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Maduka Okoye: Serie-A-Torwart über "riskante Zeit"

Maduka Okoye zählt zu den besten Torhütern der Serie A. Dabei konnte er viele Jahre kein Fußball spielen. Sein Weg nach oben ist ein untypischer. Den Namen Maduka Okoye kennen Fußballfans in Deutschland nur vereinzelt. Dabei ist der in Düsseldorf aufgewachsene Deutsch-Nigerianer Stammtorhüter in einer der besten Ligen der Welt. Okoye ist die Nummer eins bei Udinese Calcio, ohne auch nur eine Minute in der Bundesliga gespielt zu haben. Über die Niederlande und England führte sein Weg nach Italien, wo er sich einen Namen gemacht hat. Dabei sah es früh in seiner Karriere nicht danach aus, als würde aus Okoye ein Profi werden. Denn als Teenager brach er sich die Kniescheibe. Es folgte eine herausfordernde Zeit, die ihn auch auf die schiefe Bahn hätte führen können. t-online: Herr Okoye, als Teenager mussten Sie vier Jahre mit dem Fußball pausieren. Heute stehen Sie im San Siro in Mailand oder im Stadio Olimpico in Rom im Tor. Hätten Sie das gedacht? Maduka Okoye: Komischerweise hatte ich in diesen vier Jahren nie das Gefühl, dass es nicht klappen könnte. Woher das kommt, weiß ich nicht. Aber irgendwie war ich mir unterbewusst sicher, dass ich meinen Weg gehen werde. Und ich hatte einen Riesensupport von meinen Eltern. Jetzt im April im San Siro gewonnen zu haben, das war ganz besonders. Sie stammen aus einer schwierigen Gegend in Düsseldorf-Oberbilk. Aus Ihrem Umfeld sind auch einige Personen auf die schiefe Bahn geraten. Das hätte Ihnen in diesen vier Jahren auch passieren können, oder? Ja, auf jeden Fall. Als ich verletzt war, war ich so 14, 15 Jahre alt. Das ist genau die Zeit, in der sich viele entschieden haben, wo es für sie hingeht. Das war eine riskante Zeit für mich. Aber ich habe den Test, Gott sei Dank, bestanden und bin auf dem geraden Weg geblieben. Ich habe viele Jungs gesehen, die leider den anderen Weg gegangen sind. Jungs, die unglaubliche Kicker waren. Dazu zählt auch mein Bruder, der ein Topspieler war. Der Grat zwischen richtig und falsch war damals ein sehr schmaler bei uns. Was hat Sie denn davon abgehalten, den falschen Weg zu nehmen? Ich hatte das Glück, der kleine Bruder von einem gestandenen Burschen in der Gegend zu sein, auf den immer aufgepasst werden musste. Ich durfte nie in Kontakt mit Drogen, Zigaretten oder Alkohol kommen. Deshalb wurde ich von den Älteren beschützt. Sie sagten mal, dass der ehemalige Bundesliga-Torwart Mohamed Amsif Ihr Onkel sei und auch eine prägende Rolle gespielt habe. Onkel sagt man so bei uns (lacht). Die Älteren in Oberbilk sind unsere Onkel gewesen. Er war damals der Erste aus unserer Gegend, der es geschafft hat. War bei Schalke Ersatztorwart von Manuel Neuer und hat Bundesliga gespielt. Amsif hatte einen großen Einfluss auf uns Kids, weil er uns gezeigt hat: Du kannst es schaffen, auch wenn du hinterm Bahnhof groß wirst. Ihr Weg aus Oberbilk in die Serie A ist ein untypischer. Bei Fortuna Düsseldorf erhielten Sie keinen Profivertrag, wechselten daraufhin zu Sparta Rotterdam, wo Ihnen der Durchbruch gelang. Über den FC Watford in England ging es dann zu Udinese Calcio, wo Sie jetzt Stammtorwart sind. Untypisch trifft es gut, aber ich habe die richtigen Schritte gemacht, mit den richtigen Leuten an meiner Seite. Die Jugendarbeit in Deutschland ist meiner Meinung nach die beste der Welt, aber der Schritt aus dem Nachwuchs zu den Profis ist extrem schwer. Gerade auch, weil einige Klubs keine zweite Mannschaft mehr haben. Zum Beispiel auch Bayer Leverkusen , wo ich fast meine ganze Jugend gespielt habe. Ohne eine U23 schafft es dann zum einen kaum einer zu den Profis und wenn du es schaffst, ist der Unterschied riesig. Deshalb bin ich dann