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Buckelwal in der Ostsee – Deutschland als Gespött der Welt

Dieses Frühjahr hat sich Deutschland mit einer Farce um einen Wal in der Ostsee weltweit lächerlich gemacht. Unser Kolumnist hat vor diesem Hintergrund seine Leidenschaft für einen nordischen Nachbarn aufgefrischt. Einen der zauberhaftesten Urlaube meiner Kindheit habe ich am Kleinen Belt verbracht. Unsere Eltern hatten zusammen mit meiner Lieblingstante und meinem Lieblingsonkel ein einfaches Ferienhäuschen in dritter Reihe gemietet, fußläufig zum Meer. Jeden Tag habe ich als kleiner Bub Miesmuscheln gesammelt, und dann ging es mit dem Motorboot des Onkels raus aufs Meer, das hier im Lillebaelt, wie die Dänen sagen, harmlos und recht flach ist. Am Paternostersystem (zwei Haken und ein Endblei) ließen wir die von den Schalen befreiten Miesmuscheln herunter, und das Zuppeln und Zucken in der gespannten Leine kurz darauf schickte kleine Stromstöße des Glücks durch meinen Körper. Beim Raufkurbeln war dann nur noch die Frage: Flunder? Scholle? Wittling? Aalmutter? Oder sogar mal ein kleiner Dorsch? Der Höhepunkt waren zwei Ausflüge in eine benachbarte Bucht, in der die pfeilschnellen Hornhechte raubten und laichten. Diese silbernen Geschosse haben es mir bis heute angetan. Am Haken und verarbeitet zur Boulette. Dänemark umspielt auch jenseits der Kindheit meine Sinne. Das inzwischen dritte Pärchen Lautsprecher aus einer dänischen High-End-Manufaktur bespielt seit 40 Jahren mein Musikzimmer. Wäre ich nicht ganz sicher, dass es ein Grammophon war, was Hans Castorp in Thomas Manns "Zauberberg" zum berühmten Monolog über die "Fülle des Wohllauts" anregte, dann würde ich schwören, Castorp hat mit Boxen der Dänen diese akustischen Wonnen erlebt. Ästhetisch und von der Verarbeitung her obendrein optische Meisterstücke. Sie spielen so detailgetreu und plastisch: Ritchie Blackmore sitzt mir bei "Made In Japan" förmlich auf dem Schoß, jeder Griff auf seiner Stratocaster ist zu hören, man meint dabei, die Hornhaut seiner Fingerkuppen zu spüren. Drei bis vier Meter gestaffelt dahinter hockt Ian Paice an seinem Schlagzeug und lässt die Bassdrum zweimal kurz hintereinander so trocken bollern im Intro zu "Highway Star", dass die Bude kurz bebt. "Dänen lügen nicht", kalauerte der Refrain eines Blödelsongs von Otto Waalkes , den er einmal aus der Schnulze "Tränen lügen nicht" von Michael Holm gemacht hatte. Die Hifi-Schmieden des nordischen Nachbarn haben diesen Slogan zu ihrem gemacht. Er stimmt auch für andere ästhetische Sphären Dänemarks. Möbel, Geschirr, Lampen in dänischem Design können mit der wahrhaftigen Schönheit der Werke eines Henry van de Velde mithalten, und das will was heißen. Das einzige, was ich Dänemark vorwerfen würde: Es liegt verdammt lange und endlose Stunden um Stunden vor dem Kühler, wenn man die Fähre von Hirtshals nach Kristiansand in Norwegen erreichen möchte. Aber werden wir politisch. In Dänemark lebt, was bei uns ausgestorben ist. Seit sieben Jahren regiert in Dänemark eine Sozialdemokratin, wie es sie in der deutschen SPD schon lange nicht mehr gibt. Was gäbe ich um eine Mette Frederiksen bei der SPD. Sie könnte auch gut das Vorbild für die exzellente Polit-Saga "Borgen" sein, die um Welten besser ist, näher an der politischen Realität, als "House of Cards" aus den USA . Die Politik dieser Frau, die man als wirklich