WM 2026: Werwölfe vs. Dorfbewohner: Mit diesem Spiel vertreiben sich die DFB-Kicker die Zeit
Zwischen Wettkampf, Training und Regeneration verbringen die DFB-Profis ihre Freizeit im Camp auch mit Spielen, darunter „Die Werwölfe vom Düsterwald“. Was hat es damit auf sich?
Es ist zwar nicht das legendäre Campo Bahia der WM 2014 in Brasilien, doch auch in Winston-Salem, North Carolina, scheinen die Akteure der deutschen Fußballnationalmannschaft ihre Freizeit zu genießen. Den Eindruck vermittelt zumindest der Youtube-Kanal des DFB, der Einblick in den WM-Alltag von Musiala, Undav und Co. gewährt. Zwischen Highlights aus Trainingseinheiten und Pressekonferenzen zeigen die Videos auch, wie unterschiedlich die Spieler ihre Freizeit gestalten.
So hauen sich die Stürmerkollegen Kai Havertz und Nick Woltemade Federbälle um die Ohren, Jamie Leweling und Maxi Beier spielen Darts und wieder andere zocken Karten. Dass Leroy Sané bei Uno als echtes Talent gilt, ist mittlerweile kein Geheimnis mehr. Doch ein anderes Kartenspiel sorgt im Camp für besondere Unterhaltung. Wie Alexander Schlüter in der Nachberichterstattung des Spiels Argentinien gegen Österreich erzählte, saßen Profis und Angehörige einen Tag nach dem Sieg gegen die Elfenbeinküste beim gemeinsamen Spieleabend zusammen und probierten sich an „Die Werwölfe vom Düsterwald“.
DFB-Kicker spielen Werwolf. Was ist das?
Für alle, die das beliebte Gesellschaftsspiel nicht kennen: Im Mittelpunkt steht ein fiktives Dorf, das von Werwölfen heimgesucht wird. Ziel ist es, entweder als ahnungslose Mehrheit der Dorfbewohner oder als informierte Minderheit der Werwölfe die jeweils andere Seite auszuschalten.
Eine Person übernimmt die Rolle des Spielleiters und führt durch die verschiedenen Spielphasen. Während der Nachtphase halten die Dorfbewohner ihre Augen geschlossen. Der Spielleiter fordert die Werwölfe auf, die Augen zu öffnen, sich auf ein Opfer zu einigen und dieses zu eliminieren. Darüber hinaus erwachen nachts Spieler mit besonderen Fähigkeiten, etwa die Seherin, die die Identität anderer Mitspieler aufdecken kann.
In der anschließenden Tagphase öffnen alle Spieler wieder die Augen. Der Spielleiter verkündet den nächtlichen Todesfall, woraufhin die Dorfgemeinschaft diskutiert und gegenseitige Verdächtigungen ausspricht. Anschließend stimmen die Teilnehmer darüber ab, wer als mutmaßlicher Werwolf aus dem Spiel ausscheidet. Die Dorfbewohner gewinnen, wenn sie alle Werwölfe entlarvt haben. Die Werwölfe siegen, sobald sie die gleiche Anzahl an Spielern wie die Dorfbewohner erreichen oder ihnen zahlenmäßig überlegen sind.
Und so wird aus einem freien Abend beinahe eine taktische Einheit: mit Diskussionen, Verdächtigungen und überraschenden Wendungen. Fehlt eigentlich nur noch der VAR für die Abstimmung am Tisch.