zu Fortuna Düsseldorf, wo es eine U23 gab. Dort hat es mit dem Traum vom Profi auch nicht geklappt, weshalb ich in die Niederlande bin. Und das war das Beste, was mir hätte passieren können. Das erinnert etwas an Robin Gosens, dessen Weg auch über die Niederlande nach Italien führte, wo er auch heute noch gerne spielt. Was macht das Leben als Fußballer in Italien aus? Ich fühle mich hier sehr wohl. Udine ist eine kleine, ruhige Stadt. Ich kann mich komplett auf den Fußball konzentrieren. Davor war ich kurz in Watford, das ist in der Nähe von London. Da war ich abends mehr versucht, noch etwas zu machen. Aber hier lebst du echt nur für den Fußball. Ich bin Fan von der Sprache, Fan von den Italienern, von den Menschen und der Kultur. Bei Udinese haben Sie auch einen deutschen Trainer in Kosta Runjaić. Ich habe zwar schon etwas Italienisch gelernt, aber wenn der Trainer deine Muttersprache spricht, ist das immer ein kleiner Vorteil. Wenn ich irgendwo im Ausland bin und einen deutschen Bruder sehe, dann connecte ich sofort mit ihm. Allein durch die Sprache oder unsere deutsche Kultur. Das gilt auch für Nigerianer, die ich außerhalb Nigerias sehe. Und mit Kosta und dem Trainerteam bin ich hier bei Udinese sehr zufrieden. Ihr Marktwert wird vom Portal "transfermarkt.de" auf zehn Millionen Euro geschätzt. Gefällt Ihnen das oder sind Ihnen solche Zahlen egal? Ich würde lügen, wenn ich sage, dass mir das egal ist. Das ist schon cool. Ich weiß, dass diese Zahlen am Ende von Journalisten oder Fans in Foren erstellt werden, also ich weiß, dass das nur eine Einschätzung ist. Aber wenn ich zurückschaue, als ich bei Fortunas U23 meine ersten 50.000 Euro da stehen hatte und jetzt sind es zehn Millionen… Das ist schön. Meine Jungs feiern das auch. Sie haben in den vergangenen Jahren in Udine eine starke Entwicklung genommen, sind groß und athletisch. Was ist denn für Sie noch möglich in Ihrer Karriere? Ich habe das Gefühl, dass ich noch eine Menge Potenzial in mir habe. Dazu habe ich das Glück, bei Udinese Calcio mit super Trainern zusammenarbeiten zu dürfen, die das bisherige Maximum aus mir rausgeholt haben. Aber ich weiß, dass da noch mehr drin ist und ich bin mir sicher, dass ich noch ein paar Schritte nach oben machen werde. Und dann gilt: Sky is the limit. Ich halte mich nirgendwo zurück. Sie spielen nicht nur in der beschaulichen Stadt Udine, sondern auch für Nigeria, wo es etwas unruhiger zugehen kann. Sie haben erzählt, dass Sie mal im Rahmen eines Länderspiels im Mannschaftsbus mit Steinen abgeworfen worden sind. Wie gehen Sie mit diesen Unterschieden um? Das ist ein Switch, den du hinbekommen musst. Das ist ein ganz anderer Fußball, auch, weil es eine afrikanische Nationalmannschaft ist. Eine Nationalmannschaft ist immer etwas Besonderes, aber bei uns geht es ab und zu schon gut ab. Die Mannschaft aber ist super und wir haben seit knapp zwei Jahren auch ein Trainerteam, das einen tollen Job macht. Wir haben eine Menge Spaß. Dass die Fans ab und zu mal durchdrehen, ist auch verständlich. Nigeria lebt und liebt den Fußball, damit bin ich von klein auf durch meinen Vater groß geworden. Aber zur Liebe gehören eben nicht nur die positiven Seiten (lacht). Deshalb nehme ich das so hin. Die Fans sind genauso ein Teil des Fußballs wie wir Spieler. Wie kam es bei Ihnen zur Entscheidung, für Nigeria und nicht für Deutschland zu spielen? Dazu muss ich sagen, dass zu der Zeit nur eine Anfrage von Nigeria vorlag. Ich musste mich nicht entscheiden. Aber als ich die Möglichkeit hatte, für die nigerianische Nationalmannschaft zu spielen, habe ich sie genutzt. Das war schon als kleines Kind mein Traum. Mein Vater hat mir immer Sachen aus Nigeria mitgebracht, wenn er dort war. Trikots von Jay-Jay Okocha oder Finidi