Der deutsche Tennisstar kann in Paris einen weiteren Schritt in Richtung seines ersten Grand-Slam-Titels machen. Klappt es? Alexander Zverev trifft am Freitagabend in der dritten Runde der French Open auf Quentin Halys. Nach dem überraschenden Aus von an Platz eins gesetzten Jannik Sinner und von Rekord-Grand-Slam-Sieger Novak Djoković gilt der Deutsche als großer Favorit auf den Turniersieg. Klare Worte von Sinner: Topfavorit nennt wahren Grund für sein Aus "Wenn ich das aus der Sicht von Alexander Zverev beurteilen darf: Da gibt es keinen Spieler, vor dem ich mich fürchten muss", sagte Boris Becker bei Eurosport . Das Spiel von Alexander Zverev gegen Halys können Sie hier im Liveticker mitverfolgen. +++ HIER AKTUALISIEREN +++ Quentin Halys – Alexander Zverev 4:6, 3:6, 5:5 3. Satz, 4:6, 3:6, 5:5 – Das macht Halys in dieser Phase eigentlich noch immer sehr gut, verteilt die Bälle clever. Aber Zverev bringt ihm alles zurück, wartet auf Fehler – die kommen: Erst eine Vorhand ins Aus, dann landet der Franzose im Netz. Das Publikum im Chatrier feuert ihn ein vielleicht letztes Mal in diesem Match lautstark an. Und Zverev schenkt ihm das 40:30, weil er unnötigerweise einen Stopp versucht – warum? Auch den letzten Ballwechsel entscheidet Halys für sich. Und bleibt im dritten Satz. 3. Satz, 4:6, 3:6, 4:5 – Vielleicht hat Alexander Zverev genau das gebraucht: Mit zwei Assen bringt er sein Aufschlagspiel durch. Seinen mittlerweile schon fünften Doppelfehler verschweigen wir jetzt mal einfach. Jetzt serviert Halys gegen den Matchverlust. 3. Satz, 4:6, 3:6, 4:4 – "Geht Halys nun doch langsam die Puste aus?" wollte ich schreiben, nachdem er mit einem recht kraftlosen Volley im Netz landet – aber dann bringt ihn Zverev mit gleich zwei Vorhand-Fehlern ins Spiel zurück, in dem er auch durchaus die Chance auf ein weiteres Break gehabt hätte. Und so kommt es, wie es kommen muss: Zverev kassiert einen Stopp. 3. Satz, 4:6, 3:6, 3:4 – Halys bringt aktuell alles zurück, was Zverev ihm anbietet – und der Deutsche scheint plötzlich zu überlegen. Immerhin holt er dann einen tollen Stopp genau auf die Linie raus, den der Franzose nicht mehr erreicht. Aber dann leistet sich Zverev seinen nächsten Doppelfehler. In seiner Box ist Vater Alexander senior zu sehen, er wirkt beunruhigt. Der Junior aber stellt mit einem Volley auf 40:30 und schließt mit dem nächsten Stopp ab. Damit lässt er auch das nun wieder investiertere Publikum etwas verstummen. 3. Satz, 4:6, 3:6, 3:3 – Da stöhnt das Publikum auf: Gleich zweimal landet Halys im Aus, erst mit einem Volley, dann mit einer Vorhand, und Zverev hat wieder einmal zwei Breakchancen. Die erste wehrt Halys mit einem tollen Vorhand-Longline ab, die zweite mit einem Ass durch die Mitte. Dann legt er einen Cross nach, braucht aktuell offenbar dieses Mit-dem-Rücken-zur-Wand-Gefühl. Er macht gerade nur ganz wenige Fehler. Er hält Zverev in einer Ecke, setzt einen weiteren Cross nach und bringt sein Aufschlagspiel doch durch. 3. Satz, 4:6, 3:6, 2:3 – Gut vom Hamburger. Mit schönem Spin treibt er Halys vor sich her, schließt mit einem Rückhand-Cross ab. Kassiert darauf aber einen bärenstarken Inside-Out vom Franzosen. Immer wieder zieht er seinen Vorhand-Cross stark durch – und schließt per Stopp ab. Anerkennender Applaus vom Publikum. Mit einem frechen Stopp verkürzt Halys noch mal, er liest das Spiel des Deutschen weiter sehr gut. Gegen den nächsten Aufschlagwinner von Zverev kann er aber nichts ausrichten. 3. Satz, 4:6, 3:6, 2:2 – Halys bekommt nun offenbar ein wenig zweite Luft. Das Publikum im Chatrier feuert ihn lautstark an. Sein Aufschlag sitzt jetzt wieder besser, er wirkt beflügelt von der Unterstützung. Und schließt sein Aufschlagspiel auch noch mit einem Stopp ab, den Zverev nicht zurückbringen kann. Was passiert hier gerade? 