Добавить новость
World News



Новости сегодня на DirectAdvert

Новости сегодня от Adwile

AfD und Linke legen zu: In Deutschland bahnt sich politischer Umbruch an

Guten Morgen, liebe Leserin, lieber Leser, in Deutschland bahnen sich politische Umwälzungen an, und die Vorboten sind in zwei Bundesländern zu beobachten. In Sachsen-Anhalt hat die AfD mit dem Landtagspräsidenten das erste wichtige Staatsamt errungen und konnte dabei offenbar auch auf Stimmen willfähriger CDU-Abgeordneter bauen. Ihr Spitzenkandidat Ulrich Siegmund macht sich begründete Hoffnung, im Dezember von einem inoffiziellen blau-schwarzen Bündnis zum Ministerpräsidenten gekürt zu werden . Das BSW steht wohl als Ersatzkandidatin bereit. Die AfD treibt die anderen Parteien vor sich her und erobert eine Machtposition nach der anderen. Die christdemokratische Brandmauer gegen die Rechtsextremisten ist in Magdeburg zusammengebrochen, alle Abstinenzschwüre des CDU-Vorbeters Sven Schulze halfen nicht, um den Einsturz des antifaschistischen Schutzwalls aufzuhalten. Gut möglich, dass das Beispiel Schule macht, wenn im kommenden Jahr in fünf Bundesländern Wahlen anstehen. Und 2029 im Bund? Alice Weidel läuft sich schon warm. Auch in Berlin ist die tektonische Verschiebung der Politik zu beobachten, nur mit linken statt rechten Vorzeichen: Linkspartei, Grüne und SPD haben sich auf Sondierungsgespräche geeinigt und wollen nun abstecken, wie sie die Hauptstadt mit einem linksalternativ-sozialistischen Programm umbauen. Die antisemitischen Umtriebe und die dubiosen Clan-Verstrickungen in der Linkspartei sollen keine Hinderungsgründe darstellen, man hat sich auf eine wortreiche Absichtserklärung verständigt, die auch skeptischen Genossen eine Brücke durch den Milieu-Sumpf bauen soll. Auch diese Entwicklung wird man in anderen Bundesländern genau beobachten, vor allem in Stadtstaaten wie Hamburg und Bremen, wo die Linke ebenfalls das aktivistische Lager anführt. Die politischen Ränder erstarken, während die Parteien der Mitte an Zuspruch verlieren: Diese Entwicklung zeichnet sich schon länger ab, aber in Sachsen-Anhalt und Berlin vollzieht sich nun der Schritt zur Institutionalisierung. Er befördert Politiker in Ämter, die ganz andere, teils radikale oder abseitige Ideen verfolgen. Genau dafür werden sie von vielen Bürgern gewählt. In den Mitte-Parteien CDU, CSU und SPD verfolgt man den eigenen Abstieg und das Erstarken der politischen Pole mit einer Mischung aus Panik und Angststarre. Gründe werden gesucht und Ausflüchte gefunden. Als Erklärung führt man den populistischen Trend in vielen westlichen Demokratien an, wo die Zumutungen der Postmoderne tiefe Narben hinterlassen. Oder man verweist auf die Mechanismen der "sozialen Medien", die öffentliche Debatten vergiften und den sozialen Frieden unterminieren. Oder man identifiziert drei gesellschaftliche Milieus, in denen vor allem die AfD Anhänger einsammle: erstens Industrieregionen, in denen die Arbeiterschaft aufgrund des Niedergangs von Kohle- und Stahlproduktion weniger Wertschätzung erfahre. Zweitens wohlhabende Gegenden wie beispielsweise in Süddeutschland, in denen die Angst vor dem Wohlstandsverlust der Kinder und Enkel grassiere. Und drittens Regionen in Ostdeutschland, in denen sich viele Menschen vernachlässigt wähnen und den vermeintlich guten alten Zeiten nachtrauern. Oft folgt dann auch noch der Verweis auf charismatische Köpfe wie Heidi Reichinnek, Elif Eralp und