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Nur Handgepäck!: Handgepäck-Koffer im Test: Gute Reisebegleiter gibt’s schon ab 35 Euro

Stern 

Im Handgepäck-Koffer-Test durften fünf Reisebegleiter ihr Können beweisen. Sie sollen nicht zur Last fallen und alles in sich tragen, was wir unterwegs brauchen.

Mit leichtem Gepäck reisen wir bequem, und nichts eignet sich dafür mehr als ein Handgepäck-Koffer. Das gilt generell, fürs Fliegen aber insbesondere: Handgepäck-Koffer dürfen mit uns in die Flugzeugkabine, was uns nach der Landung das lästige Warten am Gepäckband erspart. Auch das Verlustrisiko sinkt. Immerhin kommen jährlich weltweit rund 30 Millionen Koffer verspätet oder gar nicht an. Außerdem kostet Aufgabegepäck oft einen heftigen Aufpreis – manchmal sogar mehr, als wir für den billigsten Koffer im Test bezahlt haben.

In unserem Test haben wir den idealen Handgepäck-Koffer ermittelt. Alles beginnt mit Maßen und Gewicht und führt über die Gestaltung des Innenraums bis zum Design und zu Fragen der Nachhaltigkeit. Diese Details machen oftmals einen großen Unterschied aus.

Handgepäck-Koffer-Test: Die ausgewählten Produkte

  1. Samsonite Nexis 55zum Shop
  2. Victorinox Airox Advanced Global Carry-On zum Shop
  3. Travelite Millennium Trolley 4w S zum Shop
  4. Topmove Trolley Case 439835 zum Shop
  5. Titan Overseas 4w Trolley S20 zum Shop

Weitere interessante Handgepäck-Koffer

Folgende Handgepäck-Koffer haben wir nicht selbst getestet, sie sind uns aber bei der Recherche aufgefallen:

Testergebnis: Diese Handgepäck-Koffer machen das Rennen

Unser Testsieger ist der Nexis 55 von Samsonite. Der Handgepäck-Koffer erweist sich als äußerst robust, ist zugleich aber sehr leicht und lässt sich gut führen. Im erweiterbaren Innenraum bekommen wir alles bequem für den Kurzurlaub oder die Tagung unter. Ein integrierter Packwürfel schafft Ordnung. Ein Nachteil des Koffers ist der hohe Preis.

Wer aufs Geld achten will oder muss, kommt mit unserem Preis-Leistungs-Tipp, dem Topmove Trolley Case, deutlich günstiger weg. Er ist grundsolide bei der Kerndisziplin und kostet kaum mehr als ein Sparpreis-Ticket der Bahn. Auch bei den anderen drei Handgepäck-Koffern im Test zeigt der Daumen klar nach oben. Alle drei bringen eigene Vorteile mit, die uns und potenzielle Käufer überzeugen. Der Koffer von Titanüberzeugt uns mit seinem Design.

Alle Details, Eindrücke und Testergebnisse finden Sie in den Einzeltests unter der Tabelle.

Vergleichstabelle: Handgepäck-Koffer-Test

* Herstellerangabe

So haben wir die Handgepäck-Koffer ausgewählt

Das Gepäck ist die Visitenkarte des Reisenden. Böse Zungen behaupten, wer mit Koffern von Louis Vuitton reist, gerade historischen, genieße unlautere Privilegien. Das gilt allerdings eher für den Check-in im Ritz als an der Hostel-Rezeption. Die Auswahl unserer Handgepäck-Koffer folgt breiter gestreuten Kriterien – und vor allem, deutlich zivileren:

  • Typ: Stimmen die Maße der Koffer mit den Regelungen für Handgepäck der meisten Airlines überein? Eine wichtige Frage, wie wir finden. Es hilft nichts, wenn Sie bei Lufthansa an Bord dürfen und Sie Ärger bei Eurowings bekommen. Wir haben uns im Test zudem auf Hartschalenkoffer mit vier Rollen und einem geringen Eigengewicht (< 3,5 kg) konzentriert.
  • Preis: Die Preisspanne liegt zwischen 30 und 500 Euro.
  • Verfügbarkeit: Sind die Koffer im Online-Handel verfügbar? Wir sind davon ausgegangen, dass Kunden von Rimowa und Louis Vuitton ohnehin lieber in den Laden gehen. Wir haben uns für Modelle für Jedermann entschieden. Die Spitze bilden sicherlich die beiden Premiummarken Samsonite und Victorinox, preislich geht’s bei den anderen günstiger zu.
  • Bewertung: Wer meckert, der schreibt einen Kommentar im Shop. Wir haben darauf geachtet, dass alle Modelle möglichst gut bewertet sind.
  • Marktvertrauen: Wir haben jene Hersteller berücksichtigt, die bereits am Markt etabliert sind, und 0815-Ware nicht beachtet.

So haben wir die Handgepäck-Koffer getestet

Die Handgepäck-Koffer für den Test stammen von fünf renommierten Herstellern und haben fünf unterschiedliche Designs. Die Gestaltung des Innenraums, die Haptik und einige Funktionen wie die Möglichkeiten zur Volumen-Erweiterung unterscheiden sich. Aber es gibt auch Übereinstimmungen, zum Beispiel bei den Maßen, den Doppelrollen und den Zahlenschlössern.

