Viele Eltern wissen: Die Träume ihrer Kinder kosten irgendwann auch Geld. Deshalb beginnen sie früh, Startkapital aufzubauen – für den Führerschein, ein Auslandsjahr, das Studium oder die erste eigene Wohnung. An einen Wunsch, der noch viele Jahrzehnte entfernt liegt, denken dagegen deutlich weniger: einen erfüllten Ruhestand. Dabei könnte gerade hier ein früher Start besonders wertvoll sein. Laut aktuellem Anlegerbarometer von Union Investment¹ legen 85 Prozent der befragten Eltern Geld für ihren Nachwuchs zurück – 70 Prozent regelmäßig und weitere 15 Prozent unregelmäßig. Doch nur 13 Prozent sparen gezielt für die Altersvorsorge ihres Kindes. Auf den ersten Blick ist das nachvollziehbar. Schließlich liegen Führerschein, Ausbildung oder Studium deutlich näher als der Ruhestand des eigenen Kindes. Beim langfristigen Vermögensaufbau kann genau diese große zeitliche Entfernung jedoch zum Vorteil werden: Je länger Geld angelegt bleibt, desto mehr Zeit hat der Zinseszinseffekt, seine Wirkung zu entfalten. Genau auf diesen Gedanken setzt auch die Frühstartrente . Die Bundesregierung bietet an, Kindern und Jugendlichen vom Sechsten bis zum 18. Lebensjahr monatlich zehn Euro für die private Altersvorsorge zur Verfügung zu stellen. Der Start ist bereits am 1. Januar 2027.² Warum auch für den Ruhestand Startkapital wichtig ist Die Frühstartrente kann dabei ein erster Baustein sein. Für einen Ruhestand, in dem später mehr möglich sein soll als die Deckung der laufenden Kosten, kann jedoch zusätzliche Vorsorge entscheidend sein. Denn die Frage lautet nicht nur: Wie viel Rente bekomme ich einmal? Sondern auch: Wie möchte ich im Alter eigentlich leben? Genau hier setzt der Vorsorgekompass 2026 an. Die Studie des Centers für Intergenerative Finanzwissenschaft an der WHU Vallendar im Auftrag von Union Investment untersucht, wie Haushalte ihren Lebensstandard im Ruhestand finanzieren und welche Rolle der persönliche Lebensstil dabei spielt. Das Ergebnis: Um sich den Traum von einem erfüllten Lebensabend zu realisieren, reicht die gesetzliche Rente schon heute bei weitem nicht aus. Unterschiedliche Ruhestandstypen Der Vorsorgekompass macht dabei unterschiedliche Ruhestandstypen sichtbar: Reisende, Aktive, Kulturliebhaber, Mobile, Häusliche und Alltagstreue. Die einen möchten im Alter andere Länder entdecken, die anderen Kulturveranstaltungen besuchen, regelmäßig essen gehen oder ihren Hobbys nachgehen. Wieder andere genießen ihre Zeit am liebsten zu Hause. So unterschiedlich diese Wünsche sind, so unterschiedlich ist auch der Finanzbedarf. Gerade aktive und reisefreudige Ruheständler haben laut Vorsorgekompass Ausgaben, die ihr laufendes Einkommen deutlich überschreiten können. Haushalte ohne zusätzliche Vorsorge müssen der Studie zufolge sogar mit einer monatlichen Finanzierungslücke von mehr als 1.000 Euro rechnen. Wer im Alter Freiheit, Mobilität, Reisen, Kultur und gesellschaftliche Teilhabe genießen möchte, benötigt deshalb in vielen Fällen mehr als die gesetzliche Rente. Und genau hier liegt ein großer Vorteil, den Eltern ihren Kindern heute schenken können: Zeit. Altersvorsorge profitiert besonders vom Faktor Zeit Welchen Unterschied ein früher und kontinuierlicher Vermögensaufbau machen kann, zeigt die folgende Modellrechnung: Angenommen, Eltern legen ab der Geburt ihres Kindes monatlich 50 Euro über Fonds-Investments in einem JuniorDepot an. Bis zum 18. Geburtstag haben sie insgesamt 10.800 Euro eingezahlt. Bei einer