trump ruft Sitzung zu Iran ein – Berater uneins US-Präsident Donald Trump will am Dienstag eine Lagebesprechung zum Iran einberufen. Er wolle mit seinen wichtigsten nationalen Sicherheitsberatern die Optionen für militärische Maßnahmen gegen den Iran erörtern, berichtete das Nachrichtenportal Axios unter Berufung auf Insider. Zuvor hatte der US-Fernsehsender CNN über zwei gegensätzliche Lager im Umfeld des US-Präsidenten berichtet. Demnach prüft Verteidigungsminister Pete Hegseth verschiedene Optionen, darunter eine militärische Eskalation mit der Erstürmung der iranischen Öl-Insel Kharg in der Straße von Hormus. Andere Experten der US-Regierung sollen auf eine diplomatische Lösung im Konflikt mit dem Iran setzen. Trump selbst sprach Sonntag erneut eine scharfe Drohung gegen den Iran aus und mahnte zu einem Ausgleich. "Für den Iran tickt die Uhr, und sie sollten sich besser schnell bewegen, sonst wird von ihnen nichts mehr übrig bleiben", schrieb Trump auf Truth Social. Der Iran wies einen amerikanischen Fünf-Punkte-Plan zurück, der ihm allein den Betrieb einer Atomanlage erlaubt hätte. Drohnenangriff auf Atomkraftwerk in den Emiraten Bei einem Drohnenangriff in den Vereinigten Arabischen Emiraten ist an einem Atomkraftwerk ein Feuer ausgebrochen. Ein Stromgenerator der Anlage in der Wüstenregion westlich von Abu Dhabi sei in Brand geraten, teilte das Medienbüro der Hauptstadt mit. Der Brand habe die Sicherheit der Anlage aber nicht gefährdet und der Betrieb laufe normal, hieß es. Auch Verletzte habe es nicht gegeben. Der Verdacht richtete sich schnell gegen den Iran, der die Emirate seit Kriegsbeginn im Nahen und Mittleren Osten besonders stark angegriffen hat. Das Land meldete seit Ende Februar nahezu 3.000 iranische Angriffe mit Raketen, Drohnen und Marschflugkörpern. Das Atomkraftwerk Baraka ist die wichtigste Stromquelle der Emirate und soll mit seinen vier Reaktoren etwa ein Viertel des landesweiten Strombedarfs decken. Den Betreibern zufolge ist es das erste Atomkraftwerk in der arabischen Welt. Unter anderem treiben aber Saudi-Arabien und Ägypten eigene Pläne zur Entwicklung und Nutzung von Atomkraft voran. Großbritannien unterstützt Verbündete mit neuer Waffe zur Drohnenabwehr Großbritannien will die Golfstaaten und ihre Verbündeten bei der Abwehr iranischer Drohnen künftig mit einer neuen Waffe unterstützen. Das Verteidigungsministerium in London erklärte, seine Kampfflugzeuge im Nahen Osten vom Typ Typhoon würden mit neuen und kostengünstigen Raketen speziell zur Drohnenabwehr ausgerüstet. Damit sei die präzise Zerstörung von Zielen möglich – und das "zu einem Bruchteil der Kosten der Raketen, die aktuell dafür genutzt werden". Das Waffensystem sei innerhalb weniger Monate von ersten Tests zur Auslieferung in den Nahen Osten gegangen, hieß es weiter. Es werde der Luftwaffe helfen, "bei viel geringeren Kosten viel mehr Drohnen abzuschießen", erklärte Verteidigungsminister Luke Pollard. Die Typhoon-Kampfflugzeuge verteidigten im Nahen Osten britische Staatsbürger und Interessen sowie Verbündete. Die Jets dienten als Rückgrat der Luftabwehr Großbritanniens und der Nato. Die Kampfflugzeuge schützen demnach auch die Nato-Ostflanke vor dem möglichen Eindringen russischer Drohnen. Die neue Anti-Drohnen-Waffe (Kürzel APKWS) nutzt demnach ein Laser-Zielsystem, das einfache Raketen in günstige Präzisionswaffen umwandelt. Das