3. Satz, 4:6, 3:6, 1:2 – Es läuft gerade gut für Zverev, aber er darf es nicht übertreiben. Halys erläuft einen Stopp, Zverev will mit einem Lob im Rücklaufen kontern, aber der Franzose ist da. Dann unterläuft dem Hamburger sein dritter Doppelfehler der Partie zur Re-Break-Chance von Halys. Und die nutzt er – weil Zverev einen Stopp falsch berechnet und an der Netzkante hängen bleibt. Das hatte sich zum Start in diesen dritten Satz nicht abgezeichnet. 3. Satz, 4:6, 3:6, 0:2 – Es geht genau so weiter: Zverev spielt nun wieder mit viel mehr Nachdruck, erarbeitet sich direkt zwei Breakbälle. Den ersten wehrt Halys mit einem Aufschlag-Winner ab, dann lockt Zverev ihn mit einem Stopp nach vorne, schließt per Volley ins freie Feld ab. Und ist nun schon schnell 2:0 vorne. 3. Satz, 4:6, 3:6, 0:1 – Gleich zwei Zeichen von Zverev zu Beginn dieses dritten Satzes: Der eingesprungene Überkopf-Schmetterball á la Pete Sampras zum 15:0, dann ein feiner Slice. Das Publikum applaudiert anerkennend. Mit einem Vorhand-Longline stellt er auf 40:0 – setzt dann aber eine Vorhand auf die Linie. Es kann nicht alles funktionieren. Mit einer weiteren Vorhand schließt er ab. Der Deutsche beginnt diesen Satz wieder deutlich aggressiver, fasst sich offenbar ein Herz. 2. Satz, 4:6, 3:6 – So geht es doch: Ein Vorhand-Cross zum 40:30, und Zverev hat Breakball zum Satzgewinn. Den will Halys dann zu lässig mit einem Überkopf-Volley abwehren – und donnert den Ball ins Aus. Auch Satz Nummer zwei gewinnt Alexander Zverev völlig verdient, auch wenn er gegen diesen Quentin Halys deutliche Mühe hat. 15 zu 5 Winner, aber auch 10 unerzwungene Fehler drücken diese Spielverhältnisse aus. 2. Satz, 4:6, 3:5 – Das ist gerade einfach ohne Not zu wackelig vom Deutschen. Erneut hat Zverev Pech, eine Rückhand springt von der Netzkante zurück in seine Hälfte. Er legt einen Aufschlag-Winner darauf – und landet in der nächsten Rally dann aber mit einer Vorhand meilenweit im Aus. Das sind Winner, die er eigentlich nicht vergeben darf. Immerhin sitzt darauf ein Überkopf-Volley zum 30:30. Und dann? Eine Vorhand unerzwungen ins Aus – und die nächste Breakchance für Halys. Die wehrt er mit einem guten Serve-and-Volley ab. Hat in der nächsten Rally dann wieder Glück, dass Halys seinen Volley am Netz nicht mehr von der Linie kratzen kann. Und nochmal Glück: Jetzt springt eine Vorhand von Halys zurück in dessen Hälfte. Der Franzose serviert nun gegen den Verlust des zweiten Satzes. 2. Satz, 4:6, 3:4 – Eine etwas wilde Phase. Glück für Halys: Zverev kommt ans Netz, will mit einem Volley punkten – bleibt aber im Netz hängen. Zwei Rallys später wird er mit einem Stopp erneut ans Netz gezwungen, zieht aber mit einem Longline durch. Halys ist nun zu wechselhaft. Erst schlägt er einen Aufschlag-Winner, dann leistet er sich einen Doppelfehler – und Zverev hat die nächste Chance zum Break. Die wehrt der Lokalmatador mit dem nächsten Service-Winner ab, legt direkt den nächsten nach. Aber Zverev wittert seine Chance, überrascht seinen Gegner mit einem Rückhand-Longline zum Gleichstand. Und was macht er dann? Bleibt selbst mit einem Stopp im Netz. Unnötig. Ein weiterer Vorhand-Cross ins Netz von Zverev schließt dieses Spiel ab. Da war mehr drin für den Deutschen. 2. Satz, 4:6, 2:4 – Zverev will beim Aufschlag variieren – muss er auch, weil Halys weit vorne steht und ihn zu anderen Winkeln zwingt. Er zieht den Service auf den Körper seines Gegners, hat damit Erfolg. Darauf Ass Nummer drei und Nummer vier, Abschluss mit einer Vorhand. 