Zum Auftakt unserer Tests stand der optische Vergleich im Fokus, gefolgt von ersten Proben zur Funktionalität. Können wir die Teleskopgriffe richtig einstellen? Wie leichtgängig reagieren die Rollen auf unterschiedlichen Belägen? Auch den Geräuschpegel haben wir gemessen – allerdings ohne gravierende Unterschiede zu entdecken. Die meisten Rollen sind flüsterleise und erreichen auf glattem Untergrund keine 60 dB. Ganz anders, wenn es holprig wird. Viele kennen das unfreiwillige Erlebnis im Hotelbett, wenn die fremde Reisegesellschaft morgens um 5 Uhr ihre Rollkoffer über das historische Kopfsteinpflaster hüpfen lässt. Da wünschen wir uns Reisetasche und Rucksack zurück. 

Der nächste Teil des Tests beginnt mit dem Kofferpacken. Wir haben ein typisches Set für eine Reise von fünf bis sieben Tagen zusammengestellt:

  • Slips
  • Socken
  • zwei Hemden
  • einige T-Shirts
  • eine Jeans
  • einen leichten Pullover
  • Waschtasche
  • Laptop
  • gedruckten Reiseführer
  • Pass

Knapp acht Kilo macht das aus. Wie gut bringen wir alles im Handgepäck-Koffer unter? Wie durchdacht sind die Einteilungen? Wie reibungslos funktionieren die Reißverschlüsse? Das sind die Fragen, die uns eingangs bewegen. Anschließend testen wir die Stabilität, wobei die Koffer – gefüllt mit Handtüchern, die 4,5 kg wiegen – zwei Stürze aus einem Meter Höhe überstehen müssen. Wir lassen sie einmal auf den Rollen und einmal auf einer Ecke aufkommen. Der Boden ist aus Stein. Dann testen wir den Schutz vor eindringendem Wasser, wobei wir zunächst einen leichten Nieselregen und später einen heftigen Regenschauer simulieren. Die Bedingungen sind auch hier für alle Koffer gleich. Ein weiterer Test betrifft die Kratzempfindlichkeit der Oberflächen, wobei wir die Koffer einzeln in den Kofferraum legen. Für sie ist die Tour eine Rutschpartie.

GewichtungKategorie
40 ProzentFunktion & Handhabung
15 ProzentVerarbeitung & Stabilität
15 ProzentBenutzerfreundlichkeit
15 ProzentAusstattung & Features
10 ProzentDesign
5 ProzentNachhaltigkeit 

Aus den gewichteten Kriterien leiten wir unsere Bewertung mit bis zu fünf Sternen ab.

1. Der Testsieger: Samsonite Nexis 55

Der äußere Eindruck: Der Nexis 55 für unseren Test ist „Cotton White“, also Baumwollweiß, und besser könnten wir die Farbgebung gar nicht beschreiben. Die Oberfläche dieses Handgepäck-Koffers von Samsonite wirkt, als habe man einen strukturierten Baumwollstoff mit einer glänzenden Schutzschicht versehen. Im Kontrast zur hellen Oberfläche stehen die Rollen und das Logo in Schwarz-Silber. Der umlaufende Reißverschluss und die Griffe sind tiefschwarz. Alles macht einen hochwertigen und vertrauenserweckenden Eindruck auf uns. Beim Nexis 55 handelt es sich um einen Hartschalenkoffer, wobei der Begriff falsche Assoziationen weckt. Die Oberfläche ist zwar stabil, aber keineswegs hart. Auf Druck gibt das Material sanft nach, ohne sich dauerhaft zu verformen. Ein mattblauer Anhänger verrät uns: Dieser Trolley besteht aus einer vom Hersteller patentierten Polypropylen-Weiterentwicklung. „Roxkin“, so die Wortschöpfung der Marketingabteilung, besteht aus 28 Schichten des leichten und beständigen Kunststoffs.

Mit 55 × 40 × 20 cm besitzt der Nexis 55 die Gardemaße eines Kabinenkoffers. Er darf bei den allermeisten Fluggesellschaften mit an Bord. Ist mehr erlaubt oder geht es mit der Bahn oder dem Auto auf Tour, können wir den Koffer um drei Zentimeter breiter machen. Das bringt ein Plus von sieben Litern Volumen zwischen den beiden Hauptfächern. Mit einem Gewicht von 2,5 Kilogramm gewinnt der Nexis 55 zugleich den Adelstitel des leichtesten Handgepäck-Koffers im Test. Erscheint uns der Trolley anfangs eher minimalistisch, entdecken wir fortwährend mehrere praktische Extras. Dazu zählt eine Klappe am Teleskopgriff, in der wir eine Adresskarte unterbringen. Zusätzlich gibt es seitlich eine Plakette zur Personalisierung mit den eigenen Initialen. Der Service ist kostenfrei. Neben der Plakette befindet sich ein klassisches TSA-Zahlenschloss mit drei Ziffern, die wir selbst einstellen können. Dem Zoll ist der Zugriff per Generalschlüssel möglich, ohne den Schließmechanismus zu zerstören. Samsonite hat auch hier ein Extra versteckt: Die Laschen des Reißverschlusses verbinden wir dank zweier Ösen optional mit einem separaten Schloss. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Laschen im TSA-Schloss eingerastet sind oder nicht. 