Ministerium nannte keinen genauen Preis für das System. "Die Entwicklung günstiger Systeme bietet einen effektiveren und nachhaltigeren Weg, der zunehmenden Bedrohung des britischen Militärs und unserer Partner durch Drohnen zu begegnen", hieß es. Berichten zufolge kostet die Herstellung einer Drohne den Iran nur um die 25.000 US-Dollar, wohingegen von Kampfjets und der Luftabwehr eingesetzte Raketen mehrere Hunderttausend Dollar oder mehr als eine Million Dollar kosten können. Die modernsten Raketen für Luftabwehrsysteme vom Typ Patriot, die auch ballistische Raketen abfangen können, kosten Berichten zufolge jeweils um die vier Millionen US-Dollar. Bericht: USA wollen VAE iranische Insel einnehmen lassen Aus Donald Trumps Umfeld sollen Vorschläge kommen, nach denen die Vereinigten Arabischen Emirate die iranische Insel Lavan einnehmen sollen. Sie wurde Berichten zufolge Anfang April bei geheimen Militärschlägen der Emiratis bombardiert. Wie der britische "Telegraph" berichtet, soll ein US-Beamter "Macht sie fertig!" gesagt haben. "Dann wären es emiratische Truppen vor Ort statt US-amerikanischer." Die VAE hatten gestern erklärt, dass sie zu Verteidigungsmaßnahmen gegen den Iran bereit seien. Samstag, 16. Mai USA erwägen offenbar Sturm der Öl-Insel Charg Nach Informationen der "New York Times" bereiten sich die USA auf ein Ende der Waffenruhe im Iran vor. Demnach prüft die US-Regierung mehrere Optionen. Darunter auch eine massive Wiederaufnahme der Kämpfe unter anderem mit der Eroberung der Öl-Insel Charg, über die der Iran seine Öl-Exporte abwickelt. Das Blatt zitierte Pentagon-Chef Pete Hegseth mit den Worten: "Wir habe einen Eskalationsplan, falls nötig." Die USA und der Iran haben derzeit eine Feuerpause vereinbart. Ein Ende des Krieges spielte auch bei den Beratungen zwischen US-Präsident Donald Trump mit Chinas Staatschef Xi Jinping in Peking eine Rolle. Hamas bestätigt Tod von Anführer al-Haddad Die radikalislamische Terrororganisation Hamas hat den Tod des Anführers ihres militärischen Flügels bestätigt. Zwei Vertreter der islamistischen Palästinenserorganisation sagten der Nachrichtenagentur AFP am Samstag, dass Israel am Vortag Essedin al-Haddad bei einem Angriff auf eine Wohnung und ein Fahrzeug getötet habe. Die israelische Armee und der Inlandsgeheimdienst Schin Bet bestätigten am Samstag den Tod von al-Haddad. Das israelische Verteidigungsministerium hatte am Freitag mitgeteilt, einen der "wichtigsten Architekten" des Hamas-Angriffs auf Israel vom 7. Oktober 2023 ins Visier genommen zu haben. Al-Haddad sei verantwortlich für die Ermordung und Entführung von zahlreichen israelischen Zivilisten und Soldaten gewesen, erklärte das Ministerium. "Er hat unsere Geiseln in brutaler Gefangenschaft gehalten, hat Terroranschläge auf unsere Streitkräfte organisiert und sich geweigert, die von US-Präsident Donald Trump vorgelegte Vereinbarung für eine Entwaffnung der Hamas und eine Entmilitarisierung des Gazastreifens umzusetzen." Trump über den Iran: "Wir können das alles in zwei Tagen lahmlegen" US-Präsident Donald Trump hat von sich gewiesen, die Widerstandsfähigkeit des Iran unterschätzt zu haben. Auf die Frage, ob er die Schmerztoleranz des Iran verkannt habe, sagte Trump dem Sender Fox News: "Ich habe nichts unterschätzt." Eine Lösung des von den USA und Israel Ende Februar begonnenen Kriegs mit dem Iran ist trotz