Zwei ungleiche Polizisten, ein gefährlicher Fall und reichlich Action: Dieser Buddy-Cop-Film von Regisseur Richard Donner prägte das Genre entscheidend. Buddy-Movies leben von Gegensätzen. Zwei Figuren, die charakterlich kaum unterschiedlicher sein könnten, müssen zusammenarbeiten. Sie wachsen aber im Verlauf der Geschichte zu einem eingespielten Team zusammen. Im Polizeifilm hatte dieses Prinzip schon in der Vergangenheit funktioniert, etwa bei "Nur 48 Stunden" mit Nick Nolte und Eddie Murphy . Richard Donners Film "Lethal Weapon – Zwei stahlharte Profis" trieb die Formel jedoch auf die Spitze: Der besonnene Familienvater Roger Murtaugh (Danny Glover) bekommt ausgerechnet den unberechenbaren Martin Riggs (Mel Gibson) als Partner. Trotzdem ist "Lethal Weapon – Zwei stahlharte Profis" ein Produkt seiner Zeit und hat gerade deshalb Kultstatus. Denn als der Film 1987 in die Kinos kam, passte er perfekt zum amerikanischen Actionkino der Achtzigerjahre. Große Schießereien, Verfolgungsjagden und spektakuläre Stunts gehörten längst zum Erfolgsrezept des Genres. Donner verband diese Elemente jedoch mit schwarzem Humor und zwei Hauptfiguren, deren persönliche Probleme ebenso wichtig sind wie der eigentliche Kriminalfall. Darum geht es in "Lethal Weapon – Zwei stahlharte Profis" Für Roger Murtaugh (Danny Glover) beginnt der Fall mit dem Tod einer jungen Frau, die aus einem Hochhaus gestürzt ist. Was zunächst wie ein Suizid aussieht, entpuppt sich schnell als Verbrechen. Ausgerechnet jetzt bekommt der erfahrene Polizist einen neuen Partner zur Seite gestellt: Martin Riggs (Mel Gibson), der seit dem Tod seiner Frau kaum noch etwas zu verlieren hat. Seine unberechenbare Art und seine Bereitschaft, sich selbst in größte Gefahr zu bringen, machen die Zusammenarbeit nicht gerade einfach. Bei ihren Ermittlungen stoßen Riggs und Murtaugh auf Hinweise, die weit über einen einzelnen Mordfall hinausgehen. Die Spur führt zu einem gefährlichen Netzwerk von Drogenschmugglern und ehemaligen Soldaten, bei dem auch der skrupellose Mr. Joshua (Gary Busey) eine Rolle spielt. Je näher die beiden Polizisten der Wahrheit kommen, desto gefährlicher wird der Fall. Gleichzeitig müssen aus den unfreiwilligen Partnern erst Verbündete werden, die sich im entscheidenden Moment aufeinander verlassen können. Für "Lethal Weapon" ließ Regisseur Donner einen anderen Film sausen Eigentlich sollte Regisseur Richard Donner Mitte der Achtzigerjahre einen ganz anderen Film als "Lethal Weapon – Zwei stahlharte Profis" drehen. Nach dem Erfolg von "Die Goonies" war er für "The Lost Boys" vorgesehen. Er arbeitete bereits an der Entwicklung des Vampirfilms. Dann bekam Donner jedoch Shane Blacks Drehbuch zu "Lethal Weapon – Zwei stahlharte Profis" angeboten. Der Regisseur war von dem bereits weit ausgearbeiteten Skript so angetan, dass er das Projekt wechselte. "The Lost Boys" überließ er schließlich Joel Schumacher, blieb dort aber als ausführender Produzent an Bord. Donners Entscheidung sollte sich auszahlen. Der Regisseur brachte seine Erfahrung mit großen Abenteuer- und Actionproduktionen in das Projekt ein und verlieh Shane Blacks Geschichte eine klare, dynamische Bildsprache. "Lethal Weapon – Zwei stahlharte Profis" verband die Geschichte zweier gegensätzlicher Polizisten mit rasanter Action, schwarzem Humor und ungewöhnlich ernsten Momenten. Vor allem Martin Riggs ist kein unverwundbarer Actionheld: Hinter seinen riskanten Alleingängen steckt ein Mann, der nach dem Tod seiner Frau mit seinem Leben abgeschlossen hat. Donner hielt diese düstere Seite der Figur präsent, ohne den Film dadurch zu beschweren. Genau diese Mischung wurde zum Markenzeichen des Films und prägte die Buddy-Cop-Formel für eine neue Generation. "Lethal Weapon – Zwei stahlharte Profis" läuft am 8. September, um 20.15 Uhr bei nitro . Alternativ ist der Film bei Magenta TV in der Kauf- und Leih-Version verfügbar. Noch kein Abonnement? Das ganze Paket an Streamingdiensten können Sie auch bei Magenta bekommen. Mit Magenta TV erhalten Sie Disney+, Netflix , RTL+, Apple TV, Dazn , Paramount+ und Wow zum Vorteilspreis in einem Abo . Das macht "Lethal Weapon – Zwei stahlharte Profis" sehenswert Sehenswert ist "Lethal Weapon – Zwei stahlharte Profis" vor allem wegen seiner beiden Hauptdarsteller. Mel Gibson spielt Martin Riggs mit einer Mischung aus Leichtsinn, Witz und innerer Verzweiflung. Danny Glover gibt dagegen als Roger Murtaugh den bodenständigen Gegenpol. Dass sich beide zunächst eher auf die Nerven gehen, macht ihre gemeinsamen Szenen umso unterhaltsamer. Optisch ist "Lethal Weapon – Zwei stahlharte Profis" dabei unverkennbar ein Kind der Achtzigerjahre, und zwar im besten Sinne. Kameramann Stephen Goldblatt zeigt Los Angeles mal sonnig und glänzend, mal schmutzig und bedrohlich, während Richard Donner die Action schnell und schnörkellos inszeniert. Die Filmmusik von Michael Kamen und Eric Clapton lässt den Film bis heute unverwechselbar nach Achtzigerjahren klingen. Die Mischung wird ein Erfolg: Bei einem Produktionsbudget von etwa 15 Millionen US-Dollar , spielt der Film weltweit knapp 120 Millionen US-Dollar ein. Beim Bewertungsportal "RottenTomatoes" erreicht der Film derzeit 82 Prozent positive Bewertungen, bei "IMDb" steht er bei 7,6 von 10 Sternen. Aus einem vergleichsweise überschaubaren Actionfilm wurde so der Auftakt einer erfolgreichen Film-Reihe und ein Klassiker seines Genres.