Das Innenleben: Der Innenraum des Nexis 55 ist schwarz mit türkisfarbenen Elementen. Er wirkt elegant, groß und aufgeräumt. Die Innenverkleidung besteht nicht wie sonst üblich aus Stoff, sondern aus recyceltem PET, das sich eng an die Wände schmiegt. Es gibt zwei Hauptfächer mit Reißverschluss, eines davon mit einer Extratasche für Dokumente. Sie ist durchsichtig, die Dokumente haben wir immer im Blick. In einem der Fächer befindet sich auch ein verstellbarer Packgurt, um mit knitterfreien Oberteilen ans Ziel zu kommen. Der Clou der Innenraumgestaltung ist ein Packwürfel mit umlaufendem Reißverschluss, den wir in einem schmalen Seitenfach finden. In Länge und Breite hat der Quader Koffergröße. Er bietet bequem Platz für mehrere Hemden oder T-Shirts und kann auf dem Rückweg etwa die Schmutzwäsche aufnehmen. Wir hängen die weiche Box einfach in der Mitte zwischen den Hauptfächern ein und schaffen so einen dritten, vollwertigen Stauraum.

Den Packtest mit acht Kilogramm Wäsche inklusive einem Paar Schuhen und einem Laptop besteht der Nexis 55 mit Bravour. Wir bekommen alles hinein. Die Reißverschlüsse sind leichtgängig und alle Fächer lassen sich weit öffnen. Den Packwürfel nutzen wir im Packtest für den Laptop. Ein separates Fach ist für ihn nicht vorgesehen. 

Im Härtetest: Den Handgepäck-Koffer steuern wir einfach und sehr leise, auf zwei Rollen ebenso wie auf vier. Sowohl die Teleskopstange als auch die Griffe, einer oben, einer seitlich, liegen angenehm in der Hand. In unseren Stabilitätstests besteht der Nexis 55 als einziger Koffer unbeschadet. Nach einem Sturz aus einem Meter Höhe – einmal auf die Rollen, einmal auf eine Ecke – sind weder Schäden noch Kratzer sichtbar. Der Nutzer profitiert hier nicht nur vom stoßfesten Material, sondern auch von der raffinierten Oberflächengestaltung, die kleine Mängel optisch kaschiert. Über die Jahre dürfte sich das auszahlen.   

Wir simulieren in unserem Test auch eine Starkregen-Phase, bei der das Wasser direkt von oben auf den Koffer trifft. Die Feuchtigkeit dringt beim Nexis 55 zwischen den Fächern ein, in die Fächer selbst aber nicht. Bei einem normalen Sprühregen bleibt auch der Mittelraum trocken.   

Sonstige Werte: Nach Angaben des Herstellers wird der Nexis 55 zu 100 Prozent mit erneuerbaren Energien hergestellt. Viele Materialien stammen aus Recycling, darunter die Teleskopstange, das PET-Innenfutter (zu 95 %) und die Reißverschlüsse. 

Samsonite bietet eine zehnjährige Garantie, die sich auf Verarbeitungs- und Materialmängel bezieht. Um im Fall der Fälle selbst Ersatzteile wie Rollen zu beziehen, müssen wir uns zunächst registrieren und ein Konto erstellen. Der gesamte Vorgang scheitert daran, dass das System die Produkt-ID nicht kennt – möglicherweise liegt das daran, dass der Hersteller das Produkt für den Test gestellt hat. Wir konnten daher nicht feststellen, welche Ersatzteile Samsonite anbietet.

Fazit: Der Samsonite Nexis Trolley ist ein hochwertiger Handgepäck-Koffer mit einem schicken Design und einem durchdachten Konzept für den Innenraum. Er ist leicht, dennoch stabil und kratzfest. Alle Verschlüsse öffnen und schließen einfach. Die Rollen sind leise und leichtgängig. Aus unserem Test geht der Samsonite Nexis 55 als Sieger hervor. Ein Nachteil ist der hohe Anschaffungspreis. 

+ Vorteile

  • schickes Design
  • durchdachte Innenraum-Aufteilung
  • leichtes und sehr robustes Material 

