Neues Feature: Whatsapp-Benutzernamen sind da – was Sie jetzt wissen müssen
Bei Whatsapp lassen sich ab sofort Benutzernamen reservieren. Hier erfahren Sie, was dahintersteckt – und warum Sie nun schnell sein sollten.
Whatsapp hat sich im Laufe der Jahre stark weiterentwickelt. Eine der grundlegendsten Funktionen änderte sich jedoch nie: Um einen neuen Kontakt hinzufügen zu können, brauchte man dessen Telefonnummer. Andererseits konnte man aber auch jeden, dessen Nummer man gespeichert hatte, über den Messenger finden. Jetzt ist damit Schluss: Nach 17 Jahren führt Betreiber Meta erstmals Nutzernamen für den Dienst ein. Das verkündete Whatsapp im hauseigenen Blog.
Demnach haben Whatsapp-Nutzer ab jetzt die Möglichkeit, einen einmaligen Nutzernamen festzulegen. Einmal ausgewählt, kann man diese Nutzer dann später über diesen Namen statt über die Telefonnummer finden – und teilweise auch über Instagram oder Facebook mit ihnen chatten. Noch ist es allerdings nicht ganz so weit: Bisher wurde nur die Registrierung für Benutzernamen freigeschaltet, das Feature selbst soll laut Whatsapp erst „später im Jahr“ freigeschaltet werden.
So funktionieren Nutzernamen bei Whatsapp
Die Nutzernamen erfüllen mehrere Funktionen. Zum einen erlauben sie es, neue Kontakte zum Messenger hinzuzufügen, ohne die Telefonnummer herausgeben zu müssen. Auch in Gruppenchats kann man demnach mit seinem Nutzernamen beitreten. Zusätzlich reißt Meta aber die Grenze zwischen seinen Diensten ein: Über den Nutzernamen sind auch erstmals Chats zwischen Whatsapp, Facebook und Instagram möglich.
Anders als bei Instagram und Facebook gibt es bei Whatsapp allerdings kein Verzeichnis, das man durchsuchen kann, wie der Blogpost verspricht. Auch Vorschläge soll es nicht geben. Nur, wer den Nutzernamen kennt, soll Kontakt über den Messenger aufnehmen können – ähnlich, wie es bei einer Telefonnummer der Fall ist.
Auch andersherum sollen die Nutzernamen die eigene Identität schützen: Kontaktiert man eine Person oder eine Firma zum ersten Mal, wird dem Gegenüber in Zukunft statt der eigenen Nummer nur noch der Nutzername angezeigt – vorausgesetzt, dass man einen festgelegt hat.
Wie ergattert man den Wunschnamen?
Angesichts der Beliebtheit von Whatsapp – der Messenger hat mehr als drei Milliarden monatliche Nutzer – dürfte es gar nicht so einfach werden, seinen Wunschnamen auch zu bekommen. Whatsapp schaltet die Registrierung der Namen wohl auch deshalb schon vor der offiziellen Einführung des Features frei.
Viele Nutzer haben so schon jetzt die Möglichkeit, sich den Wunschnamen reservieren zu lassen. Um zu schauen, ob auch Sie dazugehören, müssen Sie in den Einstellungen des Messengers Ihr Profil bearbeiten. Gibt es dort den Punkt „Benutzername“, können Sie bereits jetzt einen Wunschnamen festlegen und erfahren auch gleich, ob dieser schon vergeben wurde.
Diese Regeln gelten für Nutzernamen
Für die Wahl der Nutzernamen hat Whatsapp einige klare Vorgaben. Die Namen müssen mindestens drei Zeichen lang sein, mit einem Buchstaben anfangen und dürfen nur das reguläre lateinische Alphabet, Zahlen, Unterstriche und Punkte enthalten. Andere Sonderzeichen, Umlaute und andere Abwandlungen von Buchstaben (wie ein Akzent) sind nicht erlaubt.
Die größte Einschränkung ist aber eine andere: Jeder Nutzername muss einmalig sein – und das auch über Whatsapp hinaus. Will man einen Namen verwenden, den es bereits bei Instagram oder Facebook gibt, ist das nur möglich, wenn einem das andere Konto selbst gehört. Dann kann man die Konten verknüpfen.
So schützen Sie Ihre Privatsphäre
Wer das tut, muss mit einer weiteren Folge leben: Wer den Nutzernamen etwa bei Instagram kennt, kann diese Person dann auch ohne Telefonnummer bei Whatsapp anschreiben.
Allerdings kann man diese Möglichkeit auch einschränken. Dazu kann man eine vierstellige Pin festlegen, die gemeinsam mit dem Nutzernamen an neue Kontakte weitergegeben werden muss. Nur wer die korrekte Kombination aus dem Namen und der Pin kennt, kann die Personen dann auch bei Whatsapp kontaktieren. Gerade für sehr bekannte Insta-Accounts ist das eine wichtige Option, wenn die Privatsphäre bei Whatsapp erhalten bleiben soll.
Wer Privatsphäre besonders schätzt, sollte bei Whatsapp einfach einen anderen Nutzernamen wählen als auf anderen Plattformen. Einen Missbrauch des alten Namens muss man immerhin nicht befürchten: Weil Meta prüft, ob der Name tatsächlich mit vorhandenen Accounts zusammenhängt, können Betrüger sich nicht einfach bestehende Accountnamen schnappen, um sich als deren Besitzer auszugeben.
Wann kommen die Benutzernamen bei Ihnen an?
Nach welchen Kriterien Whatsapp die Vorabregistrierung freigibt, ist nicht bekannt. Im Laufe der Zeit sollen wohl langsam immer mehr Nutzer dazu eingeladen werden. Wird Ihnen der Benutzername noch nicht angeboten, aktualisieren Sie zunächst die App auf die neueste Version. Sonst heißt es abwarten: Aktuell gibt es keine bekannte Möglichkeit, den Prozess zu beschleunigen.
Wann genau in diesem Jahr Meta das Feature endgültig einführt, ist ebenfalls offen. Eile hat der Konzern nicht: Weil die Nutzernamen fast jeden Aspekt des Messengers betreffen, bereitet Meta die Einführung bereits seit Jahren vor. Laut „WABetaInfo“ wurde der gesamte Programmcode im Laufe der Zeit aktualisiert, um eine Kompatibilität mit der Neuerung zu garantieren.
Quelle: Whatsapp-Blog, „WABetaInfo“