harten Keks bezeichnen kann, ist von maximalem Realismus geprägt. Das war bei der Migration so, und das ist auch bei einem verirrten, verendenden Wal so. Schon bevor es den Kadaver eines Buckelwals dieser Tage auf die Sandbank vor einer kleinen Insel bei Skagen spülte, hatten die Dänen dem galoppierenden Irrsinn ihrer deutschen Nachbarn einigermaßen fassungslos zugeschaut. Und schon, als das Tier am Timmendorfer Strand festsaß, gesagt, dass sie keinen Finger krumm machen würden in einem solchen Fall. Und auch jetzt, wo das halbtote Tier in deutscher Idiotie in ihre Gewässer geschleppt wurde und dort seinen letzten Blas ausstieß, machen die Dänen genau das: nichts. Oder nur das Allernötigste: Jetzt wollen sie ihn wegschaffen, weil sein Gestank nun doch Badegäste stören könnte. Und weil die verrückten Deutschen für Selfies auch noch zur Leiche pilgern. Ganz anders hatte eine deutsche Sozialdemokratin gehandelt, von der man einmal hätte hoffen können, dass sie sich zu einer deutschen Mette Frederiksen auswächst. Als der Umweltminister im Kabinett der Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern zu Beginn der Farce auf der Ostsee sagte, dieser Wal habe nun mal beschlossen, auf dieser Sandbank vor Timmendorf zu sterben, da muss die Wahlkämpferin Manuela Schwesig ihrem Kabinettskollegen Till Backhaus heimgeleuchtet haben. Also hüpfte der mit einem Mal in die Wathose, tätschelte vor der Insel Poel jeden Tag die mächtige Brustflosse des sterbenden Säugetiers und gab fachmännische Bulletins ab ("Ich habe ihm in die Augen geschaut. Dem Wal geht es gut"). Dann gab Backhaus dieser hirnverbrannten Rettungsaktion seinen Segen, hat ein Denkmal am Timmendorfer Strand angekündigt und schließlich auf Ministerialpapier einen kitschigen Nachruf auf den Buckelwal verfassen lassen. Tenor: warum trotzdem alles richtig war. Eine Lachnummer vor den Augen der Welt Deutschland hat sich in den vergangenen Wochen zum Gespött der Welt gemacht, und mittendrin in dieser Groteske, die sich unter seinem Zutun so aufblähte wie jetzt die Gärgase den toten Wal: Till Backhaus, Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern. Es ist zu vermuten, dass der brillanten Wahlkämpferin Schwesig die Fetzen dieser Farce so um die Ohren fliegen wie den Schaulustigen die Speckschwarten des Kadavers, wenn er explodiert. Ich angle seit über 20 Jahren, immer wenn der Raps blüht, auf der Insel Poel dem Silberpfeil-Fisch hinterher, der mich schon in Dänemark gehakt hatte. Auch in Wathose. Und über die Jahre habe ich dabei einen Anflug von Eindruck vom Gemüt der Menschen dieses Landstrichs bekommen. Ich mag sie. Sie fallen nicht jedem Fremden gleich um den Hals, tragen das Herz nicht eben auf der Zunge, sind eher herb und schnörkelfrei. Und werden am 20. September bei der Landtagswahl der SPD für die Lachnummer mit dem Buckelwal sicher keine zusätzlichen Stimmen geben. Von Grauzone, einer vergessenen Band der Neuen Deutschen Welle, gab es einen Song, der hieß nicht "Buckelwal", sondern "Eisbär". "Ich möchte ein Eisbär sein im kalten Polar. Dann müsste ich nicht mehr schrei'n, alles wär' so klar", wiederholte der Sänger stoisch im Refrain. Diesen Song möchte ich abwandeln wie Otto einst die Schnulze von Michael Holm: Ich möchte ein Däne sein. im Kleinen Belt. Dann müsst ich nicht mehr schrei'n. Alles wär' so klar.

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