– Nachteile

  • sehr hoher Preis
  • umständliche Anmeldung für Ersatzteile

2. Schweizer Präzision: Victorinox Airox Advanced Global Carry-On

Der äußere Eindruck: Der Airox Advanced Global Carry-On von Victorinox reist im Stoffsack im Testlabor an. Das passt zum sonstigen Auftritt, denn auf Reisen in der Business- oder First-Class vermuten wir ihn allemal. Unser Modell ist braun mit einem matt-goldenen Schimmer, es gäbe den Koffer aber auch in Schwarz, Stone White oder Storm, was für einen dunklen Grauton mit leichtem Blaustich steht. Das Design dieses Handgepäck-Koffers aus der Schweiz wird von breiten, plastischen Querstreifen getragen. Sie sind so weit ausgeformt, dass der Schattenwurf dem Betrachter einen Wechsel aus Braun und Schwarz vorgaukelt. Auf der Vorderseite durchbricht das Logo das Design, auf der Rückseite ist es – umrahmt vom eingelassenen Teleskop-Griff – eine Art Logo-Plakette, die an ein Schweizer Taschenmesser erinnert. Diese Messer-Attrappe verbirgt eine Pinzette, die wir über einen kleinen roten Knopf entnehmen. Auf diesem Wege entnehmen wir auch die Plakette, um sie etwa mit dem eigenen Namen oder den Initialen personalisieren zu lassen. Dieser Service ist kostenlos. Das TSA-Zahlenschloss ist seitlich angebracht. An derselben Seite gibt es einen gummierten Tragegriff. Ein weiterer befindet sich oben. Wir bewegen den Handgepäck-Koffer üblicherweise am mehrstufig ausziehbaren Teleskopgriff auf vier 360°-Doppelrollen. Eine Besonderheit am Airox Advanced Global Carry-On ist die Gehäuse-Mulde unter dem seitlichen Griff, was das Tragen für uns noch bequemer macht. 

Das Innenleben: Im Packtest mit unserer standardisierten 8-kg-Beladung findet im Airox Advanced Global Carry-On alles seinen Platz. Besonders erfreulich ist die gepolsterte Laptoptasche über dem rechten Hauptfach. Unser gigantischer 16-Zoll-Computer passt locker hinein. Ebenfalls als praktisch empfinden wir die dreieckige Tasche auf der anderen Kofferseite, die vorrangig für Bücher, Karten und Dokumente bestimmt ist. Von unserem Packstapel nimmt sie den Reiseführer und den Pass auf, bevor wir sie wieder schließen. Die Zähne der leichtgängigen, schwarzen Reißverschlüsse im Inneren sind dunkelrot, was ein nobles Bild ergibt. Das i-Tüpfelchen dieser Innenraumgestaltung ist jedoch ein anderes Fach, das gerade mal 5 cm breit und 7 cm hoch ist: Es dient dazu, einen Tracker im Koffer unterzubringen – ein nützliches Feature. Nützlich hätten wir auch Packgurte gefunden, auf die Victorinox beim Airox Advanced Global Carry-On verzichtet. Bei unserem Test haben wir damit keine Probleme. Beide Hauptfächer sind gut gefüllt und die Abdeckungen garantieren einen sicheren Halt. Hätten wir nur ein, zwei Hemden, wäre das ohne Packgurt schon schwieriger, ganz wie bei einem fast leeren Kofferraum im Auto, in dem ungesichertes Gepäck hin- und herfliegt. Mehr Reiseutensilien mitzunehmen, ist im Airox Advanced dank der möglichen Erweiterung des vorderen Hauptfaches gar kein Problem. Wir erweitern das Koffervolumen damit um stattliche 20 Prozent. Das Idealmaß von 55 × 40 × 20 cm wächst damit in der Tiefe um circa vier Zentimeter.

Im Härtetest: Der Handgepäck-Koffer kommt gut durch unseren Belastungstest. Es gibt keine Schäden bei der Funktionalität, lediglich der freie Fall aus einem Meter Höhe auf eine der vorderen Ecken hinterlässt eine leichte Schürfwunde. Im Laufe der Zeit kommen bestimmt noch andere hinzu, was bei Reisegepäck kein großer Makel ist. Bei unserer Regensimulation halten die Nähte bei Sprühwasser dicht. Kommt das Wasser eine Minute geballt von oben, wird es im Zwischenraum der Hauptfächer feucht. Die Fächer selbst sind im Inneren trocken.

Sonstige Werte: Victorinox bietet den Käufern eine einjährige Komplettgarantie, die auch Abnutzungserscheinungen und Beförderungsschäden durch Fluggesellschaften einschließt. Danach greift ein „Qualitätsgarantieprogramm“ für Herstellungsfehler und ausgewählte Verschleißschäden, zum Beispiel an den Rädern und Griffen. Die Garantie-Regelung ist umfassend und kundenorientiert. Einen Satz mit vier Ersatzrädern können wir unter Eingabe der Artikelnummer für zehn Euro bestellen. Diese Nummer finden wir online, nachdem das Scannen des QR-Codes am Anhänger des Testkoffers nicht zum Erfolg führte.

Fazit: Der Victorinox Airox Advanced Global Carry-On punktet mit seinem Design und der praktischen Gestaltung des Innenraums. Inklusive Tracker- und Laptop-Fach stehen uns fünf separate Stauräume zur Verfügung. Insbesondere für Geschäftsreisende ist der Handgepäck-Koffer von Victorinox eine optimale Wahl. Das Eigengewicht fällt mit weniger als drei Kilogramm niedrig aus und die Maße gehen bei den meisten Fluggesellschaften durch. Dank üppiger Erweiterung ist der Handgepäck-Koffer auch ein Begleiter für längere Reisen.