Ulrich Siegmund, die durch die geschickte Ansprache junger Leute rasant Politikkarriere machen. Jede dieser Analysen mag ein Körnchen Wahrheit enthalten. Gänzlich erklären können sie den politischen Umbruch jedoch nicht. Ein Grund fehlt, und er ist ebenso wichtig wie beschämend: Die etablierten Parteien haben sich ihren Niedergang zu einem großen Teil selbst zuzuschreiben. Vor allem CDU und SPD, aber auch FDP und CSU haben es jahrelang versäumt, sich personell und programmatisch zu erneuern, Antworten auf die Herausforderungen der globalisierten Welt zu suchen und Drähte in gesellschaftliche Milieus abseits ihrer eigenen Blasen zu legen. Sie sind seit Jahrzehnten so sehr mit dem Regieren, dem Machterhalt und dem Verwalten ihrer Pfründe beschäftigt, dass sie erst viel zu spät wahrgenommen haben, wie die politische Stimmung im Land sich gedreht hat. Dieser Befund ist bitter, doch er birgt eine Chance. Noch ist es nicht zu spät. Das politische Interesse in der Bevölkerung war lange nicht mehr so groß wie jetzt. Die Wahlbeteiligung ist gestiegen. All die Krisen und Konflikte in der Welt, aber auch vor der eigenen Haustür treiben die Menschen um und verlangen nach neuen Lösungsideen. Zugleich bieten die zu Recht gescholtenen "sozialen Medien" auch produktive Möglichkeiten für die einfache Ansprache potenzieller Wähler. Die Voraussetzungen sind also da, um mitreißende politische Arbeit zu leisten. Es ist gar nicht so schwer, erfolgreich zu sein. Nur eines darf man dann nicht tun: weitermachen wie bisher. Mit den immergleichen Köpfen in den immergleichen Parteiämtern, mit Floskelsprache und durchsichtigen Manövern zugunsten der eigenen Lobby, mit Aufschieberitis trotz Reformdruck und der arroganten Haltung, dass man eh alles besser wisse als 99 Prozent der Menschen im Land. Wer bereit ist, alle diese schlechten Eigenschaften abzuschütteln und über pragmatische Lösungen zu sprechen, kann sogar in Nörgeldeutschland zum politischen Superstar avancieren. Lieber Friedrich Merz, liebe Bärbel Bas, da der Tagesanbruch auch in Ihren morgendlichen Pressemappen liegt, denken Sie doch mal darüber nach. "Anstand": Das steht im Buch . GLANZ IN PARIS Zitat des Tages "Wir alle sind überzeugt von der Notwendigkeit des gemeinsamen Europa – und wir alle schätzen zutiefst, was Du für Europa tust, und wir werden Dich vermissen. Wir schauen nicht mit Angst in die Zukunft. Denn wir wissen: Europa wird weiterleben. Aber ein solcher Europäer wie Du, der kommt in der Geschichte nicht so oft vor!" Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier würdigt bei seinem Abschiedsbesuch in Frankreich Staatspräsident Emmanuel Macron. TERROR IN HALLE Gedenken an Anschlag Der 9. Oktober 2019 war ein wolkiger, mäßig warmer, leicht windiger Herbsttag, wie sich Zeitzeugen erinnern. In der Synagoge von Halle an der Saale hatten sich 52 Menschen versammelt, um gemeinsam Jom Kippur zu begehen, den höchsten Feiertag des Judentums, als gegen 12 Uhr der Rechtsextremist Stephan B. versuchte, gewaltsam in das Gotteshaus einzudringen. Doch die dicke Holztür hielt Schüssen und Sprengsätzen stand. In seiner Wut erschoss der Terrorist zunächst eine 40-jährige Passantin und dann in einem nahegelegenen Dönerimbiss einen 20-Jährigen. Auf seiner Flucht verletzte er zwei weitere Personen schwer. Er wurde noch am selben Tag gefasst und im Dezember 2020 zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe mit anschließender Sicherheitsverwahrung