Die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus im September wird mit Spannung erwartet. Die Umfragen deuten ein enges Rennen an. Die Wahl zum 20. Abgeordnetenhaus von Berlin findet am 20. September 2026 statt. Bei der Berlin-Wahl wird das Parlament – die gesetzgebende Volksvertretung – der Hauptstadt gewählt. Das Abgeordnetenhaus hat mindestens 130 Mitglieder. Von ihnen werden in den Wahlkreisen 78 Mitglieder direkt gewählt. Für die Kandidaten sind die Erststimmen im Wahlkreis entscheidend. Die übrigen Abgeordneten werden über die Listen der Parteien und deren Anteile an den Zweitstimmen bestimmt. Durch die Überhang- oder Ausgleichsmandate der Parteien variiert die Anzahl der Abgeordneten nach jeder Berlin-Wahl. Derzeit kommt das Abgeordnetenhaus auf 159 Mitglieder. Nach Angaben der Berliner Landeszentrale für politische Bildung darf jede Person ihre Stimme bei der Berlin-Wahl abgeben, die am Wahltag die deutsche Staatsbürgerschaft hat. Weiterhin muss sie mindestens 16 Jahre alt sein und seit mindestens drei Monaten den Wohnsitz in Berlin haben oder sich für gewöhnlich in Berlin aufhalten. Mehr als ein Drittel will keinen der Kandidaten: Aktuelle Umfrage zur Berlin-Wahl Welche Partei passt? Wahl-O-Mat für die Wahl zum Abgeordnetenhaus in Berlin Abgeordnetenhaus: Diese Spitzenkandidaten gehen bei der Berlin-Wahl ins Rennen Wahlumfragen in Berlin bilden Trend und keine Prognose ab Die Umfragen vor der Wahl zum Abgeordnetenhaus in Berlin geben zum Zeitpunkt der Erhebung nur Aufschluss darüber, welche Tendenz sich für die Berlin-Wahl 2026 abzeichnet. Eine genaue Prognose im Hinblick auf den Ausgang der Abgeordnetenhauswahl stellen die Wahlumfragen allerdings nicht dar. Vielmehr sind die Umfragen vor der Berlin-Wahl eine Momentaufnahme, die zeigt, wie die Parteien bei den Themen punkten, die zum Zeitpunkt der Wahlumfrage die politische Debatte bestimmt haben. Enteignungsdebatte: Diese 46-Milliarden-Frage entscheidet die Berlin-Wahl Umfragen für die Berlin-Wahl 2026 im Überblick Vor der Abgeordnetenhauswahl in Berlin werden zahlreiche Umfrageergebnisse veröffentlicht – häufig zu den Parteien oder Spitzenkandidaten. Laut einer neuen Umfrage vor der Berlin-Wahl 2026 könnte sich ein Dreikampf um das Abgeordnetenhaus abzeichnen. Das geht aus den Umfrageergebnissen des Meinungsforschungsinstituts Civey hervor, das die neue Erhebung im Auftrag des "Tagesspiegel" für den 31. August durchgeführt hat. Neue Umfrage zur Abgeordnetenhauswahl in Berlin Laut der neuen Umfrage zur Wahl in Berlin führt die Linke mit 20 Prozent knapp vor der CDU mit 19 Prozent und der AfD mit 18 Prozent. Die viertstärkste Kraft wären der Umfrage zufolge die Grünen mit 15 Prozent. 13 Prozent erhält die SPD . Das BSW und die FDP müssen hingegen vor der Berlin-Wahl bangen. Beide Parteien würden mit jeweils 4 Prozent die Fünfprozenthürde, die für den Einzug ins Abgeordnetenhaus notwendig ist, knapp verpassen. Welche Koalitionen könnten laut neuer Umfrage in Berlin regieren? Den Umfrageergebnissen zufolge sind keine Zweierbündnisse wie die derzeit regierende Koalition aus CDU und SPD möglich. Keine zwei Parteien verfügen über die entsprechenden Stimmenanteile, die nach der Berlin-Wahl zu einer nötigen Mehrheit führen könnten. Rechnerisch denkbar wären eine Koalition aus CDU, Grünen und SPD und eine aus Linken, Grünen und SPD. Derzeit regiert eine Koalition aus CDU und SPD. Für die repräsentative Umfrage zur Berliner Abgeordnetenhauswahl wurden