+ Vorteile

  • nobles Design außen und innen
  • stark erweiterbares Volumen
  • inkludierte Laptop-Tasche und Tracker-Fach

– Nachteile

  • fehlende Packgurte
  • relativ hoher Preis

3. Ohne Fehl und Tadel: Travelite Millennium Trolley 4w S

Der äußere Eindruck: Mit 55 × 40 × 20 cm hat der Travelite Millennium Trolley die Traumfigur für die Flugzeugkabine. Auch das Gewicht dürfte viele Konkurrenten neidisch machen. Mit 2,6 kg halten wir ein Leichtgewicht in den Händen, obwohl dieser Koffer Rüstung trägt: Die oberen Ecken sind mit sechseckigen Platten verstärkt und damit besonders geschützt. Auch optisch sagt uns das robuste Design zu. Bei den Rollen selbst handelt es sich um die für Handgepäck-Koffer typischen Zwillingsrollen, wobei Travelite die größere Version mit rund sechs Zentimeter Durchmesser verwendet. Es sind neben dem Teleskopgriff zum Rollen auch zwei ergonomisch geformte Tragegriffe vorhanden. Der Korpus unseres Testkoffers hat die Farbe Kieferngrün. 

Das Innenleben: Der Travelite Millennium Trolley 4w S hat keine Erweiterung, womit ein zweiter Reißverschluss entfällt. Das hat nicht nur Vorteile beim Gewicht, sondern wir erwischen beim Öffnen auch nie den falschen Reißverschluss. Dafür muss der dicke Pullover vielleicht zu Hause bleiben. Im Inneren treffen wir auf zwei Hauptfächer, eines davon ist transparent. Auf der Abdeckung des zweiten Fachs befindet sich ein Extrafach, das etwa zwei Drittel der Fläche einnimmt. Das Buch aus unserem Standard-Packtest-Set findet gut darin Platz und auch ein iPad hätte hier eine sichere Position beim Reisen. Für den Laptop ist das Fach allerdings zu klein. Er muss sich folglich eines der Hauptfächer mit der Kleidung teilen. Wir nutzen den Packgurt, den es in beiden Hauptfächern gibt, um T-Shirts und Hemden damit zu fixieren und so zugleich vom Laptop zu trennen. Das ist ein wenig so wie bei guten Freunden, die sich ein Zimmer teilen: dicht beieinander, aber getrennte Betten müssen sein. So entnehmen wir den Laptop beim Security-Check auch ohne Wühlerei und Peinlichkeiten. Clever: Ein Fach erreichen wir von zwei Seiten aus und damit sehr einfach. Ein Geheimfach zeigt sich erst nach dem Öffnen der Abdeckung. Es nimmt das obere Drittel ein und ist von außen weder zu sehen noch zu erreichen.

Im Härtetest: Unseren Falltests übersteht der Travelite Millennium Trolley 4w S weitgehend unbeschadet. Nach dem stehenden Aufprall, die Rollen voran, sind keinerlei Spuren oder Beschädigungen zu entdecken. Beim Test mit der Ecke voran sind an der Aufprallstelle kleine Kratzer zu erkennen. Sie beschränken sich aber auf die Eckenverstärkung. In unserer Regensimulation dringt bei Starkregen zwar etwas Wasser ein, es bleibt jedoch zwischen den Hauptfächern und die Menge ist gering. Nur beim Trolley von Titan war es noch weniger. Wir müssen mit dem Travelite Millennium also keine Angst vor einem kurzen Sommerregen haben.

Sonstige Werte: Travelite bietet eine fünfjährige Garantie ab Kaufdatum auf Materialfehler und durch mangelhafte Verarbeitung. Das geht aus dem beiliegenden Heft hervor. Wer eine Reparatur in Auftrag geben will, macht das am besten über ein Formular unter Angabe der Artikelnummer. Diese entdecken wir auf einem weißen Aufkleber, der sich auf der Seite des Teleskopgriffs unter dem Innenfutter befindet. Generell gelten die Gepäckstücke von Travelite als reparaturfreundlich, da die Hamburger auf lösbare Verbindungen wie Schrauben setzen.

Fazit: Der Travelite Millennium Trolley 4w S ist ein sehr leichter, robuster Koffer aus Polycarbonat. Verstärkte Ecken wecken Vertrauen. Die Innenraumgestaltung ist clever und mit fünf Taschen ist es für den Reisenden leicht, Ordnung zu halten. Insbesondere Business-Reisende könnten ein separates Laptop-Fach vermissen. Wir empfehlen den Kauf des Travelite Millennium Trolley 4w S vor allem Menschen, die auf Kurztrips unterwegs sind und denen Stil wichtig ist. 