verurteilt. Heute, da sich der antisemitische Anschlag zum siebten Mal jährt, gibt es in Sachsen-Anhalts zweitgrößter Stadt zahlreiche Gedenkveranstaltungen. An der Synagoge hält um 12 Uhr Max Privorozki, Vorsitzender der jüdischen Gemeinde und damals selbst in der Synagoge, eine Ansprache. Am Zeitpunkt des Attentats um 12.03 Uhr werden die Straßenbahnen anhalten und die Kirchenglocken läuten. Am Nachmittag organisiert das Bündnis "Halle gegen Rechts" einen Rundgang zu den Anschlagsorten. Die zentrale Kundgebung findet um 17 Uhr auf dem Marktplatz statt. Neben einer Andacht von Superintendentin Ute Niethammer ist eine Rede von SPD-Bürgermeister Egbert Geier geplant. Der Triumph der rechtsextremen AfD bei der Landtagswahl vor einem Monat soll hingegen ausgeblendet werden. OSLO Friedensnobelpreis-Vergabe Noch ist es ein Geheimnis, wen die Jury in der norwegischen Hauptstadt Oslo heute Morgen um 11 Uhr zum Friedensnobelpreisträger 2026 kürt. Nicht allzu gewagt ist allerdings die Prognose, dass das Komitee bei seiner Wahl darauf achten dürfte, nicht noch einmal ein Debakel wie im vergangenen Jahr zu erleben. Da wurde die erzkonservative venezolanische Oppositionspolitikerin María Corina Machado ausgezeichnet, die ihre Medaille später an US-Präsident Donald Trump weiterreichte. Das Komitee sah sich genötigt, daraufhin hinzuweisen, dass der Preis nicht übertragbar ist. Diesmal gehen Experten davon aus, dass eine Nichtregierungsorganisation wie Save the Children oder die sudanesischen Notfall-Einsatzteams ERR geehrt werden könnten. Sollte die Jury jedoch explizit auf Konfrontationskurs zum US-Präsidenten gehen wollen, gäbe es auch dafür geeignete Kandidaten: Francesca Albanese etwa, die UN-Sonderberichterstatterin für die besetzten palästinensischen Gebiete, oder den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag. Oder gleich Papst Leo, das erste in den USA geborene katholische Kirchenoberhaupt und von Trump als "schwach" bezeichnet. Was er ganz sicher nicht ist. Lesetipps Linke, Grüne und SPD in Berlin haben sich auf eine gemeinsame Linie gegen Antisemitismus verständigt und wollen nun Sondierungsgespräche beginnen. Meine Kollegen Philipp Michaelis und Julian Alexander Fischer sind geteilter Ansicht, ob das richtig ist. Artikel lesen Andreas Rödder zählt zu jenen Stimmen in CDU-Kreisen, die einen anderen Umgang mit der AfD fordern. Im Interview mit unserem Hauptstadtbüroleiter Florian Schmidt erklärt der Historiker, wie Friedrich Merz doch noch als guter Kanzler in die Geschichte eingehen könnte. Artikel lesen Mit einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein stellen die Grünen ihren "Plan für Deutschland" vor. Sie wollen ins Kanzleramt, schreibt unsere Reporterin Julia Naue. Artikel lesen Die Redaktion von t-online verstärkt den Austausch mit ihren Lesern. Nun haben wir die Mitglieder des neuen Leserbeirats in unserem Berliner Newsroom begrüßt. Artikel lesen Ohrenschmaus Was macht guten Journalismus aus? Wo wird die Redaktion von t-online ihren publizistischen Prinzipien gerecht, wo nicht? In der neuen Folge des "Vorangedacht"-Podcasts habe ich Mitglieder des Leserbeirats ins Aufnahmestudio eingeladen. Hier hören Sie, was sie zu sagen haben . Zum Schluss Ich wünsche Ihnen einen produktiven Tag. Herzliche Grüße und bis morgen Ihr Florian Harms Chefredakteur t-online Mit Material von dpa und Reuters, Recherche unterstützt von Google Gemini und Claude (Anthropic).