diplomatischer Bemühungen nach wie vor nicht in Sicht. Die US-Regierung hatte zu Beginn des Kriegs gesagt, dass der Einsatz zwischen vier und sechs Wochen dauern würde. Die USA hätten den Iran "unglaublich hart" getroffen, betonte Trump nun. Man hätte die Brücken stehen und die Stromversorgung intakt gelassen. "Wir können das alles in zwei Tagen lahmlegen", sagte Trump. Der US-Präsident hatte dem Iran im Laufe des Kriegs mehrfach mit Angriffen auf dessen Energiesektor und Infrastruktur gedroht. Trump: Uran-Bergung nicht wirklich wichtig US-Präsident Donald Trump hat dem US-Sender Fox News gesagt, das Ziel der USA, hochangereichertes Uran aus dem Iran zu bergen, diene "mehr der Öffentlichkeitsarbeit als irgendetwas anderem". Er bekräftigte jedoch zugleich sein Engagement, das Nuklearmaterial zu entfernen. Trump sagte in einem am Donnerstagabend in den USA ausgestrahlten Interview mit Fox News, die Mission zur Bergung des Urans, das vermutlich unter den Trümmern bombardierter Atomanlagen verschüttet liegt, könne als unnötig angesehen werden, da die USA die Anlagen rund um die Uhr überwachten. VAE: Militäroperationen gegen Iran dienen nur der Verteidigung Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) verteidigen ihre jüngsten militärischen Handlungen als rein defensive Maßnahmen zur Wahrung ihrer Souveränität. Alle ergriffenen Schritte dienten dem Schutz der Zivilbevölkerung sowie der lebenswichtigen Infrastruktur, teilte das Außenministerium mit. Die Zeitung "Wall Street Journal" hatte am Montag berichtet, dass die VAE Anfang April militärische Operationen gegen den Iran vorgenommen hätten. In der Mitteilung des Ministeriums wurden diese mutmaßlichen Angriffe jedoch nicht explizit erwähnt. Angriff im Libanon Bei einem mutmaßlich von Israels Armee geführten Angriff im Süden des Libanons sind einem Medienbericht zufolge sechs Menschen getötet worden. Drei der Todesopfer bei der Attacke auf ein Zentrum des Zivilschutzes im Bezirk Nabatieh seien Sanitäter gewesen, meldete die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA. Weitere 22 Menschen seien bei dem Angriff verletzt worden. Das israelische Militär äußerte sich zunächst nicht dazu. Freitag, 15. Mai USA: Waffenruhe zwischen Israel und Libanon wird verlängert Israel und der Libanon verlängern nach Angaben der USA die bestehende Waffenruhe um 45 Tage. Die am 16. April erklärte Einstellung der Feindseligkeiten werde ausgedehnt, um weitere Fortschritte zu ermöglichen, teilt das US-Außenministerium mit. Die Verhandlungen zwischen den beiden Ländern sollen am 2. und 3. Juni fortgesetzt werden. Iran: Hoffen, dass Vernunft in das Weiße Haus zurückkehrt Der iranische Außenminister hat die Außenpolitik der USA scharf kritisiert. Bei einer Pressekonferenz in Neu-Delhi warf Chefdiplomat Abbas Araghtschi der US-Regierung widersprüchliche Signale in der Kommunikation vor. "Die Botschaften, die wir von amerikanischer Seite erhalten, unterscheiden sich täglich. (...) Manchmal erhalten wir sogar an einem einzigen Tag mehrere unterschiedliche Botschaften", sagte Araghtschi. Als Beispiel nannte der Minister Äußerungen von US-Präsident Donald Trump, der sich über einen Verhandlungsvorschlag aus dem Iran empört hatte. "Danach erhielten wir jedoch erneut Botschaften von amerikanischer Seite, die zeigten, dass sie an der Fortsetzung der Gespräche und der weiteren Interaktion