zwischen dem 13. und dem 27. August 3.000 Menschen befragt. Forsa-Umfrage zur Berlin-Wahl: Linke zieht davon In der vorangegangenen Wahlumfrage liegt die Linke mit deutlichem Abstand vor der CDU und der AfD. Laut der exklusiven Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag von t-online für den 21. August kommt die Linke mit ihrer Spitzenkandidatin Elif Eralp auf 22 Prozent. Damit vergrößert sich der Vorsprung der Partei mit der Spitzenkandidatin Elif Eralp auf 4 Prozentpunkte vor den nachfolgenden zwei Parteien. Forsa-Umfrage zur Berlin-Wahl: CDU und AfD gleichauf Die aktuell regierende CDU mit ihrem Spitzenkandidaten Stefan Evers muss sich dieser Umfrage zufolge den zweiten Platz mit der AfD teilen, die von Kristin Brinker in die Wahl geführt wird. Beide Parteien kommen auf jeweils 18 Prozent. Dahinter folgen die Grünen von Werner Graf mit 16 Prozent. Die derzeit mitregierende SPD mit Spitzenkandidat Steffen Krach rangiert bei der Forsa-Umfrage abgeschlagen auf dem fünften Platz – mit 12 Prozent. BSW und FDP kommen mit 4 und 3 Prozent nicht ins Berliner Landesparlament. Sonstige Parteien können 7 Prozent auf sich vereinen. Insa-Umfrage zur Berlin-Wahl 2026: Enges Rennen zeichnet sich ab Die noch etwas länger zurückliegende Umfrage wurde im Auftrag der "Bild" durch das Meinungsforschungsinstitut Insa für den 14. August durchgeführt. Rund fünf Wochen vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus am 20. September zeichnet sich bei der Berlin-Wahl 2026 ein knappes Rennen ab. Die CDU liegt wieder knapp vorn. In der repräsentativen Erhebung erhält die CDU mit ihrem neuen Spitzenkandidaten Stefan Evers 20 Prozent, während die Linke sich mit 19 Prozent begnügen muss. Wahlumfrage für Berlin: Parteien trennen wenige Prozentpunkte Dahinter folgen AfD (17 Prozent), Grüne (16 Prozent) und SPD (15 Prozent). FDP und BSW würden mit jeweils 3 Prozent an der Fünfprozenthürde scheitern, sonstige Parteien erreichen zusammen 7 Prozent. Zwischen Platz eins und Platz fünf liegen damit nur 5 Prozentpunkte. Auch in dieser Umfrage zur Berlin-Wahl wird deutlich, dass Koalitionen aus zwei Parteien in der Hauptstadt keine Mehrheit erhalten würden. Als realistische Optionen gelten Dreierbündnisse aus CDU, Grünen und SPD oder aus Linken, Grünen und SPD. Für die repräsentative Umfrage befragte Insa zwischen dem 7. und dem 13. August insgesamt 1.000 wahlberechtigte Personen. Die maximale Fehlertoleranz liegt bei plus/minus 3,1 Prozentpunkten. Wahl in Berlin: Wie verlässlich sind Umfragen wirklich? Die Forschungsgruppe Wahlen hat sich mit der Aussagekraft und dem möglichen Einfluss von Wahlumfragen befasst. Das Institut weist darauf hin, dass die sogenannte Sonntagsfrage lediglich die aktuelle politische Stimmung abbildet, aber nicht zwingend vorhersagt, wo die Menschen später tatsächlich ihr Kreuz auf dem Stimmzettel für die Wahl des Berliner Abgeordnetenhauses setzen werden. Umfragen können die Wahlentscheidung maßgeblich beeinflussen – das belegt eine gemeinsame Studie der Universitäten Potsdam und Wien. Demnach scheitern Parteien, die in Umfragen nahe der Fünfprozenthürde liegen, am Wahltag deutlich häufiger am Einzug ins Parlament. Eine präzise Prognose für die Ergebnisse am Wahltag wird zudem dadurch erschwert, dass Befragte ihre tatsächlichen Einstellungen in Umfragen nicht immer unverfälscht wiedergeben. Überdies entscheiden immer mehr Wählerinnen und Wähler erst kurz vor dem Wahltag, welcher Partei sie ihre Stimme geben.