23-Jähriger in Göttingen lebensgefährlich verletzt - Täter auf der Flucht
In Göttingen ist ein 23-Jähriger bei einem Angriff mit einem unbekannten spitzen Gegenstand lebensgefährlich verletzt worden. Der oder die Täter konnten fliehen, wie die Polizei in der niedersächsischen Stadt am Sonntag mitteilte. Zunächst wurde eine politische Motivation nicht ausgeschlossen - am Nachmittag teilte die Polizei dann mit, dass nach aktuellem Ermittlungsstand kein Zusammenhang mit dem Christopher Street Day (CSD) bestehe, der am Samstag in Göttingen stattfand, und auch nicht mit zurückliegenden Großfamilienstreitigkeiten.
Im Internet seien anonym Foto und Anschrift eines jungen Göttingers veröffentlicht worden. Es sei aber noch unklar, ob dieser an der Tat beteiligt war. Die Polizei brachte den jungen Mann zu einer Dienststelle.
Der verletzte 23-Jährige sei nicht vernehmungsfähig, teilte sie mit. Zum Zeitpunkt der Tat sei er in Begleitung mehrerer Zeugen gewesen, die sich aber nicht äußern wollten. Die Ermittlungen gingen „mit Hochdruck“ weiter.
Beim Göttinger CSD beteiligten sich nach Polizeiangaben 1500 Menschen an der Demonstration, später gab es ein Straßenfest. Dabei kam es zu einem Vorfall. Bei einem Streit zwischen einem Standbetreiber und einem betrunkenen 52-Jährigen habe der 52-Jährige den anderen Mann verbal bedroht, teilte die Polizei mit. Er erhielt einen Platzverweis. Das Staatsschutzkommissariat prüft, ob der 52-Jährige ein queerfeindliches Motiv hatte.
smb/pw