interessiert sind", sagte Araghtschi bei der Pressekonferenz am Rande des Außenminister-Treffens der Brics-Staatengruppe. Iran: Russland hat Hilfe im Atomstreit angeboten Russland hat iranischen Angaben zufolge im Atomstreit mit dem Westen Hilfe angeboten. "Ich habe Präsident (Wladimir) Putin in Russland getroffen, und wir haben auch über Uran gesprochen", sagte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi bei einer Pressekonferenz in Neu-Delhi. Er dankte der russischen Regierung für ihren "Vorschlag". Araghtschi bestätigte damit am Rande des Außenminister-Treffens der Brics-Staatengruppe Worte von Putin. Der Kremlchef hatte nach den Feierlichkeiten zum Jahrestag des Sieges im Zweiten Weltkrieg erklärt, Russland sei bereit, hochangereichertes Uran aus dem Iran zur Lagerung zu übernehmen. Emirate wollen Pipeline-Ausbau beschleunigen Die Vereinigte Arabische Emirate (VAE) wollen den Ausbau ihrer bestehenden Ölpipeline nach Fudschairah im Osten des Landes beschleunigen. Wie das Medienbüro von Abu Dhabi mitteilte, soll die Leitung von 2027 an Öl von Abu Dhabi an den Golf von Oman transportieren und damit die durch den Iran-Krieg zum Erliegen gekommene Straße von Hormus umgehen. Die Pipeline werde die Exportkapazität der Emirate über Fudschairah verdoppeln, hieß es. Der Ort am Golf von Oman spielt für die Emirate eine zentrale Rolle. Von dort aus können Öllieferungen die Weltmärkte erreichen, ohne die Straße von Hormus passieren zu müssen. Die für den Welthandel wichtige Meerenge ist seit Beginn des Iran-Kriegs nicht mehr frei passierbar, was den Ölexport stark behindert. Iran: Kein Vertrauen in die USA – Lage rund um Hormus kompliziert Der Iran hat nach den Worten von Außenminister Abbas Araghtschi kein Vertrauen in die USA. Die Führung in Teheran sei nur an Verhandlungen interessiert, wenn diese ernst gemeint seien, sagt er am Rande eines Brics-Treffens in Neu-Delhi. Widersprüchliche Signale ließen an den wahren Absichten der Amerikaner zweifeln. Um der Diplomatie eine Chance zu geben, versuche der Iran, die Waffenruhe einzuhalten. Die Lage rund um die Straße von Hormus sei sehr kompliziert, es könnten jedoch alle Schiffe die Meerenge passieren, die nicht mit den Angriffen der USA in Verbindung stünden. Eine Vermittlung durch Pakistan sei nicht gescheitert, gestalte sich aber schwierig. Zudem sei jede Hilfe Chinas in der aktuellen Situation willkommen. China fordert dauerhafte Waffenruhe in Iran-Krieg Nach US-Präsident Donald Trumps Äußerung über ein angebliches chinesisches Hilfsangebot im Iran-Krieg hat Peking seine Forderung nach einer dauerhaften Waffenruhe erneuert. Die Schifffahrtswege sollten so schnell wie möglich wieder geöffnet werden, erklärte das Außenministerium in Peking mit Blick auf die Straße von Hormus. Es brauche eine umfassende und dauerhafte Waffenruhe, um die Wiederherstellung von Frieden und Stabilität in der Golfregion voranzutreiben, so die Behörde weiter. Dieser Krieg, der niemals hätte passieren dürfen, müsse nicht weitergehen, erklärte das Ministerium. Bald eine Lösung zu finden, nütze den USA und dem Iran sowie anderen Regionen und der gesamten Welt, hieß es weiter. Saudi-Arabien und Emirate haben offenbar Iran angegriffen Als Vergeltung für iranische Angriffe auf das eigene Staatsgebiet sollen Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate einem Medienbericht zufolge während des