+ Vorteile

  • leicht und robust, mit extra verstärkten Ecken
  • kluge Innenraum-Aufteilung
  • leichtgängige und leise Rollen

– Nachteile

  • kein separates Fach für den Laptop
  • keine Möglichkeit zur Erweiterung

4. Unser Preis-Leistungs-Tipp: Topmove Trolley Case 439835

Der äußere Eindruck: Der Handgepäck-Koffer von Topmove ist etwas tiefer als seine Konkurrenten und wiegt auch etwas schwerer in der Hand. Nehmen es die Fluggesellschaften genau, kann genau diese Tiefe von mindestens 21,5 cm allerdings zum Problem werden: Bei Ryanair darf dieser Trolley beispielsweise gemäß aktuellem Regelwerk nicht mit in die Kabine. Wer es dennoch versucht, riskiert Zusatzgebühren von 70 bis 75 Euro oder muss gleich ganz am Boden bleiben. Es lohnt sich also, sich bei der jeweiligen Fluggesellschaft vor dem Check-in schlau zu machen. Bei seiner Ankunft ist der Handgepäck-Koffer von Topmove vollständig von einer Schutzfolie umschlossen. Sie reicht bis in die kleinsten Ritzen und hängt dort, trotz all unserer Bemühungen, noch immer in Mini-Fetzen fest. Doch nicht alles fühlt sich billig an: So verfügt der Topmove-Koffer an einer der Schmalseiten über vier solide Plastikfüße. Wir können ihn also auch seitlich abstellen, ohne dass er umfällt oder wegrollt. Das ist gut erdacht, etwa für das Bahnfahren. Auf der Rückseite des Koffers befindet sich zudem ein helles Schild, auf dem sich die Travel Sentry ID, kurz TSID, befindet. Wir scannen den zugehörigen Strichcode, mit dem wir uns unter Angabe der E-Mail-Adresse für den Dienst registrieren. Sollte der Koffer verloren gehen, kann uns der ehrliche Finder über die ID kontaktieren. An dem Fundsachensystem beteiligen sich rund 800 Flughäfen in 80 Ländern und laut TSID rund zwei Milliarden Passagiere weltweit.

Das Innenleben: Dem Äußeren entsprechend ist auch das Innere des Handgepäck-Koffers von Topmove tiefschwarz. Wir treffen auf zwei Hauptfächer, eines davon per Reißverschluss erweiterbar, die jeweils von einer verschließbaren Abdeckung gesichert werden. Auf einem der Fächer befinden sich zwei weitere Netztaschen, die wir in unserem Packtest für Reiseführer und Pass nutzen. Das ist komfortabel. Auch sämtliche Kleidung findet bequem Platz und wir können sie zusätzlich über die Packgurte in den Hauptfächern sichern. Die Gurte sind in ihrer Länge nicht verstellbar, bestehen aber aus einem dehnbaren Material, das genügend Spielraum lässt. Für Sachen, die schnell knittern, ist das eine gewisse Belastung. Wer klug packt, ist dennoch auf der sicheren Seite. Zum Lieferumfang des Koffers gehört auch ein Kleidersack, den wir füllen und mit einer Zugkordel verschließen. Das ist praktisch, nicht zuletzt für kleinere Utensilien wie Slips und Socken oder auch für den wachsenden Berg an Schmutzwäsche, für die sich oft kein geeigneter Platz findet. Nicht zuletzt angesichts des niedrigen Kofferpreises sind wir von dieser unerwarteten Zugabe positiv überrascht.

Im Härtetest: Die glatte Oberfläche des Topmove Trolley Case zerkratzt relativ leicht, Gebrauchsspuren ließen bei unserem Testkoffer nicht lange auf sich warten. In unseren beiden Falltests aus einem Meter Höhe erwies sich der Koffer aber als absolut stabil. Die Stöße wurden gut absorbiert. Abgesehen von einigen Kratzern an der Ecke, mit der er auf den Stein aufgeschlagen war, gab es keine sichtbaren Schäden. Auch unsere Sprühregensimulation überstand der Koffer, ohne dass Nässe ins Innere gelangte. Beim Starkregen wurde es allerdings relativ nass, auch in den Hauptfächern. Um nach einem unerwarteten Regenguss trockene Umziehsachen zu haben, decken wir den oberen Reißverschluss lieber ab. 

Sonstige Werte: Topmove gewährt seinen Kunden eine fünfjährige Garantie ab Kaufdatum. Sie bezieht sich auf Materialfehler sowie Mängel bei der Fabrikation, nicht auf die Abnutzung. Wenn wir die Garantie in Anspruch nehmen, dienen Kassenbon oder Rechnung als Legitimation. Gut aufbewahren! Das mehrsprachige Büchlein mit Gebrauchs- und Sicherheitshinweisen enthält einen QR-Code, der direkt zum Lidl-Service führt. Koffer und Zubehör sind laut Hersteller recycelbar. Eine Möglichkeit zum Bestellen von Original-Ersatzteilen haben wir nicht gefunden, Drittanbieter liefern jedoch Universalrollen und weiteres Zubehör. 

Fazit: Der Trolley Case von Topmove ist ein solider Handgepäck-Koffer. Er ist gut handzuhaben und bietet mit dem Zusatzbeutel und der Travel Sentry ID zwei willkommene Extras. Die gute Einteilung im Innenraum erleichtert das Packen. Wer viel fliegt, muss aufgrund der Breite von mehr als 20 cm die Vorgaben der Fluggesellschaft im Auge behalten, um böse Überraschungen zu vermeiden. Der Topmove-Trolley ist ganz klar unser Preis-Leistungs-Tipp. Keiner der getesteten Konkurrenten kam preislich auch nur in die Nähe. 