angenommenen durchschnittlichen Wertentwicklung von vier Prozent pro Jahr könnten daraus knapp 16.000 Euro werden. Rund 5.000 Euro des Gesamtvermögens stammen in diesem Beispiel also nicht aus zusätzlichen Sparraten, sondern aus der möglichen Wertentwicklung des bereits investierten Kapitals. Richtig interessant wird es aber erst bei noch längeren Ansparphasen: Nach 25 Jahren können bei gleicher Sparrate rund 45.000 Euro zusammenkommen, wovon mehr als die Hälfte aus den Erträgen stammt. Und nach 60 Jahren? Dann ist das Vermögen auf gut 145.000 Euro angewachsen. Selbst eingezahlt wurden über diesen gesamten Zeitraum lediglich 36.000 Euro. Der weitaus größere Teil würde in diesem Modell aus der Wertentwicklung und dem Zinseszinseffekt stammen. Wichtig ist dabei, dass Renditen beim Sparen in Investmentfonds nicht garantiert sind. Diese unterliegen Wertschwankungen. Ein langer Anlagehorizont kann aber auch helfen, diese Schwankungen besser auszugleichen.² Wer langfristig denkt, regelmäßig spart und seine Investments breit streut, nutzt damit einen Vorteil, der später kaum nachzuholen ist. Schon ein kleiner Dauerauftrag kann so zum Anfang eines Vermögensaufbaus werden, den die Kinder später selbst fortsetzen können. Eine Entscheidung, die früh beginnen sollte Für Eltern verändert sich dadurch die Perspektive auf das Sparen. Der Aufbau von Startkapital ist keine isolierte Finanzentscheidung, sondern eine langfristige Vorbereitung auf Lebensphasen der Kinder, die heute noch weit entfernt erscheinen – sogar solche, die die Eltern selbst gar nicht mehr erleben werden. Das bedeutet: Wenn Eltern früh und langfristig für ihre Kinder Vermögen aufbauen, finanzieren sie nicht nur Ausbildung oder Studienbeginn. Sie können auch die Grundlage dafür schaffen, dass die Kinder später einmal nicht nur ‚über die Runden kommen‘, sondern einen Ruhestand verbringen können, der zu ihnen passt: aktiv, neugierig, offen, unterwegs – oder einfach souverän genug, frei zu entscheiden. Die Inhalte auf dieser Seite wurden von der Ströer Content Group Sales GmbH in Zusammenarbeit mit Union Investment Service Bank AG, Weißfrauenstr. 7, 60311 Frankfurt am Main, erstellt. ¹ Anlegerbarometer, repräsentative forsa-Online-Befragung im Auftrag von Union Investment, Mai 2026, 1.005 Befragte im Alter von 20 bis 59 Jahren mit mindestens einem Kind unter 18 Jahren. ² Die tatsächliche Wertentwicklung kann höher oder niedriger ausfallen; vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse. Ein Fondssparplan kann neben Chancen auch Risiken aufweisen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass am Ende der Ansparphase weniger Vermögen zur Verfügung steht als insgesamt eingezahlt wurde beziehungsweise Sparziele nicht erreicht werden. Spesen, Steuern, Gebühren, individuelle steuerliche Aspekte und Depotkosten wurden in der Modellrechnung nicht berücksichtigt. Die Ergebnisse stellen keine Empfehlung dar und ersetzen keine individuelle Beratung. Sparpläne unterliegen marktbedingten Kursschwankungen und Ertragsrisiken. ³ Spesen, Steuern, Gebühren, individuelle steuerliche Aspekte und Depotkosten wurden nicht berücksichtigt. Die Ergebnisse stellen keine Empfehlung dar und ersetzen keine individuelle Beratung. Sparpläne unterliegen marktbedingten Kursschwankungen und Ertragsrisiken. Sparziele können verfehlt werden. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass am Ende der Ansparphase weniger Vermögen zur Verfügung steht als insgesamt eingezahlt wurde.