Zwei Bundesligisten ziehen ohne große Probleme in die zweite Runde des DFB-Pokals ein, ein Aufsteiger atmet spät auf. Ein DFB-Stürmer besonders im Fokus. Im Rahmen der ersten Runde des DFB-Pokals standen am Samstagnachmittag die nächsten Paarungen an. Mit der TSG Hoffenheim (4:0 bei Erzgebirge Aue) und dem SV Werder Bremen (3:0 gegen den Lüneburger SK Hansa) setzten sich zwei Bundesligisten ohne große Probleme durch. Für die Hanseaten traf Niclas Füllkrug in seinem ersten Spiel seit seiner Rückkehr zu den Grün-Weißen. Die SV Elversberg tat sich deutlich schwerer. Der Bundesliga-Aufsteiger traf erst kurz vor Spielende zum 2:1 gegen den MSV Duisburg , am Ende setzte sich die SVE mit 3:1 durch. Den höchsten Sieg des Nachmittags fuhr Zweitligist Hannover 96 ein. Die Niedersachsen setzten sich beim SV Hemelingen mit 9:1 (6:0) durch. Lüneburger SK Hansa – SV Werder Bremen Der ehemalige HSV-Kapitän Ludovit Reis hatte gleich die erste gute Gelegenheit (1. Minute), Jens Stage traf per Kopf (11.), ehe Füllkrug den Ball mit seiner ersten guten Gelegenheit knapp über das Tor köpfte (13.). Nach der Pause, die sich wegen eines Lochs im Tornetz etwas in die Länge zog, holte Stage mit einem Solo den Elfmeter raus, den Füllkrug eiskalt verwandelte (53.). Kurz danach wurde er ausgewechselt. Reis machte endgültig alles klar (76.). Erzgebirge Aue – TSG Hoffenheim Die Hoffenheimer gerieten gleich in der ersten Minute unter Druck. Aues Willi Kamm schoss Neuzugang Mats Rots an, die Erzgebirger forderten vehement Elfmeter – vergebens. Die Antwort des Erstligisten ließ nicht lange auf sich warten. Wimmer (5.) hielt aus elf Metern drauf und zwang Aues Routinier Martin Männel, der für Eigengewächs Max Uhlig ran durfte, zur ersten Parade. Eine Minute später hämmerte der Österreicher den Ball aus der Nahdistanz von rechts zur frühen Führung ins Netz. Dann blieb ein Foulspiel von Ozan Kabak an Aues Kapitän Marcel Bär im Mittelfeld ungeahndet, Burger (17.) nutzte den Steilpass von Wimmer und schob zum 2:0 für die Kraichgauer ein. Aue spielte dennoch gut mit, überbrückte schnell das Mittelfeld, oft war nur der letzte Pass zu ungenau. So gab es auch nach einer halben Stunde keinen Torschuss. Aber auch die Hoffenheimer sündigten: Tim Lemperle (36.) verpasste die Vorentscheidung mit dem 3:0, als er von halblinks im Strafraum nur Männel anschoss. Dann landete der Ball nach einer verunglückten Abwehraktion der Auer im Fuß von Wimmer, der aus elf Metern zum 3:0 (45.+1) traf. Nach dem Wechsel verlor die Partie etwas an Tempo. TSG-Trainer Christian Ilzer wechselte nach einer Stunde munter durch. Moerstedt traf dann zwei Minuten nach seiner Einwechslung zum 4:0, als er den Ball souverän an Männel vorbeischob. Viktoria Köln – SV Elversberg Erst kurz vor der Pause (38.) knackte Luca Schnellbacher den MSV-Abwehrriegel: Nach einem Zuspiel von Felix Keidel im Strafraum schoss er den Ball per Drehschuss ins Tor. Fortan musste der MSV, der am Samstag erstmals seit sechs Jahren wieder ein DFB-Pokal-Hauptrundenspiel bestritt, die defensive Grundhaltung aufgeben. Dadurch hatte Elversbeg mehr Raum für Konter – wie in der 45. Minute, als Cole Campbell den Ball jedoch freistehend weit über das Tor schoss. Im zweiten Durchgang war das Spiel der beiden Mannschaften, die vor drei Jahren noch in der 3. Liga gegeneinander gespielt haben, deutlich ausgeglichener. Vor allem Drittliga-Spitzenreiter Duisburg drängte nach vorn und durfte jubeln, als Tyger Lobinger einen Solo-Lauf aus der eigenen Hälfte mit dem Treffer zum 1:1 abschloss (54.). Doch die Antwort der Gäste kam noch spät, Francis Onyeka bescherte mit seinem Doppelpack (88. und 90.+1 Minute) den Gästen den Pokalerfolg eine Woche vor ihrem ersten Bundesliga-Heimspiel der Vereinsgeschichte am nächsten Samstag (15.30 Uhr) gegen Bayer Leverkusen . SV Hemelingen – Hannover 96 Vor 13.000 Zuschauern im Weserstadion sorgten Stefan Thordarson (5./19.), Lars Gindorf (11./39.), Marcel Hartel (16.) und Benedikt Pichler (21.) schon in der ersten Halbzeit für klare Verhältnisse. Gindorf legte nach der Pause mit seinem dritten Tor nach (53.), ehe Ledjon Fikaj das erste DFB-Pokaltor der Gastgeber erzielte (56.). Bei ihrer ersten Teilnahme im vergangenen Jahr hatten die Bremer 0:9 gegen den VfL Wolfsburg verloren. Pichler (88.) und Taycan Etcibasi (90.+1) schraubten das Ergebnis weiter in die Höhe. Die 96er, die erst am letzten Spieltag den Aufstieg in die Bundesliga verspielt hatten, sind mit Niederlagen gegen Energie Cottbus (1:3) und Wolfsburg (0:1) in die Liga gestartet.