Читайте на сайте


Smi24.net — ежеминутные новости с ежедневным архивом. Только у нас — все главные новости дня без политической цензуры. Абсолютно все точки зрения, трезвая аналитика, цивилизованные споры и обсуждения без взаимных обвинений и оскорблений. Помните, что не у всех точка зрения совпадает с Вашей. Уважайте мнение других, даже если Вы отстаиваете свой взгляд и свою позицию. Мы не навязываем Вам своё видение, мы даём Вам срез событий дня без цензуры и без купюр. Новости, какие они есть —онлайн с поминутным архивом по всем городам и регионам России, Украины, Белоруссии и Абхазии. Smi24.net — живые новости в живом эфире! Быстрый поиск от Smi24.net — это не только возможность первым узнать, но и преимущество сообщить срочные новости мгновенно на любом языке мира и быть услышанным тут же. В любую минуту Вы можете добавить свою новость - здесь.




Новости от наших партнёров в Вашем городе

Ria.city
Музыкальные новости
Новости России
Экология в России и мире
Спорт в России и мире
Moscow.media









103news.com — быстрее, чем Я..., самые свежие и актуальные новости Вашего города — каждый день, каждый час с ежеминутным обновлением! Мгновенная публикация на языке оригинала, без модерации и без купюр в разделе Пользователи сайта 103news.com.

Как добавить свои новости в наши трансляции? Очень просто. Достаточно отправить заявку на наш электронный адрес mail@29ru.net с указанием адреса Вашей ленты новостей в формате RSS или подать заявку на включение Вашего сайта в наш каталог через форму. После модерации заявки в течении 24 часов Ваша лента новостей начнёт транслироваться в разделе Вашего города. Все новости в нашей ленте новостей отсортированы поминутно по времени публикации, которое указано напротив каждой новости справа также как и прямая ссылка на источник информации. Если у Вас есть интересные фото Вашего города или других населённых пунктов Вашего региона мы также готовы опубликовать их в разделе Вашего города в нашем каталоге региональных сайтов, который на сегодняшний день является самым большим региональным ресурсом, охватывающим все города не только России и Украины, но ещё и Белоруссии и Абхазии. Прислать фото можно здесь. Оперативно разместить свою новость в Вашем городе можно самостоятельно через форму.

Другие популярные новости дня сегодня


Новости 24/7 Все города России



Топ 10 новостей последнего часа



Rss.plus


Новости России







Rss.plus
Moscow.media


103news.com — международная интерактивная информационная сеть (ежеминутные новости с ежедневным интелектуальным архивом). Только у нас — все главные новости дня без политической цензуры. "103 Новости" — абсолютно все точки зрения, трезвая аналитика, цивилизованные споры и обсуждения без взаимных обвинений и оскорблений. Помните, что не у всех точка зрения совпадает с Вашей. Уважайте мнение других, даже если Вы отстаиваете свой взгляд и свою позицию.

Мы не навязываем Вам своё видение, мы даём Вам объективный срез событий дня без цензуры и без купюр. Новости, какие они есть — онлайн (с поминутным архивом по всем городам и регионам России, Украины, Белоруссии и Абхазии).

103news.com — живые новости в прямом эфире!

В любую минуту Вы можете добавить свою новость мгновенно — здесь.

Музыкальные новости




Спорт в России и мире



Новости Крыма на Sevpoisk.ru



Частные объявления в Вашем городе, в Вашем регионе и в России