jüngsten Konflikts im Nahen und Mittleren Osten ihrerseits Ziele im Iran attackiert haben. Es sei das erste Mal gewesen, dass die beiden arabischen Länder den Iran direkt angriffen, berichtete die "New York Times" unter Berufung auf aktuelle und ehemalige ranghohe US-Beamte. Über Zeitpunkt und Ziele der unabhängig voneinander durchgeführten Attacken machten sie keine Angaben. Weder Saudi-Arabien, noch die Emirate bestätigten die Angriffe. Der Iran hatte im jüngsten Krieg mit den USA und Israel immer wieder Ziele in den beiden Ländern angegriffen und erhebliche Schäden angerichtet. Das US-Militär unterhält sowohl in Saudi-Arabien als auch in den Vereinigten Arabischen Emiraten Stützpunkte. Trump zu Iran: Werde nicht mehr lange geduldig sein US-Präsident Donald Trump droht dem Iran mit dem Ende seiner Geduld. "Ich werde nicht mehr lange geduldig sein", sagt Trump in einem Interview mit dem Sender Fox News. Der Iran solle ein Abkommen schließen. Das angereicherte Uran des Iran könne sicher verschlossen gelagert werden. Er hätte es lieber in den USA, aber dies sei mehr für Public Relations als alles andere. Die iranischen Führer, mit denen die US-Regierung verhandele, seien vernünftig. Iran stationiert U-Boote in der Straße von Hormus Die iranische Marine hat nach Angaben ihres Kommandeurs, Konteradmiral Shahram Irani, eigene Mini-U-Boote in der Straße von Hormus stationiert. Die Einheiten sollten dort feindliche Kriegsschiffe überwachen und bekämpfen können, erklärte Irani. Laut Irani könnten die U-Boote über längere Zeit auf dem Meeresboden verbleiben und dabei gegnerische Schiffe verfolgen. Innerhalb der iranischen Marine seien die U-Boote als "Delfine des Persischen Golfs" bekannt, sagte der Kommandeur. Die Boote seien während eines Manövers in der Straße von Hormus aufgetaucht, das dem Gedenken an die Opfer des Zerstörers "Dena" gewidmet gewesen sei. Nach mehreren Formationsmanövern seien die U-Boote wieder in die Tiefe abgetaucht, um ihre Einsätze fortzusetzen, erklärte Irani weiter. USA: Positive Gespräche über Frieden in Libanon Die jüngsten Gespräche in Washington im Bemühen um eine Friedenslösung zwischen Israel und dem Libanon sind nach US-Angaben bislang "positiv" verlaufen. Es habe am Donnerstag "produktive Gespräche" gegeben, sagte ein ranghoher Vertreter des US-Außenministeriums. Am Freitag werde es wie geplant ein weiteres Treffen geben, fügte er hinzu. Es handelt sich um die dritte Gesprächsrunde seit Bekanntgabe einer Feuerpause vor fast einem Monat. Bei dem vergangenen Treffen am 23. April hatte Präsident Donald Trump die Unterhändler persönlich im Weißen Haus empfangen. Donnerstag, 14. Mai Marine plant weitere Beiträge für Hormus-Einsatz Für einen möglichen deutschen Einsatz in der Straße von Hormus stellt das Verteidigungsministerium die Beteiligung von zusätzlichem Gerät und Personal in Aussicht. Bislang waren das Minenjagdboot "Fulda" und das Versorgungsschiff "Mosel" dafür vorgesehen. Daneben wird nun signalisiert, dass "auch autonome Minenabwehrsysteme, Minentaucher und spezialisierte Kräfte zum Schutz von Schiffen sowie eine hochrangige Beteiligung deutscher Stabsoffiziere in den Führungsstäben der Mission" zum Einsatz kommen sollen. Das teilte das Verteidigungsministerium mit. "Eine deutsche Beteiligung würde erst erfolgen, wenn die hierfür notwendigen Voraussetzungen erfüllt sind", stellte das Ministerium