2. Satz, 4:6, 2:3 – Aber Halys bleibt erneut dran. Auch er bringt sein Aufschlagspiel zu Null durch. Zverev ist noch immer ein Break vorne, muss aber aufpassen, dass der Franzose nicht doch die Kontrolle über die Partie gewinnt. 2. Satz, 4:6, 1:3 – Puh. Durchatmen bei Zverev. Er kommt ans Netz, liest Halys‘ Antwort aber völlig falsch, hat Glück, dass der Franzose seinen Schlag verzieht, und kann mit einem Volley punkten. Mit einem Vorhand-Winner stellt er auf 40:0 und schließt mit einem weiteren forcierten Halys-Fehler ab. 2. Satz, 4:6, 1:2 – Halys bringt sein Aufschlagspiel zur Abwechslung mal ohne große Probleme durch. 2. Satz, 4:6, 0:2 – Das ist ganz klar nicht Zverevs bestes Match – aber er bringt sein Spiel dann doch noch mit Mühe durch. Er tut sich sichtlich schwerer als noch in den beiden vorangegangenen Runden. Gleich mehrfach kommt er jetzt zu unentschlossen nach vorn, läuft in Konter seines Gegners, der immer wieder Nadelstiche setzen kann. Aber Halys unterlaufen eben immer wieder auch selbst einfache Fehler. Bei 30:40 aus seiner Sicht schlägt er eine Rückhand ins Netz. 2. Satz, 4:6, 0:1 – Zverev schenkt dem Underdog hier nichts, warum auch? Bei 15:40 streut er einen starken Vorhand-Return ein, durch den nächsten unerzwungenen Halys-Fehler sind wir bei Gleichstand. Der Franzose holt sich den Vorteil durch einen Vorhand-Fehler seines Gegners, kann das Spiel aber noch nicht zumachen. Mehrfach geht es über Gleichstand. Zverev muss sich den Vorwurf gefallen lassen, beim Aufschlag von Halys zu passiv zu agieren. Dafür verteidigt er in den Rallys aber gut. Ein Volley am Netz von Halys landet weit im Aus, und Zverev hat Breakball. Den holt er sich gleich, weil sich Halys erneut einen Vorhand-Fehler leistet. 1. Satz, 4:6 – Zverev steht jetzt besser auf der Grundlinie, will sich nicht nochmal überraschen lassen. Aber da unterläuft ihm der zweite Doppelfehler der Partie. Dann trifft er einen Return zu spät, schlägt eine Rückhand ins Aus. Halys trifft seine Vorhand immer besser – riskiert mit einem Slice dann aber zu viel, landet im Netz. Und Zverev hat Satzball. Sein Aufschlag sitzt plötzlich nicht mehr so gut, er muss wiederholt über den zweiten. Mit einem konsequenten Vorhand-Winner holt er sich Satz Nummer eins. Das war vielleicht etwas mehr Mühe, als es der Deutsche gegen den Weltranglisten-88. erwartet hatte. Aber Halys kann Tennis spielen, wird dazu vom Publikum im Chatrier getragen. 1. Satz, 4:5 – Zverev spielt weiter konzentriert, kann aber nicht zumachen. Ein Rückhand-Longline zum 30:15 bei Aufschlag Halys, er kratzt am nächsten Break. Aber der Franzose kämpft sich noch mal zurück. Ein eigener Aufschlag-Winner, dann rückt er gut vor und punktet am Netz. Mit einem Vorhand-Longline bleibt er im Satz. 1. Satz, 3:5 – Zverev immer wieder mit dem Service-Winner. Dann forciert er den nächsten Vorhand-Fehler bei Halys und steht bei 40:15. Er kommt ans Netz, behält die Übersicht und lässt den Ball ins Feld tropfen. Jetzt serviert Halys gegen den Satzverlust. 1. Satz, 3:4 – Ein Rückhand-Fehler von Zverev schließt Halys' Aufschlagspiel ab. Er bleibt am Deutschen dran, muss für seine Punkte in dieser Phase des Spiels deutlich härter arbeiten. 