FBI-Direktor Kash Patel schlittert in den nächsten Skandal. Es geht um einen "VIP-Schnorchelausflug". FBI-Direktor Kash Patel kommt nicht aus den Schlagzeilen: Nach von ihm zurückgewiesenen Vorwürfen, er würde zu viel trinken, kommt jetzt ein zunächst verschwiegener Ausflug in Hawaii ans Tageslicht. Dabei soll Patel mit anderen Personen an einem Schiff geschnorchelt haben, das beim japanischen Angriff auf Pearl Harbor 1941 untergegangen war. Mehr als 900 Marinesoldaten und Seeleute starben und wurden im Schiffsrumpf begraben. Die "USS Arizona" wie auch andere Schiffe nahe Pearl Harbor gelten als Denkmäler und sind der Öffentlichkeit nicht zugänglich. In der Vergangenheit wurden vor allem Wissenschaftlern Tauchgänge erlaubt. Auch Verwandte der gestorbenen Soldaten durften die Stelle besuchen, an der das Schiff im Ozean lag. Allerdings, so berichtet die Nachrichtenagentur, wurden unter Präsident Barack Obama die Vorschriften gelockert, einige Prominente und Regierungsmitglieder durften dort schwimmen. Der Chef des FBI und Trump-Vertraute steht seit mehr als einem Jahr wegen seines Führungsstils unter Druck. Immer wieder gerät dabei auch sein Umgang mit staatlichen Ressourcen in die Kritik. Besonders im Februar hatte ein Video für Aufsehen gesorgt. Es zeigte Patel nach dem Olympiasieg der US-Eishockeynationalmannschaft in Mailand feiernd in der Umkleidekabine mit den Spielern. Zwei Verhaftungen: Brief könnte Patel jetzt weiter in Bedrängnis bringen Kash Patel leugnet Trinkexzesse: Nicht mehr ansprechbar "VIP-Schnorchelgang" Jetzt kam zutage, dass FBI-Direktor Kash Patel im vergangenen Jahr einen Zwischenstopp in Hawaii nutzte, um an dem Schiff einen "VIP-Schnorchelausflug" zu machen, wie die Navy der AP bestätigte. Ein ehemaliger Taucher im Dienst der US-Regierung sagte der Nachrichtenagentur, es sei ungewöhnlich, dass einem Behördenchef oder einer anderen Person, die nicht mit der Gedenkstätte in Verbindung stehe, ein solcher Zugang gewährt werde, da die Schwimmaktionen mit körperlichen Risiken verbunden seien. Patels Ausflug fand im August 2025 statt, als er auf seiner Rückreise in die Vereinigten Staaten von offiziellen Besuchen in Australien und Neuseeland zwei Tage auf Hawaii verbrachte. Auf dem Weg in diese Länder machte er auf Hawaii Halt, um die Außenstelle in Honolulu zu besuchen. Navy bestätigt Tauchausflug Das FBI erklärte in einer Stellungnahme, dass hochrangige regionale Kommandeure Patel auf der Joint Base Pearl Harbor-Hickam empfangen hätten, "wie sie es üblicherweise bei US-Regierungsbeamten auf Dienstreisen tun". Der Besuch in Pearl Harbor, so der Sprecher, "war Teil der öffentlichen Termine des Direktors im Bereich der nationalen Sicherheit im vergangenen August mit Amtskollegen in Neuseeland, Australien, unserer Außenstelle in Honolulu und dem Kriegsministerium". Navy-Sprecherin Jodie Cornell bestätigte der AP den Patel-Trip. Den Teilnehmern von Patels Schwimmausflug sei gesagt worden, das versunkene Schiff in keiner Weise "zu berühren oder damit in Kontakt zu kommen", so Cornell. Sie fügte hinzu, dass die Schnorchler zudem über "die historische Bedeutung des Denkmals als letzte Ruhestätte für Hunderte von Soldaten" aufgeklärt worden seien. Aus E-Mails der Regierung, die die AP im Rahmen eines Antrags auf Zugang zu öffentlichen Unterlagen erhalten hat, geht hervor, dass Militärvertreter die Logistik und das Personal für den "VIP-Schnorchel" koordiniert haben. Der National Park Service, der die Gedenkstätte zusammen mit der Navy betreibt, habe nichts von der Aktion gewusst. Und auch in den öffentlichen Stellungnahmen zum Besuch Patels war von dem Ausflug nichts zu lesen gewesen. Hack Albertson, ein Veteran der Marineinfanterie, ist einer der Taucher, die jährlich den Zustand der USS Arizona überprüfen dürfen. Er sagte, es sei unangemessen, dass Patel und andere Politiker an der Gedenkstätte schnorcheln oder tauchen. "Das ist so, als würde man eine Junggesellenparty in einer Kirche feiern. Es ist geweihtes Gelände", sagte er. "Es muss mit der Würde behandelt werden, die es verdient."