+ Vorteile

  • ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • gut integrierte Travel Sentry ID
  • erweiterbarer Innenraum mit guter 4-Fach-Einteilung

– Nachteile

  • bei manchen Fluggesellschaften nicht kabinentauglich
  • ärgerliche Folierung
  • anfällig für Kratzer

5. Edler Handgepäck-Koffer: Titan Overseas 4w Trolley S20

Der äußere Eindruck: Der Titan Overseas 4w Trolley S20 weckt sofort unsere Neugier, denn es gibt hier keinen Reißverschluss. Wir öffnen und schließen diesen Handgepäck-Koffer über das sogenannte Mono-Lock seitlich am Korpus sitzt und das TSA-Schloss beinhaltet. Der Verschluss springt durch einen leichten Druck an der Unterseite auf und wir verschließen ihn ebenso leicht wieder: Erst oben, dann unten leicht andrücken und einrasten lassen. All das funktioniert spielerisch mit einer Hand. Unser Test-Koffer hat die Farbe „Forest Green“, also Waldgrün. Die meisten weiteren Elemente, darunter die obligatorischen Doppelrollen und die versenkte Halterung für die Teleskopstange, sind schwarz. Der Koffer macht mit seinen mittig unterbrochenen vertikalen Erhebungen einen hochwertigen Eindruck. Der Schließmechanismus führt allerdings dazu, dass der seitliche Tragegriff fehlt. Ob wir den Titan-Trolley nun rollen oder tragen, wir müssen das immer hochkant tun. Für kleiner gewachsene Reisende ist das insbesondere auf Treppenstufen oder auch beim Unterbringen im Kofferraum von Nachteil. Die Schale des Titan Overseas 4w Trolley S20 wirkt sehr stabil. Laut Hersteller gibt es zweifach verstärkte Schutzecken und eine eigens entwickelte Rahmenkonstruktion. Mit 3,4 kg ist der Koffer allerdings auch das Schwergewicht im Test.

Das Innenleben: Der Titan Overseas 4w Trolley S20 ist innen mit einem grauen Stoff in einem dezenten Muster auf Jacquard-Webart ausgeschlagen. Die beiden Hauptfächer mit ihren verstellbaren Packbändern verschließen wir mit je einer undurchsichtigen Abdeckung. Auf beiden Abdeckungen gibt es ein großes Extrafach, eines davon ist ein Netzfach. Es ist wie maßgeschneidert für den 16-Zoll-Laptop aus unserem 8-kg-Packset. Buch und Pass kommen in das andere Extrafach, alles andere verschwindet gut gesichert in den Hauptfächern. Für unser Gepäcksszenario ist das ideal gelöst. 

Im Härtetest: Der Titan Overseas 4w Trolley S20 übersteht den Sturz auf die Rollen aus einem Meter Höhe unbeschadet, nicht jedoch den Aufprall aus einem Meter Höhe auf der Ecke. Das Scharnier an der hinteren Schmalseite platzt an den oberen zwei Punkten aus der Halterung. Wir können den Koffer zwar weiterbenutzen, er muss jedoch zur Reparatur. Andere Koffer haben dieses Problem im Vergleichstest nicht, da es hier aufgrund des umlaufenden Reißverschlusses keine Scharniere gibt. Beim zuvor durchgeführten Regentest bleibt es im Titan-Koffer trocken. Auch bei der Starkregen-Simulation dringt kein Tropfen Wasser ein. Der Trolley schließt dank der Gummilippen dicht ab. Hier erweist sich der fehlende Reißverschluss also als Vorteil. 

Sonstige Werte: Der Hersteller Travelite, zu dem die Marke Titan gehört, fertigt eigenen Angaben zufolge die Koffer der Overseas-Reihe in Deutschland von Hand. Jeder Koffer hat eine eigene Nummer, die sich als Plakette auf einem Leder-Schild im Inneren des Koffers befindet. Mit dieser Nummer registrieren wir den Koffer. Das erleichtert unter anderem die Inanspruchnahme von Garantie-Leistungen. Alle Overseas-Koffer haben eine zehnjährige Garantie, die bei Material- und Verarbeitungsfehlern greift. Es besteht die Möglichkeit, den Handgepäck-Koffer für zehn Euro zu personalisieren, wobei nur drei Ziffern oder Buchstaben erlaubt sind. CR7 oder JLo funktionieren, LM10 oder RiRi folglich nicht. Für die Gravur-Plakette gibt es mittig an der Rückseite des Koffers einen festen Platz. 

Fazit: Der Titan Overseas 4w Trolley S20 ist ein hochwertiger Koffer mit Mono-Lock-Mechanismus, den wir ohne Widerstand öffnen und schließen. Er ist hochwertig verarbeitet und hat eine kluge Einteilung im Inneren, die auch dem Laptop einen Platz lässt. Im Regentest ließ der Titan als einziger Koffer kein Wasser ins Innere. Die Scharniere hielten dem Sturztest nicht stand. Sie brachen, was eine Reparatur erforderlich macht. 