George. Ich bin stolzer nigerianischer Nationalspieler, fühle aber genauso mit der deutschen Nationalmannschaft mit und fiebere bei jedem Spiel mit. Mit Kai Havertz habe ich zum Beispiel auch in Leverkusen zusammengespielt. Fälle wie Ihrer beschreiben ganz gut eine Herausforderung für den DFB . Es gibt viele Kinder in Deutschland, die für mehrere Länder spielen könnten. Zuletzt entschieden sich beispielsweise Ibrahim Maza (Algerien) oder Kenan Yildiz (Türkei) für andere Länder, weil ihnen die Fußballverbände dort früher eine Perspektive in der A-Nationalmannschaft anbieten konnten. Wie blicken Sie darauf? Das ist kein einfaches Thema. Wir reden hier über die deutsche Nationalmannschaft, eine der besten der Welt. Da ist nicht immer der Platz, wie beispielsweise bei der türkischen Nationalmannschaft . Die können sich die Spieler ein, zwei Jahre früher holen, während sie bei der deutschen noch nicht mithalten könnten. Und so verliert die deutsche Seite ab und zu mal ein paar Spieler. Da kann der DFB auch nichts gegen machen, glaube ich. Aber wenn man sich die Mannschaft anschaut, hat sie auch so eine Menge top junger Spieler. Was ich aber klar sagen will: Das ist nie eine Entscheidung gegen Deutschland, sondern für ein anderes Land. Ich habe mich auch nicht gegen Deutschland entschieden und das gilt auch für die anderen Jungs. Sie haben die Jugendarbeit in Deutschland als die beste der Welt betitelt. Woran machen Sie das fest? Die Schule, die ich in Deutschland durchlaufen habe, war Weltklasse. Wir haben die beste Jugendarbeit, die es gibt. Sie ist knallhart. Wenn es nicht reicht, bist du raus. Aber du siehst, wie extrem dort schon in frühen Jahren gearbeitet wird, wie viel für dich gearbeitet wird. Du bist 12, 13 Jahre alt und es wird sich von allen Seiten um dich gekümmert, als wärst du ein Vollprofi. Es wird sich echt um einen gesorgt und wir können dankbar sein, solch ein System in Deutschland zu haben. Es gibt aber auch Kritik an der Nachwuchsarbeit in Deutschland. Zum Beispiel, dass den jungen Kindern zu viel abgenommen wird und sie dadurch kaum Widerstände in ihrem Leben haben. Das hat immer mit der Person zu tun. Ich habe nie gedacht, dass ich besser als jemand anderes aus meiner Klasse war, nur weil ich Fußball gespielt habe. Ich habe das dankend angenommen, weil ich aufgrund meiner Herkunft auch andere Seiten vom Leben gesehen habe. Und in Leverkusen wurde ich auch gut erzogen. In Gladbach, wo ich auch drei Jahre gespielt habe, hat der Verein meinem Vater geholfen. Darüber war ich stets sehr dankbar. Aber klar, wenn du denkst, dass du der Heftigste bist und machen kannst, was du willst, dann läuft etwas falsch. Sind Sie froh darüber, nicht auf einem Internat gewesen zu sein? Zu 100 Prozent. Ich war auf einer normalen Schule, hatte Freunde von außerhalb, musste zum Training mit der Bahn hin- und herfahren. Das habe ich sehr gemocht. Anders konnte ich es mir auch nicht vorstellen. Das wäre nichts für mich gewesen. Von daher kann ich da die Kritik auch verstehen, wenn es die Jungs falsch aufnehmen. Wagen wir nun einen Blick nach vorne. Welche Ziele haben Sie in den kommenden Jahren? Die Champions League will ich einmal erleben. Und die Weltmeisterschaft mit Nigeria wäre ein Traum. Das letzte Mal war 2018, da bin ich erst kurz danach ins Team gestoßen. Von daher: Champions League und WM, da will ich hin. Und mit Udinese? Unser Ziel für die Saison waren die 50 Punkte, darüber haben wir als Mannschaft mit dem Trainerteam gesprochen – und die haben wir jetzt auch geschafft. Ich persönlich werde den Sommer abwarten und gucken, was passiert. Aber ich bin sehr happy hier, gerade nach dieser Saison. Ich bin ein glücklicher Spieler von Udinese Calcio.

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