Wo reicht die Rente am weitesten? Eine Auswertung der 30 größten Städte zeigt große Unterschiede. Vorn liegt eine Stadt im Ruhrgebiet. Wie weit die Rente reicht, hängt nicht nur vom Betrag auf dem Kontoauszug ab, sondern auch vom Wohnort. Eine Auswertung der DKB für die 30 größten Städte Deutschlands zeigt, wie groß die Unterschiede sind. Grundlage sind die jüngsten verfügbaren durchschnittlichen Rentenzahlbeträge sowie die regionalen Preisniveaus. Berücksichtigt wurden Altersrenten auf Bundeslandebene von Menschen, die mindestens 35 Jahre versichert waren. Am meisten wert ist die Rente demnach in Gelsenkirchen . Ein Rentner in Nordrhein-Westfalen bekommt im Schnitt 1.614 Euro. In Gelsenkirchen hat dieser Betrag wegen der niedrigen Preise die Kaufkraft von 1.721 Euro. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Duisburg mit 1.701 Euro und Wuppertal mit 1.679 Euro. München bildet das Schlusslicht Ganz unten steht München . Dort ist die bayerische Durchschnittsrente von 1.550 Euro nur noch 1.251 Euro wert, also rechnerisch rund 300 Euro weniger, als ausgezahlt wird. Auch in Frankfurt am Main mit knapp 1.400 Euro und Hamburg mit 1.432 Euro hat die Rente vergleichsweise wenig Kaufkraft. Berlin landet mit 1.452 Euro auf Platz 26. Stadt Rentenkaufkraft Angesetzter Rentenzahlbetrag Differenz Gelsenkirchen 1.721 Euro 1.614 Euro 106 Euro Duisburg 1.701 Euro 1.614 Euro 87 Euro Wuppertal 1.679 Euro 1.614 Euro 65 Euro Mönchengladbach 1.664 Euro 1.614 Euro 50 Euro Bochum 1.661 Euro 1.614 Euro 47 Euro Dortmund 1.652 Euro 1.614 Euro 38 Euro Bielefeld 1.647 Euro 1.614 Euro 33 Euro Essen 1.641 Euro 1.614 Euro 27 Euro Städteregion Aachen 1.616 Euro 1.614 Euro 2 Euro Chemnitz 1.589 Euro 1.453 Euro 137 Euro Braunschweig 1.556 Euro 1.538 Euro 17 Euro Mannheim 1.545 Euro 1.606 Euro -61 Euro Region Hannover 1.541 Euro 1.538 Euro 3 Euro Kiel 1.529 Euro 1.544 Euro -14 Euro Münster 1.527 Euro 1.614 Euro -87 Euro Bonn 1.516 Euro 1.614 Euro -98 Euro Karlsruhe 1.511 Euro 1.606 Euro -95 Euro Düsseldorf 1.509 Euro 1.614 Euro -105 Euro Wiesbaden 1.507 Euro 1.604 Euro -97 Euro Bremen 1.505 Euro 1.519 Euro -13 Euro Leipzig 1.501 Euro 1.453 Euro 48 Euro Nürnberg 1.487 Euro 1.550 Euro -63 Euro Augsburg 1.484 Euro 1.550 Euro -66 Euro Köln 1.471 Euro 1.614 Euro -143 Euro Dresden 1.468 Euro 1.453 Euro 15 Euro Berlin 1.452 Euro 1.543 Euro -91 Euro Stuttgart 1.440 Euro 1.606 Euro -166 Euro Hamburg 1.432 Euro 1.590 Euro -158 Euro Frankfurt am Main 1.400 Euro 1.604 Euro -204 Euro München 1.251 Euro 1.550 Euro -299 Euro Entscheidend sind vor allem die Mieten . In München liegen die Wohnkosten laut Analyse rund 80 Prozent über dem Bundesdurchschnitt, in Chemnitz rund 27 Prozent darunter. Noch deutlicher wird das Gefälle bei einer einheitlichen Rente von 1.000 Euro. In Chemnitz hat dieser Betrag eine Kaufkraft von 1.094 Euro, in München nur von 807 Euro. Das ist ein Unterschied von 287 Euro im Monat, allein wegen der Lebenshaltungskosten. Auch der Umzug innerhalb eines Bundeslandes kann sich spürbar auswirken. Wer in Gelsenkirchen statt in Köln lebt, hat bei gleicher Rente rund 250 Euro mehr Kaufkraft. Zwischen Nürnberg und München liegen etwa 236 Euro. Frauen haben überall weniger In allen 30 Städten die Rentenkaufkraft von Frauen niedriger als die von Männern. Im Durchschnitt beträgt der Abstand 433 Euro. Am größten ist er in Gelsenkirchen mit 533 Euro, also in jener Stadt, die im Gesamtranking vorn liegt. Deutlich kleiner ist der Abstand im Osten: In Berlin sind es 189 Euro, in Dresden 221 Euro und in Leipzig 226 Euro. Zur Datengrundlage Die DKB nutzt Daten der Deutschen Rentenversicherung mit Stand Ende 2025. Die Preisdaten stammen aus dem Regionalen Preisindex des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) und des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) für 2024. Die Kaufkraftwerte sind Vergleichswerte und keine tatsächlich ausgezahlten Beträge. Über die finanzielle Lage einzelner Rentner sagen sie nichts, denn die hängt auch von Vermögen, weiteren Einkünften und der Wohnsituation ab.