erneut klar. "Diese umfassen neben der Beendigung der Kampfhandlungen eine klare völkerrechtliche Grundlage sowie ein Mandat des Deutschen Bundestages." Internet im Iran soll wieder freigeschaltet werden Im Iran soll das Internet einem Bericht zufolge nach mehr als 75 Tagen Anfang Juni wieder freigeschaltet werden. Ein von Vizepräsident Mohammed-Reza Aref geleiteter "Sonderstab" solle in der kommenden Woche die notwendigen Schritte einleiten, damit das Internet in der ersten Juni-Woche wieder für alle Bürger verfügbar werde, berichtete die Tageszeitung "Etemad" auf ihrem Webportal unter Berufung auf Regierungskreise. Die Regierung hatte den Zugang zum globalen Internet seit Kriegsbeginn am 28. Februar nahezu vollständig blockiert. Seither können die fast 90 Millionen Iraner nur auf staatlich genehmigte Webseiten zugreifen. Seitdem sind die iranischen Bürgerinnen und Bürger weitgehend von der Außenwelt abgeschnitten. Für viele schränkte das auch den Kontakt zu Angehörigen oder Freunden im Ausland massiv ein. Auch wirtschaftlich sind die Folgen der Blockade erheblich. Insbesondere für Online-Händler, deren Zahl auf mehr als eine Million geschätzt wird. Offiziell begründet der Staat die Sperre mit Sicherheitsbedenken. Beobachter gehen jedoch davon aus, dass die Führung vor allem verhindern wollte, dass Berichte, Bilder und Videos über das tatsächliche Ausmaß der Kriegsschäden sowie über die Stimmung im Land in sozialen Medien verbreitet werden. US-Admiral: Berichte über verbliebene Raketen des Iran falsch Der Kommandeur des für den Nahen Osten zuständigen Regionalkommandos Centcom, Brad Cooper, hat Berichten über umfassende verbliebene Raketenstellungen des Iran widersprochen. Er könne keine geheimdienstlichen Informationen preisgeben, aber die öffentlich kursierenden Zahlen seien aus seiner Sicht falsch, sagte Cooper in einer Anhörung im US-Kongress. Mehrere Medien hatten zuvor unter Berufung auf informierte Quellen berichtet, der Iran verfüge noch über etwa 70 bis 75 Prozent seiner mobilen Abschussrampen sowie 70 Prozent seines Raketenarsenals. Cooper sagte, bei der Beurteilung der iranischen Schlagkraft gehe es um mehr als nur Zahlen zu Raketen. "Es geht um die Kommando- und Kontrollstrukturen, die zerschlagen wurden." Hier sei Teheran empfindlich getroffen worden. "Und es geht um den Mangel an jeglicher Möglichkeit, im Hintergrund Raketen oder Drohnen herzustellen." Erst dann ergebe sich ein vollständiges Bild. James Adams, Direktor des US-Militärgeheimdienstes DIA, hatte in einer früheren Anhörung im Kongress bereits anerkannt, dass der Iran weiter über erhebliche Bestände verfüge. Obwohl die militärischen Fähigkeiten des Iran durch die Luftangriffe erheblich geschwächt worden seien, "verfügt Teheran weiterhin über Tausende von Raketen und Einweg-Kampfdrohnen, die eine Bedrohung für uns und unsere Verbündeten in der gesamten Region darstellen". Trump: Xi biete Hilfe im Iran-Krieg an Chinas Staatschef Xi Jinping hat nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump Hilfe im Iran-Krieg angeboten. "Er würde es begrüßen, wenn ein Deal erzielt wird. Und er bot an, er sagte: ,Wenn ich irgendwie helfen kann, würde ich das gerne tun'", sagte Trump in einem Interview des Senders Fox News, von dem zunächst Ausschnitte veröffentlicht wurden. Auf Nachfrage, ob Xi das tatsächlich so gesagt habe, bestätigte Trump dies