+ Vorteile

  • einfach zu öffnen und zu schließen
  • gute Einteilung und edle Anmutung im Inneren
  • lässt keine Feuchtigkeit eindringen

– Nachteile

  • kein seitlicher Griff
  • mangelhafte Stabilität beim Sturz-Test

Handgepäck-Koffer: Die wichtigsten Fragen & Antworten 

Welche Handgepäck-Koffer sind an Bord erlaubt?

In der Luftfahrt gibt es keine gesetzliche Gepäckbestimmung. Was wir mit an Bord nehmen dürfen, entscheiden die Airlines. Entsprechend unterschiedlich fallen auch die Regelungen zu den maximalen Maßen und dem Höchstgewicht des Handgepäcks aus. Wer die Festlegung der jeweiligen Airline missachtet, muss mit empfindlichen Aufschlägen rechnen. Pauschalen von mehr als 50 Euro oder auch Zuzahlungen von 15 Euro pro Kilogramm Mehrgewicht pro Strecke liegen im üblichen Rahmen. Reisende sollten sich rechtzeitig bei ihrer Fluggesellschaft über die konkreten Gepäck-Bestimmungen informieren. Als grobe Orientierung gilt: Viele Airlines gestatten beim Handgepäck Maße von 55 × 40 × 20 cm und ein Gewicht von maximal zehn Kilogramm. Bei der Deutschen Lufthansa sind es 55 × 40 × 23 cm, aber nur acht Kilogramm. Das Eigengewicht des Koffers ist also entscheidend für die mögliche Zuladung. Der Dachverband der Fluggesellschaften IATA definiert die maximale Handgepäckgröße (unverbindlich) mit 56 × 45 × 25 cm.

Worauf sollte ich beim Reisen mit Handgepäck-Koffern achten?

Alle Handgepäck-Koffer im Test hatten sehr leichtgängige Rollen. Eine Bremse gibt es aber nicht. Die Gefahr, dass der Koffer wegrollt, ist daher groß. Eine leichte Unebenheit genügt, ganz zu schweigen von anfahrenden oder bremsenden Zügen. 

Was ist der Unterschied zwischen Hartschalen- und Softschalen-Koffer?

Beide Kofferarten haben ihre Fans und bringen Vor- und Nachteile mit. Hartschalenkoffer bestehen meist aus Polycarbonat, Polypropylen, ABS oder Aluminium. Sie sind langlebig, einfach abzuwischen und zu rangieren. Hartschalenkoffer gelten als modern. Sie liegen im Trend. Weichschalen- oder Stoffkoffer bestehen aus robustem Gewebe, zum Beispiel aus Segeltuch. Bei identischen Maßen sind sie oft leichter als Hartschalenkoffer, bieten etwas mehr Stauraum und sind günstiger. Die meisten Stoff-Koffer verfügen über praktische Außentaschen. Empfindliche Gegenstände sind in der Hartschale sicherer aufgehoben.

Genügt ein Handgepäck-Koffer für eine einwöchige Reise?

Insbesondere im Sommerurlaub verstauen Menschen mit wenig Ansprüchen alles für eine einwöchige Reise im Handgepäck-Koffer. Jeweils sieben T-Shirts, Slips und Socken sowie eine Umzieh-Jeans und ein dünner Pullover wiegen zusammen keine 4 kg und füllen den Koffer gerade einmal zur Hälfte. Mit Extra-Schuhen, Laptop, Kabeln, Powerbank und einem Buch nähern wir uns dann schon den Limits. Der Rahmensprenger ist meist der gut gefüllte Kulturbeutel.

Was passiert, wenn der Zoll einen verschlossenen Handgepäck-Koffer kontrollieren will? 

Alle getesteten Handgepäck-Koffer sind mit einem TSA-Schloss ausgestattet. Als Nutzer öffnen wir sie mittels einer zuvor festgelegten Kombination aus drei Ziffern. Der Zoll hat in vielen Ländern andere Möglichkeiten: Er verfügt über einen Generalschlüssel, mit dem sich das TSA-Schloss öffnen und auch wieder verschließen lässt. TSA steht für „Transportation Security Administration“, eine US-Bundesbehörde mit Sitz in Virginia. 

Wie programmiere ich ein TSA-Schloss am Koffer?

Die herstellerseitige Grundeinstellung der Schlösser ist drei Nullen. Wer dies nicht ändert, reist riskant. Eine neue Kombination einzustellen, ist in wenigen Sekunden erledigt. Wir benötigen dafür einen spitzen Gegenstand, etwa eine Kugelschreibermine, um den winzigen Knopf neben der Zahlenkombination nach unten zu drücken. Anschließend stellen wir die gewünschte Zahl ein und betätigen danach den Knopf oder Schieberegler, mit dem wir das Schloss auch üblicherweise öffnen. Die neue Zahlenkombination ist damit aktiv, die alte gelöscht. Im Schloss fixieren Sie die Reißverschlusslaschen auf Wunsch für mehr Diebstahlsicherheit. Beim Ändern der Kombination dürfen sie jedoch nicht im Schloss eingehakt sein. Außerdem ist es wichtig, die winzige Mulde zum Drücken nicht mit dem für den Zoll bestimmten TSA-Schloss zu verwechseln. 

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