Ukraine-Krieg: Deutschland will neue EU-Eingreiftruppe mit 5000 Soldaten stellen – russisches Gericht verbietet Facebook und Instagram
Bald vier Wochen tobt der russische Angriffskrieg auf die Ukraine. Die Zahl der zivilen Opfer wächst; in Kiew werden immer mehr Gebäude zerstört. Verfolgen Sie die wichtigsten Entwicklungen im stern-Liveblog.
Die Ukraine hat ein Ultimatum des russischen Militärs zur Aufgabe der seit Wochen belagerten Hafenstadt Mariupol abgelehnt. Es gab zunächst keine Angaben zur weiteren Vorgehensweise russischer Truppen gegen die stark zerstörte Stadt, in der einige hunderttausend Zivilisten eingeschlossen sind. "Was in Mariupol passiert, ist ein massives Kriegsverbrechen", sagte der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell am Montag am Rande eines Außenministertreffens in Brüssel. Es werde alles zerstört, alles bombardiert und wahllos getötet.
Russland sieht nach wie vor keine Voraussetzungen für ein Treffen der Präsidenten der beiden Länder. "Sie haben einfach nichts zum Festklopfen, keine Vereinbarungen, die sie festhalten könnten", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der Agentur Interfax zufolge. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnete ein Treffen mit Wladimir Putin als ein Ziel bisheriger Gespräche von Unterhändlern. Peskow sagte auch, während der nächsten Runde dieser Verhandlungen per Video-Schalte am Montag werde es keine Feuerpause geben.
Die wichtigsten Meldungen des Tages in Kürze:
Mehrere Tote bei Explosionen in Kiew: Beim Angriff auf mehrere Gebäuden im Westen der ukrainischen Hauptstadt wurden in der Nacht zu Montag mindestens acht Menschen getötet.
In Deutschland sind laut Innenministerium seit Beginn des russischen Angriffs mehr als 225.000 Kriegsflüchtlinge erfasst worden. Die Union fordert von der Bundesregierung mehr Einsatz zur Bewältigung des Zustroms von Geflüchteten.
Unterhändler der Ukraine und Russlands haben für Montag eine neue Verhandlungsrunde per Videoschalte angesetzt. US-Präsident Joe Biden will per Video mit Scholz, Macron, Draghi und Johnson beraten.
Mit dem Krieg in der Ukraine befassen sich am Vormittag auch die Außen- und Verteidigungsminister der Europäischen Union in Brüssel. Dabei geht es um weitere humanitäre wie militärische Hilfe für die Ukraine sowie die mehr als zwei Millionen Geflüchteten.
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