ausdrücklich. Trump betonte, dass Xi sich die Öffnung der Straße von Hormus wünsche. Die für den Welthandel wichtige Meerenge ist seit Beginn des Iran-Kriegs nicht mehr frei passierbar, was den Ölexport stark behindert. China gilt als wichtigster Importeur von iranischem Öl und ist daher besonders an einer Öffnung der Meerenge interessiert. In einem zuvor veröffentlichten Interview des Senders NBC News sagte US-Außenminister Marco Rubio, dass Trump Xi nicht um "irgendetwas" gebeten habe. "Wir haben nicht um Chinas Hilfe gebeten, noch benötigen wir ihre Unterstützung", sagte er. Trump habe allerdings Xi auf die Thematik hingewiesen. "Logistisches Wunder": Golfstaat umgeht Straße von Hormus Ein saudisches Unternehmen will den Lieferkettenstau durch die Krise an der Straße von Hormus bald überwunden haben. Analysten zeigen sich beeindruckt. Lesen Sie den ganzen Artikel hier . Bis zu 400 km/h schnell: Hisbollah setzt Israels Armee mit billigen Drohnen zu Die Hisbollah kann trotz gestörter Nachschubwege Drohnen bauen. Damit greift die Terrorgruppe Israels Truppen an – und löst sich aus der Abhängigkeit vom Iran. Lesen Sie den ganzen Artikel hier . Iran kapert offenbar Forschungsschiff vor Küste der Emirate Vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) ist nach Angaben der britischen Sicherheitsfirma Vanguard ein Schiff gekapert worden. "Der Sicherheitsbeauftragte des Unternehmens berichtete, dass das Schiff von iranischem Personal gekapert wurde, während es vor Anker lag", teilte Vanguard am Donnerstag weiter mit. Das Schiff nehme nun Kurs auf iranische Gewässer. Der Kontakt sei abgerissen und das Ortungssystem ausgeschaltet. Zwei Insidern zufolge handelt es sich um das unter der Flagge von Honduras fahrende Fischereiforschungsschiff "Hui Chuan". Seit Beginn des Krieges zwischen dem Iran sowie den USA und Israel Ende Februar hat die Regierung in Teheran bereits mindestens zwei weitere Schiffe festgesetzt. Iran erlaubt chinesischen Schiffen Passage der Straße von Hormus Rund 30 Schiffe haben nach Angaben der iranischen Revolutionsgarden (IRGC) seit der vergangenen Nacht die Straße von Hormus passiert. Das erklärte ein Kommandeur der IRGC-Marine laut der iranischen Nachrichtenagentur Fars. Er betonte zugleich, dass weiterhin kein Schiff "eines feindlichen Staates" die Meerenge durchqueren dürfe. Der iranischen Agentur Tasnim zufolge soll es sich um chinesische Schiffe gehandelt haben. Demnach kam die Vereinbarung nach intensiven Bemühungen beider Länder zustande. Dabei spielten die engen bilateralen Beziehungen und die strategische Partnerschaft eine entscheidende Rolle, hieß es in dem Bericht. Eine genaue Anzahl der Schiffe wurde in dem Tasnim-Bericht nicht genannt, die Rede war lediglich von "einer Reihe chinesischer Schiffe", die nach vorheriger Koordinierung mit der iranischen Seite die Straße von Hormus durchquerten. Die erste Durchfahrt hatte den Angaben zufolge in der vergangenen Nacht begonnen. Trump und Xi: Straße von Hormus muss "offen bleiben" US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping sind sich nach Angaben des Weißen Hauses einig, dass die Straße von Hormus "offen bleiben" muss. Beide Staatschefs seien bei ihrem Treffen in Peking übereingekommen, dass dadurch der "freie Energiefluss" unterstützt werden solle, erklärte das Weiße Haus am Donnerstag weiter. Die Straße von Hormus wird seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar vom Iran weitgehend gesperrt. In der Folge schossen die Energiepreise weltweit in die Höhe. Die US-Armee wiederum blockiert die iranischen Häfen an der Schifffahrtsstraße. Seit Anfang April gilt eine fragile Waffenruhe in der Region. China ist ein wichtiger Abnehmer iranischen Öls. Peking drängt daher auf eine rasche Öffnung der Straße von Hormus, durch die ein Fünftel der weltweiten Öl- und Gastransporte verläuft. Indien: Angriff auf indisches Schiff vor Omans Küste inakzeptabel Indien protestiert gegen einen Angriff auf ein unter indischer Flagge fahrendes Schiff vor der Küste des Omans. "Der Angriff (...) ist inakzeptabel, und wir beklagen die Tatsache, dass die Handelsschifffahrt und zivile Seeleute weiterhin ins Visier genommen werden", erklärte das indische Außenministerium am Donnerstag. Der Angriff habe sich am Mittwoch ereignet. Die gesamte Besatzung an Bord sei in Sicherheit. Wer für den Angriff verantwortlich ist, geht aus der Erklärung nicht hervor. Der Oman liegt wie der Iran an der Straße von Hormus. Die für die Schifffahrt äußerst wichtige Meerenge verbindet den Persischen Golf mit dem Arabischen Meer und wird vom Iran wegen des Krieges weitgehend blockiert. Die USA und Israel hatten den Iran am 28. Februar angegriffen. Derzeit besteht eine Waffenruhe. Ministerium: 22 Tote nach jüngsten israelischen Angriffen im Libanon Bei den jüngsten israelischen Angriffen auf Ziele im Libanon sind nach neuen Angaben des Gesundheitsministeriums in Beirut 22 Menschen getötet worden. Unter den Toten infolge der Angriffe von Mittwoch seien acht Kinder, teilte das Ministerium mit. Zuvor war von zwölf Toten die Rede gewesen. Die amtliche Nachrichtenagentur NNA meldete, die israelische Armee habe etwa 40 Ziele im Süden und Osten angegriffen. Israel und die proiranische Terrororganisation Hisbollah im Libanon greifen sich ungeachtet einer seit Mitte April geltenden Feuerpause weiter gegenseitig an. Mit Angriffen auf Israel hatte die Hisbollah den Libanon Anfang März in den Iran-Krieg hineingezogen. Parallel dazu laufen erstmals seit Jahrzehnten direkte Friedensverhandlungen zwischen dem Libanon und Israel. Vertreter beider Länder kommen am Donnerstag erneut für Gespräche in Washington zusammen. Die Hisbollah, deren erklärtes Ziel Israels Vernichtung ist, lehnt die direkten Gespräche zwischen den Nachbarländern ab. Israel und der Libanon unterhalten offiziell keine diplomatischen Beziehungen und befinden sich seit 1948 formell im Kriegszustand. Emirate weisen Bericht über Netanjahu-Besuch zurück Die Vereinigten Arabischen Emirate haben Angaben zurückgewiesen, wonach Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu im Iran-Krieg das Land heimlich besuchte. Die "kursierenden Berichte über einen angeblichen Besuch" Netanjahus in den Emiraten seien nicht zutreffend, erklärte das Außenministerium der Emirate am Donnerstag. Auch eine israelische Militärdelegation sei nicht empfangen worden. Die Beziehungen zu Israel seien "öffentlich" und beruhten nicht auf "intransparenten oder inoffiziellen Vereinbarungen", erklärte das Ministerium weiter. Netanjahus Büro hatte am Mittwoch erklärt, der israelische Regierungschef habe während des Iran-Kriegs in den Emiraten ein "geheimes" Treffen mit Präsident Mohammed bin Sajed al-Nahjan abgehalten. Ältere Nachrichten zum Krieg in Nahost finden Sie hier.