CSD in München: Auch der Oberbürgermeister küsst mit
Hunderttausende trotzen beim CSD in München den hohen Temperaturen und setzen ein Zeichen für Vielfalt. Mittendrin: der neue Oberbürgermeister und sein Partner.
Temperaturen um die 36 Grad, die Sonne brannte – doch auch von der Hitzewelle haben sich Hunderttausende nicht davon abhalten lassen, in München den Christopher Street Day zu feiern.
Der Demonstrationszug führte quer durch die Innenstadt der bayerischen Landeshauptstadt. Der Veranstalter rechnete im Vorfeld mit 300.000 bis 500.000 Menschen. Zu sehen waren Regenbogenflaggen und -symbole allerorten, Menschen in ausgefallenen Outfits und viele Anwohner, die sich mit den Demonstrierenden solidarisierten. Auch am bayerischen Landtag wurde die Regenbogenflagge gehisst.
Der Christopher Street Day ist eine Veranstaltung, die sich für die Rechte sexueller Minderheiten einsetzt. Sie ist Teil des Pride-Wochenendes in München. Neben der Demonstration gibt es Konzerte und ein Straßenfest.
Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause nimmt mit Partner am CSD teil
Die Organisatoren des CSD fordern unter anderem den Schutz von queeren Menschen vor Diskriminierung, die Bekämpfung von Hasskriminalität und Hatespeech sowie Recht auf Asyl für queere Geflüchtete.
Wie schon sein Vorgänger Dieter Reiter (SPD) hat der neue Münchner Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) die Schirmherrschaft für den CSD übernommen. Der Politiker ist selbst schwul und nahm mit seinem Partner an dem Umzug teil. Beide küssten sich demonstrativ vor den Kameras.
Der CSD steht in diesem Jahr unter dem Motto „Unsere Vielfalt. Unsere Stärke“. „Vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Entwicklungen ist das ein doppelter Auftrag“, sagte Krause.
Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) schickte über Social Media eine Solidaritätsadresse: „Bayern ist weltoffen und tolerant. Im Freistaat kann jeder leben und lieben, wie er möchte – das ist die Liberalitas Bavariae. Alle sollen in Freiheit ihr Glück finden.“
Quellen: CSD München, Markus Söder auf X