1. Satz, 2:4 – Wieder versucht es Zverev mit dem Gang ans Netz, wieder wird er von Halys ausgekontert. Aber der Deutsche ringt um Spielkontrolle, will auch das Publikum nicht weiter in die Partie kommen lassen. Da gibt es dann die ersten beiden Asse des Spiels. Halys kontert noch mal, liest Zverevs Schläge gut. Foppt den Favoriten dann mit einem tollen Rückhand-Cross zum 40:40. Darauf leistet sich der Franzose aber einen einfachen Fehler, liefert Zverev den Vorteil – und der schließt mit dem nächsten Aufschlag-Winner nach. 1. Satz, 2:3 – Halys weiß offenbar selbst nicht so recht, wie ihm geschieht. Nach dem Break leistet er sich bei eigenem Aufschlag direkt mehrere einfache Fehler, Zverev muss gar nicht viel machen. Symptomatisch: Ein Stopp bei 15:30 landet im Netz – und Zverev hat zwei Chancen zum Re-Break. Bei der ersten kommt er ans Netz, wird aber noch von seinem Gegner überspielt. Den zweiten wehrt Halys mit einem Service-Winner ab, es geht über Gleichstand. Zverev reagiert aber gut, lässt ihn in der folgenden Rally viel laufen, erzwingt einen weiteren Vorhand-Fehler. Und nimmt ihm am Ende den Aufschlag ab. Re-Break für den Deutschen. 1. Satz, 2:2 – Oha. Ein Zverev-Doppelfehler zum Start ins vierte Spiel dieser Partie, das Publikum merkt auf. Er darf sich jetzt nicht von den Zuschauern beeinflussen lassen. Direkt legt er zwei Service-Winner nach, der erste Aufschlag sitzt wieder. Aber Halys verteidigt gut, Zverev bleibt erneut mit einer Vorhand im Netz. Dann ist ein Stopp zu lang, Halys erläuft ihn – und hat selbst Breakball. Direkt den ersten nutzt er – mit etwas Glück in einer tollen Rally. Einen Netzroller kann Zverev noch erlaufen, Halys‘ Konter aber bringt er nicht mehr zurück. Die Zuschauer sind nun auch endgültig aufgewacht. 1. Satz, 1:2 – Jetzt will Halys mitgehen: Ein Aufschlag mit 207 Stundenkilometern zum Service-Winner lässt das Publikum im Chatrier jubeln. Dann aber leistet er sich einen unerzwungenen Vorhand-Fehler in der nächsten Rally, bringt Zverev wieder rein. Halys variiert nun, kommt ans Netz, erwischt den Hamburger auf dem falschen Fuß. Der antwortet im nächsten Ballwechsel mit einer kraftvollen Vorhand, die Halys nur ins Netz zurückbringen kann. Mit einem Vorhand-Longline schließt dieser aber seinen ersten Spielgewinn ab und ist nun auch voll im Match. 1. Satz, 0:2 – Der Deutsche startet konzentriert in sein erstes Aufschlagspiel: Ein Service-Winner, dann aber bleibt er mit einer Vorhand im Netz hängen. Er lässt sich aber nicht beeindrucken: Gegen seinen Aufschlag mit 204 Stundenkilometern kann Halys nichts ausrichten. Zverev legt einen Vorhand-Winner nach, zieht zum Abschluss seinen Aufschlag direkt auf Halys, der noch überhaupt nicht ins Spiel findet. 1. Satz, 0:1 – Top-Start für den Weltranglistendritten. Zverev übernimmt direkt die Kontrolle. Halys merkt man die Nervosität zu Beginn an. Ein Doppelfehler, dann landet er mit einer Rückhand im Aus – und der Deutsche hat direkt drei Breakbälle. Den ersten will Zverev mit einem Stop verwandeln, wird von Halys aber mit einem Lob überrascht. Dann aber forciert er einen weiteren Fehler beim Franzosen, der eine Vorhand Inside-Out komplett verzieht. Vor dem Match – Beide Spieler haben nun den Court Philippe Chatrier betreten. Erst kommt Halys, der von seinem Heim-Publikum bejubelt wird, dann folgt Zverev. Beide spielen sich jetzt noch kurz ein, dann geht es los mit der Nightsession auf dem Hauptplatz der Anlage in Paris. Vor dem Match – Zverev traf bisher erst einmal auf den Franzosen Halys. Beim Masters in Miami im März dieses Jahres gewann der Hamburger gegen die aktuelle Nummer 88 der Weltrangliste in zwei Sätzen mit 7:6, 7:6. Vor dem Match – Jannik Sinner wurde am Donnerstag bei großer Nachmittagshitze von Schwindelgefühlen und Krämpfen geplagt. Zverev könnte zugutekommen, dass sein Match erst auf 20.15 Uhr angesetzt wurde. Durch das Fünfsatz-Match von Djoković und Fonseca startet das Duell sogar erst über eine Stunde später. Vor dem Match – Durch das Aus von Sinner und der Nichtteilnahme von Carlos Alcaraz sind Zverevs stärkste Kontrahenten bei den French Open nicht dabei. Zverev geht als klarer Favorit ins Spiel. Ex-Profi Philipp Kohlschreiber warnt jedoch: "Es gibt noch genug Stolpersteine."